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Wie viel weiß die Schufa über mich?
Ob man die schöne neue Wohnung anmieten oder einfach nur einen anderen Handyvertrag abschließen möchte – für ganz schön viele Dinge ist heutzutage eine Schufa-Auskunft erforderlich. Aber was weiß die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung eigentlich über den Einzelnen? Und woher stammen diese Informationen? bbx.de hat sich auf Spurensuche begeben.
von Susanne Herrenbrück
© filmfoto / iStock

Auch wenn es dem ein oder anderen vielleicht so vorkommen mag: Die Schufa ist keine staatliche Organisation. Das Unternehmen ist privat organisiert. Um Händler, Banken und andere vor Zahlungsausfällen zu schützen, erteilt die Schufa Auskünfte. Damit die Schufa überhaupt Auskunft erteilen kann, muss sie ja irgendwie an Informationen kommen. Diese werden ihr von etwa 7.000 Unternehmen zugetragen. Die Schufa wertet dieses Material dann aus, um so Rückschlüsse auf die Zahlungsmoral und die Bonität der Kunden ziehen zu können. Was dann wiederum an die Unternehmen weitergegeben wird.

Das wird gespeichert

Es sind extrem viele Daten, die die Schufa so sammelt. Dazu zählen beispielsweise Geburtsdatum, Adresse, Bankkonten, Leasingverträge oder Kredite. Darüber hinaus wird von der Schufa gespeichert, ob man seine Schulden pünktlich begleicht oder eher ein säumiger Zahler ist. Wenn ein Schuldner zahlungsunfähig wird, speichert die Schufa auch das ab. Angaben zu Job, Gehalt, Familienstand und Vermögen werden von der Schufa – eigenen Angaben zufolge – nicht vermerkt. Ob die Schufa diese Daten überhaupt speichern darf? Ja, darf sie. Denn auch wenn es normalerweise nur im Kleingedruckten steht – so ist doch irgendwo zu lesen, dass die Schufa die Daten erhält.

Dateneinsicht

Das Positive an der ganzen Datensammelei der Schufa: Man kann Einsicht in diese Informationen bekommen. Einmal im Jahr haben Verbraucher die Möglichkeit, eine kostenlose Übersicht der Daten anzufordern, die bei der Schufa über sie gespeichert sind. Inklusive der Unternehmen, die eine Auskunft eingeholt haben (https://www.meineschufa.de/index.php). Eine Bonitätsauskunft ist allerdings kostenpflichtig.

Negativ-Einträge löschen

Wer feststellt, dass die Schufa falsche Informationen gespeichert hat, kann bei der zuständigen Geschäftsstelle eine Änderung verlangen. Sofern es sich bei diesen Einträgen um nicht bezahlte Rechnungen handelt, die den Betrag von 2.000 Euro nicht übersteigen und zudem vom Gläubiger binnen einer sechswöchigen Frist als beglichen gemeldet wurden, geht das Löschen sehr schnell vonstatten. Allerdings darf kein Vollstreckungsbescheid für diese Einträge vorliegen – in diesem Fall ist eine Löschung nicht möglich.

Das ist besonders für diejenigen Kunden gut, die im Normalfall immer alle Rechnungen rechtzeitig begleichen und vielleicht einmal eine Rechnung übersehen haben. Gerade in solchen Fällen ist es besonders ärgerlich, wenn beispielsweise ein Handyvertrag nicht zustande kommt, weil dem Vertragspartner eine negative Schufa-Auskunft vorliegt.

Wozu werden Schufa-Daten benötigt?

Wer glaubt, dass man durch die Schufa sozusagen zum gläsernen Kunden wird, kann sich beruhigen. Meistens wollen Unternehmen gar nichts über die Zahlungsmoral ihrer Kunden wissen. Sie wollen bei einer Schufa-Abfrage lediglich die Identität einer Person feststellen. Banken hingegen interessiert die Zahlungsmoral ihrer (potentiellen) Kunden durchaus. Da eine Bank nie sicher gehen kann, ob sie beispielsweise bei einem Kredit ihr Geld fristgerecht wiederbekommt, fordert sie bei der Schufa eine Auskunft an: Ob der Kunde etwa weitere Kredite hat, wie lange die Laufzeit ist, wie hoch dieser Kredit ist, etc. Es bleibt allerdings vertraulich, wo der Kunde einen Kredit aufgenommen hat.

Grauzone Score

Was bei Verbraucherschützern sehr umstritten ist, ist allerdings der sogenannte „Score“, den die Schufa erstellt.  Damit will die Schufa errechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde vertragstreu ist. Je nach Branche wird dieser Score individuell erstellt. So bekommt ein Versandhändler einen anderen Score über eine Person mitgeteilt als eine Bank. Allerdings ist die Berechnung dieses Scores intransparent. Außerhalb der Schufa weiß man nicht, wie der Score berechnet wird – und die Schufa selbst bleibt dabei sehr vage.

Was man allerdings sagen kann ist, dass man als braver Bürger, der seine Rechnungen fristgerecht bezahlt und auch nicht übermäßig hohe Schulden hat, mit der Schufa sehr gut leben kann. Ohne dass einem dadurch Nachteile entstehen würden. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob es überhaupt notwendig ist, dass Daten in diesem verhältnismäßig großen Ausmaß gesammelt werden, wenn sie doch (angeblich?) keinen Nutzen haben.

von Susanne Herrenbrück

2 Kommentare

  1. BGH-Urteil: Schufa darf ihr Geheimnis wahren
    29. Januar 2014, 11:36

    […] da sie für die Schufa ein „schutzwürdiges Interesse“ gesehen hatten, das über dem Anspruch der Kunden auf eine detaillierte Auskunft […]

  2. Was bedeutet Privatinsolvenz?
    13. März 2014, 14:29

    […] oft noch nicht aus der Welt. Eine Privatinsolvenz bedeutet immer einen negativen Schufa-Eintrag, der erst drei Jahre nach Ende des Insolvenzverfahrens gelöscht wird. Der Eintrag bedeutet auch […]

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