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Steuerberatung
Brauche ich professionelle Steuerberatung? Wir erklären, wann Hilfe bei der Steuererklärung lohnenswert ist und wie hoch die Kosten für eine Steuerberatung ausfallen.
von Laura Hoffmann
Steuerberatung – Wann sich professionelle Unterstützung lohnt. Steuerberatung lohnt sich insbesondere fuer Selbstaendige
© andrei_r / iStock

Eine Steuerberatung ist für viele Arbeitnehmer nicht nötig. Wer lediglich einer nicht-selbständigen Tätigkeit nachgeht und keine Kapitalanlage in Form einer vermieteten Immobilie hat, kann die Steuererklärung in der Regel selbst machen.

Für Selbständige oder Arbeitnehmer, die nebenher ein Gewerbe angemeldet haben, ist eine professionelle Steuerberatung allerdings hilfreich. Ob Sie sich von einem Steuerberater betreuen lassen oder nicht, hängt demnach von Ihrer individuellen Situation ab. Eine Steuerberatung ist immer dann sinnvoll, wenn Ihre Steuerersparnis dadurch höher ist als die Kosten für die Beratung.

Wann lohnt sich eine professionelle Steuerberatung?

Eine professionelle Steuerberatung ist in erster Linie für Steuerpflichtige zu empfehlen, die mit einer deutlichen Erstattung rechnen. Wenn Sie von einer Rückzahlung von mindestens 1.000 Euro ausgehen, lohnt sich die Beauftragung eines Steuerberaters häufig. Umstände, die eine so hohe Erstattung möglich machen, kann etwa eine vermietete Eigentumswohnung sein, für die Sie hohe Abschreibungen geltend machen möchten.

Doch auch, wenn Ihnen etwa aus beruflichen Gründen die Zeit fehlt, um Ihre Steuererklärung selbst zu machen, können Sie einen Fachmann oder eine Fachfrau damit beauftragen.

Um herauszufinden, ob eine Steuerberatung für Sie angebracht ist, können Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Haben Sie Zeit, die Steuererklärung selbst zu machen?
  • Ist die Steuererklärung einfach genug und für Sie so durchschaubar, dass Sie sie selbst richtig machen können?

Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten könne, brauchen Sie keine professionelle Steuerberatung,

  • Gibt es sehr komplizierte Sachverhalte, die zu berücksichtigen sind (wie etwa die Versteuerung von Spekulationsgewinnen oder Abschreibungen auf den Erwerb von Immobilien)?
  • Könnte ein Profi mit seinem Fachwissen eventuell eine höhere Rückzahlung an Steuern erzielen?
  • Haben Sie gerade eine Scheidung hinter sich und wollen die Kosten von der Steuer absetzen?
  • Haben Sie gerade eine Erbschaft erhalten, die zu versteuern ist?

Wer als Arbeitnehmer diese Fragen mit Ja beantwortet, sollte einen Steuerberater einschalten.

Steuerberatung für Selbstständige

Ganz anders sieht es bei Selbständigen aus. Wer als Freiberufler und Gewerbetreibender ein kleines Unternehmen führt, kann die Steuererklärungen unter Umständen noch selbst machen und benötigt keine professionelle Beratung.

Wenn Sie ein Gewerbe mit Umsatzsteuerpflicht führen, für Mitarbeiter eine Lohnbuchhaltung führen müssen oder wenn es um Firmenbeteiligungen geht, sollten Sie allerdings einen Fachmann für die steuerliche Würdigung einschalten.

Welche Kosten fallen für eine Steuerberatung an?

Die Leistungen, die ein Steuerberater für Sie erbringt, kosten Geld. Die Kosten für eine Steuerberatung sind seit 2013 in der Vergütungsordnung für Steuerberater festgeschrieben. Sie unterteilen sich auf fünf Tabellen, in denen genau dokumentiert ist, welche Leistungen ein Steuerberater erbringen kann und was sie kosten dürfen.

Bei der Berechnung spielen verschiedene individuelle Faktoren eine Rolle. So etwa die nötige Zeit für die Steuerberatung sowie der Sachwert. Dieser entspricht in der Regel dem Ertrag, den der Kunde erwirtschaftet hat. Bei einem durchschnittlichen Einkommen in Höhe von 30.000 Euro liegt das Honorar für die Steuerberatung in einer Größenordnung von 165 Euro bis 1.160 Euro. Das macht deutlich, wie unterschiedlich der Aufwand sein kann und in welcher Bandbreite die Kosten ausfallen können.

Bei einem Verdienst von 60.000 Euro kann das Honorar zwischen 230 Euro und 1.700 Euro liegen, der Durchschnitt beträgt etwa 800 Euro. Die Preise variieren so stark, weil sie in der Regel nach Wertgebühren ermittelt werden. Der Steuerberater kann seine Gebühren im eigenen Ermessen festlegen, wobei er die Schwierigkeit und den Wert der gesamten Angelegenheit als Grundlage ansetzt. Die Kosten richten sich also explizit nicht nach der Höhe der Steuererstattung, mit der der Kunde rechnet.

Welche Alternativen gibt es?

Wer sich eine Steuerberatung nicht leisten kann oder möchte und trotzdem eine Steuererklärung abgeben will oder muss, kann dazu eine handelsübliche Software nutzen. Die meisten IT-Tools sind günstig und Sie können sie über mehrere Jahre nutzen. Die Programme sind leicht zu bedienen und bieten auf viele steuerliche Fragen eine Antwort. Auch das richtige Ausfüllen der Unterlagen wird mit solchen Programmen erleichtert.

Auch das ELSTER-Formular oder MeinELSTER erleichtert die Steuererklärung und kann von jedem genutzt werden. Das ELSTER-Formular ist für die Abgabe der Steuererklärung noch bis Ende 2020 nutzbar, die Steuererklärungen für 2020 sind nur noch über MeinELSTER abzugeben. Diese Software funktioniert browserbasiert und ist kostenlos.

Sofern Sie eine Beratung benötigen, lohnt sich der Gang zu einem Lohnsteuerhilfeverein in Ihrer Nähe. Hier erhalten Sie eine ähnliche Beratung wie bei einem Steuerberater. Außerdem hilft man Ihnen beim Ausfüllen der Steuererklärung. Finanziert wird die Beratung über einen Mitgliedsbeitrag, der deutlich günstiger ist als die Beratung beim Steuerberater.

Woran erkenne ich einen guten Berater?

Hinsichtlich der fachlichen Qualifikation gibt es keine großen Unterschiede zwischen SteuerberaterInnen. Manche Berater haben sich allerdings auf bestimmte Berufsgruppen spezialisiert und betreuen vorrangig Selbständige, Handwerker, Künstler oder Start-ups.

Wenn Sie nach einer guten Steuerberatung suchen, kommt es vor allem darauf an, ob das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen stimmt. Dazu bieten viele Berater ein kostenfreies Erstgespräch an.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Beratung Ihren Vorstellungen entspricht, sollten Sie eine weitere Erstberatung bei einem anderen Steuerberater machen. Ein Wechsel zu einem späteren Zeitpunkt, wenn bereits erste Steuererklärungen abgegeben sind und eine erste Korrespondenz mit dem Finanzamt geführt wurde, ist zwar möglich, aber mit Aufwand verbunden. Diese Zeit sparen Sie, wenn Sie Ihren Steuerberater sorgfältig und in Ruhe auswählen.

von Laura Hoffmann
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