KFZ-Versicherung

KFZ Versicherung Wechsel

Alle Jahre wieder haben Autobesitzer zum 30.11. die Möglichkeit, die Versicherungsgesellschaft zu wechseln. Laut einer Studie werden die Policen 2017 im Schnitt 3 % günstiger. Im Einzelfall können Verbraucher bis zu 850 € sparen.

KFZ Versicherung Wechsel

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© mariok / 123RF

In wenigen Wochen beginnt in der Kraftfahrzeugversicherung wieder das Jahresendgeschäft: Wer seinen Versicherer zum 01. Januar wechseln möchte, muss den alten Versicherungsvertrag spätestens am 30. November kündigen. Stiftung Warentest weist pünktlich zu diesem Stichtag darauf hin, dass Kenner der Branche wohl erneut mit einer starken Wechselwelle rechnen. Sie wird auch durch die immensen Preisunterschiede befeuert, die die Analysten der Verbraucherschutzinstitution kürzlich erneut festgestellt haben. Doch wie führt man einen Wechsel der Kfz-Versicherung durch, und worauf sollten Versicherte unbedingt achten?

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Ein Onlinerechner hilft beim Vergleich

Die besten Preise für den nötigen Versicherungsschutz ermittelt man am besten mit einem Tarifrechner, wie er im Internet von mehreren Anbietern zur Verfügung gestellt wird. Diese Internetrechner funktionieren recht einfach. Anhand der Fahrzeugdaten, der persönlichen Daten des Fahrzeughalters und der Angaben zum gewünschten Versicherungsschutz erstellt der Rechner eine kompakte Übersicht über die gängigen Tarife am Markt. Der Versicherungsnehmer kann den bevorzugten Versicherungsschutz nach seinem Bedarf ausrichten und die wichtigsten Rahmenbedingungen selbst festlegen. Dazu gehören unter anderem die Höhe der gewünschten Selbstbeteiligung in der Haftpflicht und in der Fahrzeugversicherung oder die Ausweitung des Versicherungsschutzes auf weitere Fahrer.

Mit diesen Daten vergleicht der Rechner dann alle Tarife und stellt anhand der Versicherungsprämie eine Übersicht zusammen. Der Versicherte kann so auf einen Blick erkennen, welche Tarife besonders günstig sind und welche Kandidaten eher teuer sind. Grundsätzlich ist die Nutzung eines solchen Onlinerechners also sehr zu empfehlen, wenn man sich einen ersten Überblick über die preiswerten und die teuren Anbieter verschaffen will. Dass auch in diesem Jahr enorme Preisunterschiede gegeben sind, bestätigte Stiftung Warentest in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Autofahrer sollten die Gelegenheit zum Jahresende also nutzen und einen Vergleich der Versicherungsprämien durchführen, um bei Bedarf auch den Wechsel anzustoßen.

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Diese Kriterien treiben den Preis in die Höhe

Mit Hilfe des Onlinerechners finden Versicherte sehr schnell heraus, welche Faktoren die Kosten für den Versicherungsschutz erhöhen. Natürlich weiß man, dass Marke und Modell sowie der Hubraum die Versicherungsprämie stark beeinflussen. Auch der gewünschte Versicherungsschutz für die Haftpflicht und die Fahrzeugversicherung sowie die Höhe der Eigenbeteiligung bestimmen den Preis. Doch darüber hinaus findet man in einem Tarifrechner noch sehr viele weitere Faktoren, die die Kosten beeinflussen. Die meisten Vergleichsrechner sind so aufgebaut, dass man die eigenen Eingaben leicht verändern kann und dadurch die Auswirkungen auf die Versicherungsprämie bequem prüfen kann. Es kann sich durchaus lohnen, das eine oder andere Kriterium einmal zu verändern und zu schauen, wie sich der Preis für den Versicherungsschutz erhöht oder reduziert.

Beispielsweise gehen die Kosten stark in die Höhe, wenn ein junger Autofahrer im Versicherungsschutz berücksichtigt werden muss. Wenn das Fahrzeug nicht nur vom Versicherungsnehmer gefahren wird, sondern ein Fahrer gerade erst den Führerschein gemacht hat, erhöht sich das Risiko für den Versicherer. Er wird deshalb die Versicherungsprämie hoch ansetzen, um den Versicherten an diesem Risiko zu beteiligen. Auch die jährliche Kilometerleistung hat Einfluss auf die Versicherungskosten. Je mehr der Fahrer unterwegs ist, desto größer ist das Unfallrisiko für die Versicherung. Mit der Kilometerleistung steigen also auch die Versicherungsprämien. Wichtig ist auch die Werkstattbindung. Viele Versicherer haben spezielle Abkommen mit einzelnen Werkstätten, mit denen sie sehr gut und kostengünstig zusammenarbeiten. Wenn ein Versicherungsschaden geltend gemacht wird, muss der Versicherte das Fahrzeug bei einem Tarif mit Werkstattbindung in einer Vertragswerkstatt des Versicherers reparieren lassen. Geschieht dies nicht, kann der Versicherer die Zahlung der vollen Leistung verweigern. Meist werden dann nur etwa 80 Prozent der Rechnung erstattet. Eine Werkstattbindung kann sich rentieren, denn der Versicherungsnehmer kann die normalen Wartungen und Inspektionen natürlich in jeder beliebigen Werkstatt durchführen. Lediglich wenn eine Leistung durch den Versicherer erbracht werden soll, würde man den Wagen in die Vertragswerkstatt geben. Eine Werkstattbindung kann so ein interessanter Kniff sein, um die Kosten für den Versicherungsschutz zu reduzieren. Und schließlich ist auch der Rabattschutz ein Hebel, der die Prämie verteuert. Zwar sichert der Rabattschutz den Erhalt der Schadensfreiheitsklasse nach einem Unfall mit Kostenübernahme durch den Versicherer zu, doch ob sich dieser Schutz auf Dauer lohnt, muss im Einzelfall geprüft werden. Es kann durchaus sein, dass der Versicherer bei Vereinbarung eines Rabattschutzes über viele Jahre hinweg nämlich unverhältnismäßig teuer wird. Der nächtliche Abstellort ist ein weiteres Kriterium, das für einen teuren Versicherungsschutz sorgen kann. Wer das Fahrzeug jede Nacht auf der Straße stehen lässt, muss mit höheren Kosten rechnen als ein Fahrzeughalter, der einen eigenen Carport oder sogar eine abschließbare Garage hat.

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So schließt man einen neuen Vertrag ab

Sofern der alte Versicherer die Kündigung akzeptiert hat und man die neue Gesellschaft anhand des Tarifvergleichs ermittelt hat, kann man den Vertrag aus dem Rechner heraus gleich online abschließen. Diese Möglichkeit bieten die meisten Tarifrechner als Zusatzleistung an. Nach dem Onlineabschluss erhält der Versicherte alle Vertragsdaten und die elektronische Versicherungskarte per E-Mail oder als Download zugeschickt. Der langwierige Versand der Unterlagen auf dem Postweg entfällt dadurch. Der neue Versicherungsschutz ist dann innerhalb von wenigen Minuten abgeschlossen, ein persönlicher Termin in der nächsten Niederlassung des Versicherers ist nicht mehr notwendig.

Autor
Thomas Schulz
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