Riester-Rente

Ist ein Ausstieg aus einem Riester-Renten-Vertrag möglich?

Prinzipiell ist ein Ausstieg aus einem Riester-Renten-Vertrag natürlich möglich. Allerdings stellt sich die Frage, wie sinnvoll ein Ausstieg ist und welche Konsequenzen er hat.

Bei einem Ausstieg aus der Riester-Rente müssen alle Zulagen zurückgezahlt sowie die erhaltenen Steuervorteile beglichen werden. Dabei sind die staatlichen Zulagen nur unverzinst zurückzuzahlen. Die Erträge, die bereits erwirtschaftet wurden, bleiben erhalten, müssen jedoch versteuert werden, ebenso wie die Kursgewinne, die im Gesamtvermögen enthalten sind.

Ausstieg vom Einzelfall abhängig

Prinzipiell ist es stark von der individuellen Situation abhängig, ob ein Ausstieg aus der Riester-Rente ratsam ist oder nicht.

Wer einen Riester-Fondssparplan hat, für den ist eine Kündigung der Riester-Rente nicht ratsam, denn es ist es möglich, dass das Guthaben aufgrund einer Krise auf dem Finanzmarkt unter die Summe der eingezahlten Beiträge gesunken ist. Zwar wird im Rahmen der Riester-Rente ein Kapitalerhalt garantiert, dieser greift aber erst zu Beginn der Auszahlungsphase. Bei einem vorzeitigen Ausstieg aus der Riester-Rente kann es daher möglicherweise zu einem immensen Verlust kommen.

Auch mit einer Riester-Rentenversicherung sollte die Riester-Rente nicht gekündigt werden. Davon ist – aufgrund der verhältnismäßig hohen Gebühren – besonders abzuraten, wenn der Vertrag erst vor kurzem abgeschlossen wurde, denn so ist es möglich, dass das komplette Guthaben bereits durch diese Gebühren aufgebraucht ist.

Eine Alternative zum Ausstieg aus dem Riester-Renten-Vertrag ist eine Beitragsfreistellung. So verzinst sich das Guthaben weiterhin, obwohl nicht mehr eingezahlt wird.

Autor
Charlotte Bodinek
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Letzte Aktualisierung