Unfallversicherung

Versicherungsbedingungen: Wann zahlt die private Unfallversicherung?

Wie der Name schon sagt, greift die private Unfallversicherung im Falle eines Unfalls - und zwar dann, wenn dieser für die oder den Versicherten einen gesundheitlichen Schaden zur Folge hat. Krankheiten bzw. Erkrankungen sind von dieser Regelung ausgenommen.

Eine genaue Definition des Begriffs „Unfall“ gibt §1 der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB)  vor: “Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“

Auch wenn eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule zu Verletzungen von Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern oder Kapseln führt, fällt das unter diese Definition. Allerdings stellen solche Fälle bzgl. desVersicherungsschutzes Grenzfälle dar, die meistens individuell geprüft und entschieden werden müssen und nicht automatisch versichert sind. Es lohnt sich, die Versicherungsbedingungen der einzelnen Anbieter sorgfältig zu prüfen und zu vergleichen, da diese unterschiedlich sein können.

Leistungsausschlüsse bei der Unfallversicherung

Doch auch wenn ein Unfall mit gesundheitlichen Folgen vorliegt, gibt es Ausnahmen, die nicht unter den Versicherungsschutz fallen. So sind Unfälle, die durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen, epileptische Anfälle, Schlag- und Krampfanfälle ausgelöst werden oder sich unter Alkohol- oder Rauschmitteleinfluss ereignen, durch die Versicherungsbedingungen ausgeschlossen.

Auch Unfälle, die in Zusammenhang mit Kriegs- oder Bürgerkriegsgeschehnissen einhergehen, sind vom Versicherungsschutz ausgenommen. Außerdem ist man als Führer, Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Luftfahrzeugs durch die private Unfallversicherung nicht versichert, auch nicht als Führer, Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines motorisierten Fahrzeugs, wenn es um die Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten geht. Des Weiteren sind alle Unfälle, die direkt oder indirekt durch Kernenergie verursacht werden, vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Im Allgemeinen gilt aber, dass die private Unfallversicherung im Falle einer durch einen Unfall verursachten Invalidität und Erwerbsunfähigkeit zahlt. Tritt diese durch einen Unfall verursachte Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfallgeschehen ein und wird dies innerhalb weiterer drei Monate durch einen Arzt bestätigt, genießt man in der Regel den vollen Versicherungsschutz.

Autor
Johanna Schödel
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung