Riester-Rente

Wie flexibel ist die Riester-Rente?

Genau wie die staatlich geförderte Altersvorsorge wird die Riester-Rente erst bei Rentenbeginn ausgezahlt (und frühestens ab einem Alter von 60 Jahren), sie weist jedoch eine recht hohe Flexibilität auf.

Nur 70 % des angesparten Vermögens muss man sich als monatliche Leibrente auszahlen lassen. Was die restlichen 30 % anbelangt, kann der Sparer vom sogenannten Kapitalwahlrecht profitieren.

Was ist erlaubt und was nicht?

Eine Riester-Rente kann im Gegensatz zu beispielsweise Kapitallebensversicherungen nicht beliebig beliehen werden. Allerdings beweist die Riester-Rente in einem anderen Punkt große Flexibilität: Es kann Geld aus dem Riester-Guthaben entnommen werden, um selbstgenutztes Wohneigentum mitzufinanzieren (vgl. Wohn-Riester).

Zudem lassen sich die Beiträge jederzeit anpassen und es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Sonderzahlungen zu leisten.

Flexibilität bei Arbeitslosigkeit und Pfändung

Im Falle einer (längeren) Arbeitslosigkeit und dem Bezug von Hartz IV muss die Riester-Rente nicht eingesetzt werden, wie es bei einer herkömmlichen Lebensversicherung der Fall ist. Konkret heißt das: Auch bei Arbeitslosigkeit und drohender Pfändung wird die Riester-Rente nicht angegriffen und ist – im Unterschied zu anderen Vermögenswerten – sicher, denn die eingezahlten Beiträge müssen zu Beginn der Auszahlungsphase auf jeden Fall zur Verfügung stehen.

Autor
Charlotte Bodinek
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung