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Lohnsteuer
Die Lohnsteuer macht sich jeden Monat auf der Lohn- und Gehaltsabrechnung bemerkbar: Sie wird direkt vom Bruttoeinkommen abgezogen und gehört somit zu den Steuern, die uns im Alltag besonders bewusst werden. Alles, was Sie als Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Lohnsteuer wissen müssen.
von Laura Hoffmann
Lohnsteuer: Alle Infos für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Lohnsteuer zahlen alle Arbeitnhemer in Deutschland
© Inside Creative House / iStock
Tipp

Mit einem Brutto-Netto-Rechner rechnen Sie aus, wie hoch das Gehalt ist, das am Monatsende auf Ihrem Konto landet.

Die Höhe der Lohnsteuer berechnet sich am Einkommen und kann einen erheblichen Teil davon ausmachen. Deshalb kommt es nicht selten vor, dass man sich beim Blick auf die Abrechnung des Arbeitgebers gelegentlich ungläubig die Augen reibt. Lohnsteuer, die man zu viel bezahlt hat, kann man sich jedoch erstatten zu lassen: Eine Lohnsteuererklärung kann sich durchaus lohnen. Hier erfahren Sie alles, was Sie rund um die Lohnsteuer und mögliche Erstattungen wissen müssen.

Die Lohnsteuer einfach erklärt

Die Lohnsteuer zahlt der Arbeitnehmer. Die Steuer wird direkt vom Lohn einbehalten und vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführt. Das geschieht monatlich im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung, die der Arbeitgeber erstellt.

Info
Steuerschuldner der Lohnsteuer ist der Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber ist jedoch dafür verantwortlich, die Steuer an das Finanzamt zu zahlen. Somit haftet auch der Arbeitgeber für die Abführung der Steuer sowie für die konkrete Berechnung.

Die Lohnsteuer wird auf der Basis der Einkünfte aus einer nicht-selbständigen Tätigkeit fällig. Steuerfreibeträge und Familienstand werden bei der Festlegung der Lohnsteuer automatisch miteinbezogen. Maßgeblich dafür ist die Lohnsteuerklasse, in der Sie eingeordnet sind.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Lohnsteuer als Quellensteuer an das Finanzamt abzuführen. Sofern Sie als Arbeitnehmer am Anfang des Folgejahres eine Steuererklärung abgeben, nimmt das Finanzamt einen Lohnsteuerausgleich vor und berechnet, ob Sie zu viele Steuern gezahlt haben. Somit ist die Lohnsteuer eine Vorauszahlung, die im kommenden Jahr konkretisiert wird.

Wie unterscheiden sich Lohn- und Einkommensteuer?

Auf den ersten Blick gibt es keine wesentlichen Differenzen zwischen der Lohn- und Einkommensteuer. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber, dass die Einkommensteuer viel umfassender ist.

Die Lohnsteuer zahlen Sie als Arbeitnehmer zwangsläufig. Sofern Sie weitere Einkünfte beziehen, weil Sie zum Beispiel ein Gewerbe angemeldet haben oder als Freiberufler tätig sind, zahlen Sie Einkommensteuer. Diese müssen Sie dem Finanzamt selbst melden und danach überweisen oder eine Einzugsermächtigung für Ihr Konto erteilen. Dabei sind genau festgelegte Fristen zu beachten. Im Prinzip ist die Lohnsteuer also eine Unterform der Einkommensteuer.

Die Höhe der Einkommensteuer wird nach der Höhe aller Einkünfte berechnet. Ihr Familienstand spielt ebenfalls eine Rolle. Durch das progressive Steuersystem müssen Steuerpflichtige mit einem hohen Einkommen mehr Steuern zahlen als Geringverdiener. Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Einkommensteuer ist die Summe aller Einkünfte abzüglich der Beiträge, die vom Finanzamt steuermindernd anerkannt sind. Das können zum Beispiel Freibeträge, Entlastungsbeträge, Werbungskosten, Beiträge zur Sozialversicherung oder außergewöhnliche Belastungen sein.

Wie funktioniert ein Lohnsteuerrechner?

Wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Gehaltssteigerung aushandeln möchten oder Sie wissen wollen, wie hoch Ihr Bruttoeinkommen sein muss, wenn Sie ein bestimmtes Nettoeinkommen erzielen wollen, ist ein Lohnsteuerrechner hilfreich. Mit seiner Hilfe ermitteln Sie die Differenz zwischen dem Brutto und dem Netto, wobei es keine Rolle spielt, ob Sie einzeln veranlagt werden oder mit einem Ehepartner zusammen veranlagt werden.

Was ist eine Lohnsteuer-Rückerstattung?

Von Ihren Einkünften dürfen Sie bestimmte Ausgaben abziehen, die das Finanzamt steuermindernd anerkennt. Dazu gehören Freibeträge sowie Ausgaben für Versicherungen oder Fahrtkosten zum Arbeitsplatz. Um die Rückerstattung geltend zu machen, erstellen Sie als Arbeitnehmer im Frühjahr eine Steuererklärung für das vergangene Kalenderjahr. Darin geben Sie alle abzugsfähigen Ausgaben an. Das Finanzamt prüft dann, ob der Abzug berechtigt ist und berechnet Ihre Lohnsteuer neu. Haben Sie zu viele Steuern gezahlt, erhalten Sie eine Erstattung.

Was versteht man unter der Lohnsteuer bei kurzfristiger Beschäftigung?

Wer nur gelegentlich oder als Aushilfe bei einem Arbeitgeber tätig ist, geht einer kurzfristigen Beschäftigung nach. Auch in diesem Fall ist Lohnsteuer nach den Merkmalen in der elektronischen Steuerkarte zu zahlen.

Als Arbeitnehmer dürfen Sie entweder einen permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich mit allen Einkommen vornehmen, die Sie aus einem Arbeitsverhältnis erhalten haben, oder mit Ihrem Arbeitgeber eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vereinbaren, um dabei auf den Abruf der Lohnsteuerabzugsmerkmale zu verzichten. Dazu müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen und Ihr Arbeitgeber muss mit dieser Art der Besteuerung einverstanden sein.

von Laura Hoffmann
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