Wie finde ich das passende Unternehmen?
Den richtigen Job zu finden, ist nicht unbedingt ein Kinderspiel. Denn nicht nur die Stellenbeschreibung muss passen, auch der Arbeitgeber an sich sollte ein Umfeld bieten, in dem man sich wohl fühlt. 
von Johanna Schödel
© thinkstock

Oft unterschätzt, ist dies dennoch elementar, damit nicht nach wenigen Wochen der ganze Eifer verpufft und der neue Job zum Albtraum wird.

Doch solche Enttäuschung lassen sich vermeiden. Und zwar, indem man im Vorfeld Gedanken macht und die eigenen Vorstellungen und Wünsche ganz genau benennt. Das funktioniert am besten, indem man das Wunschunternehmen quasi personifiziert vor Augen führt.

Wunschprofil zur Orientierung

Diese Fragen sollte man sich stellen:

  • Welche Werte gelten dort? Sind diese mir auch wichtig?
  • Welche Menschen arbeiten dort? Kann ich mir vorstellen, mit diesen jeden Tag zu tun zu haben? 
  • Und wie viele Kollegen sollen es sein? Arbeite ich gern allein oder im Großraumbüro?
  • Wie ist der Umgangston?
  • Sind die Hierachien flach? Oder wird eher arbeitsteilig und starr durchstrukturiert gearbeitet?
  • Wie gestaltet sich der Informationsfluss? Sind die Mitarbeiter ins Konzept eingebunden?
  • Wie stellt sich die Firma nach außen dar?
  • Welche Schwachstellen und Defizite bin ich gegebenenfalls bereit, in Kauf zu nehmen?

Als nächstes lassen sich Wunschvorstellung und Realität abgleichen.

Denn diese Kriterien lassen sich auch auf Unternehmen, die  eine für Sie interessante Stelle ausgeschrieben haben, anwenden. Anhand der öffentlich zugänglichen Informationen auf der Firmenwebsite oder in Branchen-Übersichten lassen sich die meisten Details bereits beantworten.

Sollte die Vorstellung vom suchenden Unternehmen dennoch lückenhaft sein, zögern Sie nicht, Details genauer zu recherchieren.

Dieses tatsächliche Profil vergleichen Sie dann Punkt für Punkt mit dem Wunschprofil. Bei allzu vielen Abweichungen können Sie auf eine Bewerbung vermutlich getrost verzichten.

Sich auf Augenhöhe zeigen

Sind Sie sich nicht schlüssig, ob die Arbeitsstelle ihren Wunschvorstellungen entspricht, nicht verzagen. Spätestens bei der Standardfrage im Vorstellungsgespräch: ‚Haben Sie noch Fragen?‘ bietet sich die Gelegenheit, das Bild des Unternehmens zu komplementieren.

Und nicht nur aus eigenem Interesse – denn so signalisieren sie dem Personaler, dass Sie sich intensiv mit der Unternehmen auseinander gesetzt haben, und damit auch ehrliches Interesse an dem Arbeitsplatz.

Wer dann das Wunschprofil nochmals zum Vergleich heranzieht, wird sich ehrlich beantworten, wie hoch die Chancen auf Zufriedenheit im Job sind.

von Johanna Schödel
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