Finanzen

Erste Hilfe bei der Privatinsolvenz

Fast sieben Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet – das sind fast elf Prozent der Bevölkerung. Damit ist die Zahl der überschuldeten Personen erneut gewachsen. Das geht aus dem Schuldneratlas 2016 von Creditreform hervor. Was tun, wenn man um die Privatinsolvenz nicht mehr herumkommt?

Erste Hilfe bei der Privatinsolvenz

©ginasanders / 123rf

Die Zahlen des Schuldneratlas 2016 sind alarmierend: Immer mehr Menschen in Deutschland können ihre Verbindlichkeiten nicht bedienen. Wie schon in den Vorjahren liegt die Quote in Ostdeutschland leicht über der im Westen. Auch die Altersüberschuldung bei Menschen über 70 stieg erneut an. Bei den unter Dreißigjährigen ging die Quote hingegen leicht zurück. Creditreform sieht eine insgesamt angespannte Lage und geht davon aus, dass die Überschuldung auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.

Ab einem gewissen Grad der Überschuldung, wenn man seine Verbindlichkeiten dauerhaft nicht mehr aus eigener Kraft bedienen kann, bleibt nur noch der Weg in die Privatinsolvenz. Und dieser Weg ist steinig, muss man doch sechs Jahre lang einen großen Teil seiner Einkünfte abgeben, um am Ende auf eine Entlastung von den Restschulden hoffen zu können.

BBX gibt in einer Artikelserie zum Thema Privatinsolvenz erste Hilfe:

Was bedeutet Privatinsolvenz?
Was ist eine Privatinsolvenz, was muss man beachten? Die wichtigsten Grundlagen im Überblick.

Mit Vergleich die Insolvenz abwenden?
Unter Umständen ist es möglich, die Insolvenz mit Hilfe eines außergerichtlichen Vergleichs abzuwenden. Diesem müssen alle Gläubiger zustimmen. Allerdings funktioniert dies nur in seltenen Fällen. Denn die Gläubiger müssen sich mit einem Bruchteil der geforderten Summe abfinden. Je nach finanzieller Situation und Arbeitsfähigkeit des Schuldners können sie aber mit dieser Option mehr gewinnen als bei einer Insolvenz.

Was tun, wenn der Anwalt seinen Job nicht macht?
Wie reibungslos eine Privatinsolvenz abläuft, hängt nicht zuletzt am Insolvenzanwalt. Leider gibt es schwarze Schafe in der Branche. Man sollte also vorab sehr genaue Informationen über infrage kommende Anwälte einholen. Optional stehen öffentliche, oft kostenlose Schuldnerberatungen zur Verfügung.

Fehler vermeiden bei der Privatinsolvenz
Vor allem im Vorfeld des Insolvenzverfahrens gibt es einige Tücken. Ob man eine offene Rechnung übersieht, unbeabsichtigt neue Schulden macht, bei einer Tilgung einen Gläubiger bevorzugt – schon kleine Fehler können zum Scheitern führen. Damit das nicht passiert, gibt BBX einen Überblick über die wichtigsten Punkte.

Privatinsolvenz ohne teuren Insolvenzberater selbst durchziehen?
Ja, das geht. Aber es birgt auch Risiken. Man sollte also genau überlegen, ob man auf die Sicherheit eines fachlich versierten Anwalts verzichten möchte. Hier erklärt BBX, worauf es dabei ankommt.

Was darf der Gerichtsvollzieher pfänden?
Diese Frage brennt den meisten Menschen unter den Nägeln, wenn sie in Insolvenz gehen. Kann mein Auto gepfändet werden? Mein Schmuck? Oder gar mein Fernseher? Der Artikel klärt auf hilft weiter.

Angst vor der Schuldenfalle? So wirtschaften Sie effektiv
Zu guter Letzt: Einige Tipps und Tricks, die dabei helfen sollen, dass es gar nicht erst zur Überschuldung kommt. Wer diese Hinweise beachtet dürfte weitestgehend auf der sicheren Seite sein.

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