Unfallversicherung

Unfallstatistik

Viele Menschen haben schon erfahren, wie schnell ein Unfall geschehen kann. Trotzdem gibt es keine einheitliche Erfassung aller Unfälle, die sich in der Bundesrepublik Deutschland innerhalb eines Jahres zutragen.

Stattdessen werden die Unfälle nach den unterschiedlichen Lebensbereichen der Menschen erfasst, indem die Daten verschiedener Statistiken zusammengestellt bzw.geschätzt werden.

So wurde z.B. aus den Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherung – der Statistik über die Unfälle im Straßenverkehr und aus der Todesfallstatistik – ermittelt, dass im Jahr 2010 etwa 10,1 % der Wohnbevölkerung Verletzungen durch Unfälle erlitten haben. Das entspricht rund 8,25 Millionen Menschen! Bei circa 0,02 % der Wohnbevölkerung verliefen die Unfälle sogar tödlich, das entspricht 20.243 Unfalltoten im Jahr 2010.

Aus diesen Zahlen lässt sich schnell herauslesen, wie wichtig eine entsprechende Versicherung ist. Das hat auch der Staat erkannt und darum die gesetzliche Unfallversicherung als einen Versicherungszweig in die Sozialversicherung in Deutschland aufgenommen. Daneben bieten zahlreiche Versicherungsgesellschaften private Unfallversicherungen an, die die Versicherten auch bei Unfällen im Haushalt oder in der Freizeit absichern.

Anzahl der Unfallverletzten (in Millionen) in 2010:*

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Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit

Die gesetzliche Unfallversicherung wird in Anspruch genommen, wenn sich ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz selbst oder auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause ereignet. Neben den Arbeitsunfällen zählen auch Wege zum Kindergarten, zur Schule oder zur Universität beziehungsweise Unfälle an diesen Orten zu den Ereignissen, bei denen die gesetzliche Versicherung in Kraft tritt.

Wenn man bedenkt, dass im Jahr 2010 etwa 10,5% der Arbeitsunfälle incl. der Wegeunfälle Verkehrsunfälle waren und dass circa 3,6 % der Schüler und Studenten in einen Verkehrsunfall verwickelt waren, sieht man, wie wichtig die gesetzliche Versicherung ist. So erhalten die Verunglückten beziehungsweise ihre Angehörigen Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung in Form von medizinischen Behandlungen, Rehabilitationsmaßnahmen, Verletztengeld, Verletzten- und Hinterbliebenenrente oder Heilbehandlungen, die der Wiederherstellung der Berufstätigkeit dienen.

Unfälle im Haushalt oder in der Freizeit

Jedes Jahr erleiden rund 5,36 Millionen Menschen in Deutschland einen Unfall im Haushalt oder in der Freizeit. Von allen tödlichen Unfällen, die innerhalb eines Jahres geschehen, ereignen sich etwa 36 % im häuslichen Bereich. Daneben erfolgen ca. 35 % der Unfälle mit Todesfolge in der Freizeit, wobei die Statistik hier auch Sport- und Spielunfälle mit erfasst.

An diesen hohen Zahl kann man sehen, wie wichtig auch eine private Unfallversicherung ist: Nach einem Unfall im Haushalt oder in der Freizeit erhält der Versicherte Leistungen aus der privaten Versicherung entweder als eine einmalige Zahlung oder als Rente.

Je nach den Vereinbarungen, die der Versicherungsnehmer mit der privaten Unfallversicherung geschlossen hat, werden auch kosmetische Operationen nach einem Unfall bezahlt oder Kurkostenbeihilfen gewährt. Weitere Leistungen, die die private Versicherung zahlt, sind Krankenhaustagegeld, Sofortleistungen bei schweren Verletzungen, die Übernahme von Bergungskosten nach einem Unfall oder Leistungen nach Knochenbrüchen.

Anzahl der Unfalltoten in 2010:*

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*Quelle ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Autor
Johanna Schödel
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung