Wie kann ich meine Bonität verbessern?
Wie steht es um meine Bonität – und wie kann ich sie verbessern? Solche Fragen können elementar sein. Zum Beispiel wenn man ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder einen Vertrag abschließen möchte. Worauf es ankommt verrät BBX in einem kleinen Überblick.
von Gerrit Wustmann
© garagestock / 123RF

Wer eine schlechte Bonität hat, der hat ein Problem, sobald größere Ausgaben oder Vertragsunterzeichnungen anstehen – zum Beispiel für einen Mobilfunkvertrag oder eine Ratenzahlung. Der Vertragspartner wird in aller Regel bei der Schufa oder einer der anderen zahlreichen Auskunfteien anfragen. Und im Zweifelsfall verzichtet er auf das Geschäft. Das ist nachvollziehbar und dient der eigenen Sicherheit.

Den eigenen Score im Überblick behalten

Allein um den Überblick zu behalten ist es sinnvoll, hin und wieder eine Selbstauskunft einzuholen. Die Schufa ist verpflichtet, die Daten, die sie gespeichert hat, sowie den persönlichen Score offenzulegen. Auf diesem Wege kann man auch selbst überprüfen, ob eventuell fehlerhafte Angaben in der Schufa-Auskunft enthalten sind.

Wie sich in der Vergangenheit zeigte, kommt es nicht selten vor, dass in den Score falsche Informationen einfließen oder dass gar Namensverwechselungen stattfinden. Des Weiteren stehen manche Kriterien in der Kritik: So kann ein Wohnsitz in einer wirtschaftlich eher schwachen Umgebung den Score negativ beeinträchtigen. Und das ganz unabhängig von der realen Finanzsituation, in der man sich befindet.


Wenn man nachweisbare Fehler entdeckt, sollte man diese umgehend schriftlich mitteilen und auf die Korrektur bestehen. In den Score fließt ein Großteil aller Geschäfte ein, die man ohne Bargeld tätigt. Bereits hierüber lässt er sich beeinflussen. Deshalb gilt es, ein paar Grundregeln zu beachten:

Konto nicht überziehen

Wer regelmäßig in den Dispo rutscht, gilt als unzuverlässig, und das hat wiederum einen negativen Einfluss auf den Score. Aber auch ohne diesen Grund sollte man solche Situationen vermeiden, denn es lohnt sich einfach nicht, die bei den meisten Banken horrend hohen Dispozinsen zu bezahlen.

Rechnungen pünktlich bezahlen

Klar kann es passieren, dass man mal eine offene Rechnung vergisst. Spätestens auf die erste Mahnung sollte man

aber umgehend reagieren. Es gilt die Faustregel: Je öfter man in Zahlungsverzug ist, je mehr Mahnungen sich anhäufen, desto schlechter der Score.

Ratenzahlungen vermeiden

Zum einen verliert man leicht den Überblick, wenn man zu viele Dinge auf Pump kauft – und man riskiert, in der Kostenfalle zu landen. Hinzu kommt aber auch, dass es kein gutes Licht auf die eigenen Finanzen wirft, wenn man alles nur scheibchenweise bezahlen kann oder möchte. Auch das drückt den Score in den Keller. Wer nie oder fast nie auf Raten zahlt, braucht sich hingegen keine Sorgen zu machen.

Möglichst nur selten Kredite aufnehmen

Kredite können eine wichtige Finanzstütze sein – beispielsweise beim Haus- oder Autokauf, bei einer Unternehmensgründung oder Ähnlichem. Solche Kredite braucht man nur selten und man braucht einen guten Score, um sie zu bekommen. Häufige Konsumkredite hingegen machen wiederum den Eindruck, dass man nicht liquide ist. Kommt dann noch hinzu, dass man sie nicht bedienen kann, rutscht der Score gleich doppelt in den Keller. Andererseits kann man mit einem kleinen Trick Kredite verwenden, um den Score zu verbessern: Nimmt man einen Kredit auf und zahlt diesen pünktlich oder sogar überpünktlich zurück, dann zeigt man Zuverlässigkeit. Und das wirkt sich positiv aus.

von Gerrit Wustmann
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