Unfallversicherung

Wie schützt man sich vor Betrug in der Unfallversicherung?

Die Warnungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sind ernst zu nehmen. Denn immer mehr Betrüger nutzen die Einführung einer neuen DGUV-Vorschrift vom 01.01.2011 aus.

Diese beinhaltet neue Regelungen zum Einsatz von Betriebsärzten und Fachkräften in Unternehmen, mit dem Ziel, Sicherheits- und Arztpersonal besser an die Bedürfnisse eines Unternehmens anzupassen. Bezüglich dieser Vorschrift herrscht große Unsicherheit in vielen Betrieben, was sich Betrüger zu Nutzen machen.

Die Betrüger versuchen, an die Betriebe Waren zum Arbeitsschutz auf höchst unseriöse Art und Weise zu verkaufen. Zu diesem Zwecke behaupten die Betrüger, dass sie im Auftrag des jeweiligen Unfallversicherungsträgers anrufen und drängen die Betriebe schließlich zum Abschluss eines Kaufvertrags am Telefon. Wenn sich die Betriebe sträuben, dann versuchen die Betrüger ihnen Angst einzujagen: Sie drohen unter anderem mit Kontrollbesuchen der Polizei, wenn der Betrieb nicht auf das Angebot eingeht.

Keiner der Anrufer handelt im Auftrag der DGUV!

Nachdem sich die Vorfälle gehäuft haben, warnt die DGUV nun vor solchen unseriösen Anrufen durch Betrüger. Betriebe und Unternehmen dürften die Betrüger eigentlich überhaupt nicht beachten, da die Broschüren, Plakate und Seminare normalerweise kostenlos seien. Außerdem würde der Unfallversicherungsträger weder seine eigenen, noch externe Mitarbeiter damit beauftragen, Betriebe anzurufen, um Unternehmen Schulungen oder Informationsmaterial gegen Gebühr anzubieten. Denn der Unfallversicherungsträger handhabt es zwecks solcher Angebote so, dass sich der Unternehmer selbst an den Unfallversicherungsträger wenden muss.

Außerdem würden erst recht niemals Kontrollen durchgeführt. Damit wollen die Betrüger den Firmen einfach nur Angst einjagen, um den Abschluss eines Kaufvertrags am Telefon herbeizuführen. Außendienstmitarbeiter der DGUV müssen sich generell immer durch einen Dienstausweis ausweisen. Wenn er dies nicht kann, so sollte ihm der Zugang zum Betriebsgelände verwehrt werden – denn dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Betrüger.

Autor
Johanna Schödel
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