Ist die gesetzliche Unfallversicherung für Selbständige sinnvoll?
Der Bundesverband der Freien Berufe rät Selbständigen dazu, sich nicht nur bei den privaten Unfallversicherern nach Angeboten zu erkundigen, sondern auch bei gesetzlichen Unfallversicherungen anzufragen.

Denn deren Angebote haben den Vorteil, dass ihre Leistungen dem Versicherten schon zu einem früheren Zeitpunkt zugänglich sind. Auch stehen ihm dann die Leistungen der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) zur Verfügung.

Gesetzliche und private Unfallversicherung im Vergleich

Bei der Wahl ihrer Unfallversicherung haben die Selbständigen die Auswahl zwischen gesetzlichen und privaten Angeboten. Der Bundesverband der Freien Berufe rät den Selbständigen nun dazu, die Angebote der gesetzlichen Unfallversicherung nicht im Vorhinein schon auszuschlagen.

Denn obwohl sie im Gegensatz zu den privaten Angeboten keinen weltweiten Schutz zu jeder Zeit bieten und nur bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten den Versicherten unter Versicherungsschutz stellen, haben auch sie ihre Vorteile: Wo die private Unfallversicherung ihre Leistungen erst dann dem Versicherten zur Verfügung stellt, wenn das Unfallopfer bereits bleibende gesundheitliche Schäden erlitten hat, unterstützt die gesetzliche Unfallversicherung ihre Versicherten von dem Moment an, in dem die Reha beginnt.

Die Leistungen der VBG: Große Vorteile für Selbständige

Ein weiterer Grund für Selbständige, sich für die gesetzliche Unfallversicherung zu entscheiden, sind die Leistungen der VBG. Zum Leistungskatalog der VBG gehört, dass sie dem Unfallopfer die Aufgabe abnimmt, die medizinische Behandlung selbst organisieren zu müssen. Sollten beim Selbständigen infolge des Unfalls körperliche Behinderungen auftreten, sorgt die VBG für ein behindertengerechtes Umfeld und kümmert sich darum, dass das Unfallopfer wieder einem Beruf nachgehen kann. Diese Sonderleistungen erhält nur ein VBG-Versicherter.

Auch erhält das Unfallopfer von der VBG im Fall, dass der Unfall die Invalidität des Selbständigen verursacht hat, eine monatliche Rentenzahlung. Wie hoch diese Verletztenrente ausfällt, richtet sich danach, wie viel der Versicherte vorher eingezahlt hat. Ab einer geleisteten Summe in Höhe von 31.500,- € steht dem Versicherten die Verletztenrente zu. Er erhält von seiner Unfallversicherung maximal 5.600,- € im Monat.

von Johanna Schödel
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