Berufsstart

Wo finde ich das richtige Jobangebot?

Es gibt nicht den einen Königsweg, um an den ersehnten Job zu kommen - Erfolg hat heutzutage, wer alle Möglichkeiten, die sich bei der Jobsuche bieten, zu nutzen versteht. Und das heißt, Stellenanzeigen in der Tageszeitung, Suchmaschinen und Jobportale durchforsten ...

Wer auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle ist, sollte als erstes online gehen. Denn Nummer 1 unter den Topquellen sind Jobportale im Internet. Studien zufolge recherchieren ca. 90 % der Arbeitssuchenden im Netz nach dem passenden Job.

Und auf diese Nachfrage haben Arbeitgeber längst reagiert, denn Jobangebote werden inzwischen fast standardmäßig auf den Firmwebsites unter dem Menüpunkt ‘Karriere’ oder ‘Jobs’ angeboten und meist parallel in Online-Jobbörsen eingestellt.

Die Klassiker: Jobportale im Netz

Meta-Jobseiten wie stepstone.de und monster.de oder auch jobscout24.de bieten ein enormes Angebot, denn man kann gezielt nach Region, Branche und Beschäftigungsart suchen. Außerdem lassen sich Suchanfragen bequem speichern und die offene Stellenanzeigen, die zum Suchprofil passen, abonnieren. Das spart Zeit.

Zudem sind die Stellenangebote kostenfrei einsehbar und es ist meist klar ersichtlich, wie aktuell die Anzeige ist.

Bedingt massentauglich: Stellenannonce in der Tageszeitung

Nicht zuletzt deshalb sind Annoncen in der Tageszeitung etwas aus der Mode gekommen, da sie einerseits den Kauf der Zeitung voraussetzen und für die Inserenten je nach Auflage des Blattes sehr teuer sind. Dieser Aufwand liegt meist nur für große Konzerne im Budget, die wiederum auch auf ihren Websites dieselben Angebote veröffentlichen.

 

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Die Statistik zeigt, welche Kanäle im letzten Jahr überwiegend für die Stellensuche genutzt wurden.

So sind im Stellenmarkt der Tageszeitungen in der Regel entweder hochdotierte Jobs aus Wirtschaft und Forschung, die bestimmte Qualifikationen voraussetzen, überdimensional vertreten – oder aber Stellenangebote aus dem Bereich Hauswirtschaft, Betreuung und Pflege, wo die Seriosität des Blattes die passenden Kandidaten ansprechen soll.

Je nach Berufsfeld und vorhandener Spezialisierung sollte man auch einen Blick in die Stellenangebote von Fachmedien oder bei Branchenportalen werfen. Denn für viele Fachrichtungen wird dort gezielt nach Nachwuchs gesucht.

Hilfestellung zu den passenden Suchportalen erteilt auch die Agentur für Arbeit, die darüberhinaus über eine eigene Jobbörse verfügt. Nach eigenen Angaben gar Deutschlands größtes Online-Jobportal.

Immer mehr im Trend: Networking

Immer mehr im Kommen ist heute die Jobvermittlung über Social Media. Das Portal XING war Vorreiter, inzwischen wird auch gerne via Facebook im Freundeskreis ein Praktikant oder neues Mitarbeiter gesucht. Allerdings ist hier auch Vorsicht geboten: In dieser Grauzone zwischen Privatem und Beruflichem erscheinen Posts von lustigen Schnappschüssen mit der Bierflasche in der Hand oder ähnlichem in einem eher ungünstigen Licht. Gerade auch bei der Jobsuche sollte man also sein Profil sehr sorgfältig pflegen!

Auch ein Blick nach hinten kann einen manchmal vorwärts bringen: Es lohnt sich durchaus, alte Kollegen oder Chefs aus früheren Arbeitsverhältnissen (vorausgesetzt natürlich, die Anstellung wurde nicht im Streit beendet) wieder zu kontaktieren und nach Vakanzen oder zukünftigen Projekten, die neues Personal erfordern, abzuklopfen. Der Vorteil hier: Ihre Talente sind hier bereits bekannt und Sie müssen sich nicht mehr neu verkaufen.

Und keine falsche Scheu – auf Jobsuche zu sein, ist kein Makel, sondern eine Chance. Diese Betrachtungsweise hilft sich auch in wenig aussichtsreichen Phasen zu motivieren und alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Denn was kann man bei einer proaktiven Suche verlieren?

Vielversprechend: Initiativbewerbungen

Zu guter Letzt kann man auf eigene Faust tätig werden. Denn wer genau weiß, welche Arbeit er zu welchen Konditionen aufnehmen möchte, hat mit einer Initiativbewerbung gute Aussichten auf Erfolg. Initiativbewerbungen, bei denen man sich quasi “ins Blaue hinein” beim Wunschunternehmen um Arbeit bewirbt, erfordern zum einen etwas Zeit für die Recherche, denn hier sollte man sich perfekt vorbereiten. Zum anderen braucht es ein bisschen Mut für die Kontaktaufnahme. Bestenfalls sollte man telefonisch den richtigen Ansprechpartner ermitteln und mit diesen die Lage kurz besprechen.

Außerdem ist Sorgfalt bei der Formulierung unerlässlich: Um die Chance nicht zu verspielen, sollte man Standardfloskeln auf jeden Fall vermeiden und konkret auf das jeweilige Unternehmen und das persönliche Interesse daran eingehen. Bestenfalls stehen Sie damit konkurrenzlos vor dem Traumjob – der Aufwand ist also durchaus lohnenswert.

Natürlich besteht auch immer die Möglichkeit, selbst ein Stellengesuch aufzugeben – was eventuell mit Kosten verbunden ist – oder im Internet ein Bewerberprofil anzulegen, zum Beispiel bei der Bundesagentur für Arbeit.

Wer also noch immer behauptet, es gebe einfach nicht das passende Angebot, hat mit Sicherheit noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft…

Autor
Johanna Schödel
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