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Verbraucherzentralen und Co
Die Verbraucherzentralen sind gemeinnützige Vereine, die unabhängig und überwiegend öffentlich finanziert werden. Sie bieten einen Überblick über unübersichtliche Angebote und verschaffen dem Verbraucher einen Durchblick bei komplexen Marktbedingungen.
von Charlotte Ruzanski
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© Romolo Tavani/thinkstock

Die Verbraucher erhalten Beratung und Information zu Fragen des privaten Konsums sowie rechtlichen Beistand.

Die Dachorganisation der Verbraucherzentralen ist die „Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.“ in Berlin www.vzbv.de. Jedes Bundesland hat eine eigene Verbraucherzentrale, die für Information und Beratung zuständig ist:

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Der Verbraucherlotse des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist eine zentrale Anlaufstelle für Alltagsfragen. Telefonisch oder per E-Mail kann sich der Bürger über Verbraucherrechte beraten lassen.

Stiftung Warentest

Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest untersucht und vergleicht Waren und Dienstleistungen unterschiedlicher Anbieter. Verglichen werden Merkmale wie Nutzwert, Gebrauchswert und Umweltverträglichkeit. Darüber hinaus informiert sie den Verbraucher über wirtschaftliche Haushaltsführung und gesundheits-/umweltbewusstes Verhalten.

Schuldnerberatungsstellen

Da es keine gesetzliche Regelung in Deutschland gibt, darf sich letztlich jeder Schuldnerberater nennen unabhängig von Qualifikation, Ausbildung und der geleisteten Arbeit. Eingeschränkt ist durch das Rechtsdienstleistungsgesetzt (RDG) lediglich, was ein Schuldenberater machen darf. Dadurch ist es schwer, sich in dem großen Angebot von Schuldnerberatungsstellen zurechtzufinden und eine seriöse und qualifizierte Anlaufstelle zu finden.

Elementare Merkmale einer sozial orientierten Schuldnerberatung sind ein vertraulicher Umgang mit den persönlichen Daten, eine ganzheitliche Bereuung (d. h. nicht nur die finanzielle Lage der Betroffenen wird berücksichtigt sondern auch die psychosoziale Situation) sowie eine Betreuung während des gesamten Prozesses (von der Anamnese beim ersten Gespräch bis hin zur Nachbetreuung).

Kostenlose Schuldnerberatung bieten Wohlfahrtverbände und öffentliche Einrichtungen an. Auch die Caritas und die Diakonie sind gute Anlaufstellen. Städte und Kommunen geben in der Regel Hinweise und Tipps zum Schulden-Thema.

Darüber hinaus bieten auch Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare Schuldnerberatung an, hier muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese Beratung zwar qualitativ sehr hochwertig sein kann, dafür aber auch (hohe) Kosten anfallen.

Ein bundesweites Verzeichnis aller Schuldnerberatungsstellen bietet www.schuldnerberatungen.de. Die Seite ermöglicht einen ersten Überblick, allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass für die Seriosität der aufgeführten Beratungsstellen keine Garantie übernommen wird.

Das Forum Schulderberatung bietet die Möglichkeit sich mit anderen über Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Unter anderem sind hier auch einige Schuldnerberater aktiv. Außerdem bietet die Seite umfassende Informationen zu Schulden und Insolvenzverfahren. Ebenso die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V. (SAG SB).

Mieterverein

Fragen rund um sein Recht als Mieter richtet man am besten an einen Mieterverein wie den Mieterschutzbund oder Deutschen Mieterbund (DMB). Hier können Verbraucher sich helfen lassen, sich im komplizierten Mietrecht zurechtzufinden. Bei Problemen stehen die Vereine dem Mietern beratend zur Seite und bieten umfassende Hilfestellungen an.

Voraussetzung für die Beratung ist eine Mitgliedschaft. Nicht-Mitglieder dürfen aus rechtlichen Gründen nicht beraten werden (auch nicht gegen Gebührenrechnung).

Wer Mitglied in einem Mieterverein ist, kann die Rechtsberatung durch die Mitarbeiter des Vereins jederzeit in Anspruch nehmen und ist durch eine Rechtsschutzversicherung abgesichert, falls es bei einer Streitigkeit zu einem Prozess kommen sollte.

Die Mietervereine haben in vielen deutschen Städten eine Niederlassung, so dass kaum ein Mieter einen langen Weg zu einem Ansprechpartner hat.

von Charlotte Ruzanski
4 Kommentare

4 Kommentare

  1. Telefonterror: Was kann man gegen Werbeanrufe tun?
    26. Januar 2015, 10:45

    […] die Rufnummer, den Namen des Unternehmens und des Anrufers. Diese Daten können Sie sowohl bei den Verbraucherzentralen einreichen als auch bei der Polizei. Häufen sich die Anrufe, können Sie sogar Anzeige erstatten. […]

  2. Wie helfen die Verbraucherzentralen?
    6. April 2015, 08:00

    […] ein Problem hat und selbst nicht mehr weiter weiß. Natürlich muss man abwägen und sollte die Verbraucherzentralen nicht mit jeder Bagatelle behelligen. Vieles lässt sich schon im persönlichen Gespräch mit dem […]

  3. Risiken bei Sparverträgen
    8. April 2015, 08:19

    […] Beratungsgespräche vorzubereiten und mehrere Angebote vor einer Entscheidung einzuholen. Einige Verbraucherzentralen lehnen Bausparverträge hingegen ab, die Stiftung Warentest warnt explizit vor Bausparverträgen […]

  4. Gesetz zur leichteren Schlichtung vorgelegt
    1. Juni 2015, 10:42

    […] Lösung, der Gang zum Gericht dürfte in sehr vielen Fällen künftig entbehrlich werden. Verbraucherschützer begrüßten den Entwurf, von der Wirtschaft kommt indes Kritik. Die Unternehmen fürchten, dass sie […]

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