Riester-Rente

Was tun bei undurchsichtigen Riester-Policen?

Wer eine Riester-Rente abschließen möchte, bekommt leider viel zu oft undurchsichtige Verträge vorgelegt. bbx.de verrät, was man dagegen tun kann.

Die Riester-Rente scheint bisweilen schlechter zu sein als ihr Ruf, wenn man Versicherungsexperten Glauben schenken mag. Gebühren sind intransparent ausgewiesen und fressen zum Teil die Zulagen beinahe oder völlig auf, manch eine Police ist für den Kunden im Aufbau nicht zu durchschauen.

Riester-Rente und eine lange Klage

Das Problem ist nicht neu. Schon seit Jahren beklagen Verbraucherschützer zu hohe und vor allem zu komplexe Gebühren, so dass der Inhaber der Police am Ende nichts mehr von den Zulagen für die Riester-Rente haben könnte. Zwar werden Mindestrenten garantiert, aber Gebühren so gestaltet, dass nicht einmal Profi-Tester von Stiftung Warentest sie durchschauen. Dabei muss jede Police laut Gesetz die Gebühren in Euro ausweisen.

Insgesamt hat das der Riester-Rente keinen Abbruch getan, sie zählt mit Abstand zu den beliebtesten Altersvorsorgeprodukten der Deutschen. Einige Anbieter erhalten auch immer wieder gute Noten, andere hingegen schneiden sehr schwach ab. So kann es passieren, dass bei einer fondsgebundenen Riester-Rente eines Anbieters die Gebühren zum Ende der Laufzeit doppelt so hoch wie die staatlichen Zulagen geworden sind. Sollte der Fonds keine Gewinne erwirtschaften, könnte der Sparer mit der Police Einbußen in Kauf nehmen müssen.

Was können Sparer tun?

Verbraucherschützer raten daher, beim Abschluss der Riester-Rente auf die Rentengarantie zu achten. Womöglich könnte es in einigen Jahren heißen: Finger weg von der fondsgebundenen Rente. Man kann den Anbieter auch wechseln, wenn die Gebühren zu undurchschaubar oder teuer erscheinen. Dabei entstehen Kosten zwischen 50,- € und 100,- €.

Wer sich den teuren Wechsel ersparen will, hat eine weitere Möglichkeit: Er kann den alten Vertrag beitragsfrei stellen lassen und eine neue Riester-Police abschließen. Auf den alten Vertrag gibt es später eine Mini-Rente.

Ein weiteres Problem stellt sich bei der Beantragung der Zulagen. 15 % der Riester-Sparer vergessen das schlicht. Es wird daher zu einem Dauerzulagenantrag geraten, der für den jährlichen staatlichen Bonus automatisch sorgt.

Autor
Susanne Herrenbrück
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung