Wohn-Riester

Zulagenantrag für den Wohn-Riester / die Riester-Rente

Viele Verbraucher haben die Vorteile einer Riester-Rente erkannt und einen Vertrag für die private Altersvorsorge abgeschlossen. Vor allem die staatliche Förderung für eine Riester-Rente, die in gleicher Form auch für einen Wohn-Riester gilt, macht das private Sparen so attraktiv. Allerdings müssen die Versicherten darauf achten, dass sie rechtzeitig den Zulagenantrag für die staatliche Förderung stellen, damit ihnen kein Geld verloren geht.

Die staatliche Förderung bei der Riester-Rente

Die staatliche Förderung bei einer Riester-Rente und beim Wohn-Riester besteht aus der Grundzulage, aus der Kinderzulage für alle Kinder, die Kindergeld erhalten, aus möglichen Steuererstattungen sowie aus einem einmaligen Bonus für alle Versicherten, die bei Erstabschluss eines Riester-Vertrages jünger als 25 Jahre sind.

Damit ein Versicherter die vollen staatlichen Zulagen für seine Riester-Rente oder für seinen Wohn-Riester erhält, muss er im laufenden Jahr mindestens 4 % seines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr in den jeweiligen Riester-Vertrag einzahlen. Der Mindestbetrag liegt bei 60,- €, während die Höchstgrenze 2.100,- € einschließlich der staatlichen Zulagen beträgt.

So wird der Zulagenantrag für die staatliche Förderung einer Riester-Rente gestellt

Jeder gute Anbieter einer Riester-Rente oder eines Wohn-Riesters weist den Versicherten darauf hin, dass er den Zulagenantrag nur einmal stellen muss. In der Regel erhält der Versicherte das entsprechende Antragsformular mit Abschluss der Riester-Rente oder des Wohn-Riesters ausgehändigt.

Der Versicherte sollte darauf achten, dass der Anbieter der Riester-Rente ihm einen sogenannten Dauerzulagenantrag vorlegt. Durch diesen speziellen Zulagenantrag beantragt der Anbieter der Riester-Rente jedes Jahr die staatlichen Zulagen für den Versicherten.

Um die staatliche Förderung zu erhalten, muss der Versicherte seine persönlichen Daten, seine Sozialversicherungsnummer und die Anzahl seiner Kinder, für die er Kindergeld erhält, angeben. Nach Prüfung aller Angaben wird die staatliche Förderung direkt dem Riester-Vertrag gutgeschrieben und der Versicherte erhält eine schriftliche Bestätigung über die Zahlung.

Die Pflichten des Versicherten in Bezug auf die staatliche Förderung einer Riester-Rente

Der Versicherte beziehungsweise der Riester-Anbieter muss den jährlichen Zulagenantrag jeweils innerhalb von zwei Jahren stellen. Sollen frühere Kindererziehungszeiten berücksichtigt werden, muss der Versicherte eine entsprechende Bescheinigung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen.

Außerdem muss der Versicherte dafür sorgen, dass der Riester-Anbieter immer über die aktuelle Lebenssituation des Sparers informiert ist. So müssen zum Beispiel eine Heirat, die Geburt eines Kindes, der Wegfall von Kindergeld oder eine Gehaltserhöhung umgehend mitgeteilt werden.

Versäumt der Sparer seine Mitteilungspflicht und erhält er wegen der falschen Angaben in dem Zulagenantrag eine zu hohe staatliche Förderung für seine Riester-Rente, wird der zu viel gezahlte Betrag im Folgejahr wieder abgezogen.

Autor
Charlotte Bodinek
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