Strom

Stromanbieter Wechsel

Der Wechsel des Stromanbieters scheint für viele Verbraucher eine gute Lösung zu sein, wenn hohe Stromkosten auf das Budget drücken. Durch die Liberalisierung des Marktes darf heute im Prinzip jeder Versorger deutschlandweit seine Tarife an jedem Ort in Deutschland anbieten. Wir erklären was zu beachten ist und wie Sie am besten vorgehen.

Stromanbieter Wechsel – Schritt für Schritt erklärt

Stromanbieter Wechsel - Schritt für Schritt erklärtStromanbieter Wechsel - Schritt für Schritt erklärt©filmfoto / 123RF
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Durch die Möglichkeit, dass Verbraucher ganz einfach Wechseln können, entstand in den letzten Jahren eine Wettbewerbssituation der Versorger untereinander, die dem Kunden den Vorteil der großen Auswahl aus einem umfangreichen Tarifangebot brachten. Ein Wechsel des Anbieters ist bei näherem Hinsehen nicht so aufwendig, wie es zunächst den Anschein hat.

Das Wichtigste im Überblick

Ein Stromanbieter Wechsel lässt sich schnell und komfortabel in vier Schritten durchführen:

Innerhalb von kurzer Zeit kann der Wechsel abgeschlossen sein, die Stromversorgung läuft dann über einen neuen und günstigeren Anbieter.

So ermittelt man den Stromverbrauch

Am einfachsten entnimmt man den aktuellen Stromverbrauch aus der letzten Abrechnung des alten Versorgers. Dort ist aufgeführt, wie hoch der Verbrauch im letzten und im vorletzten Abrechnungszeitraum war. Anhand der Angaben kann man auch erkennen, ob der persönliche Verbrauch innerhalb eines Jahres deutlich erhöht hat.

Zur Berechnung des Stromverbrauchs pro Gerät eignet sich unser Stromkostenrechner.

Falls Sie aktuell keine Abrechnung ihres Versorgers zu Hand haben, können sie auch folgenden Richtgrößen verwenden:

1-Personen-Haushalt 2000 kWh / Jahr
2-Personen-Haushalt 3500 kWh / Jahr
3-Personen-Haushalt 4250 kWh / Jahr
4-Personen-Haushalt 5000 kWh / Jahr

Ein Internetrechner hilft beim Strompreisvergleich

Am einfachsten führt man einen Vergleich der Strompreise mit Hilfe eines Onlinerechners durch. Es gibt einige Rechner, die sich mit wenigen Angaben leicht bedienen lassen. In der Regel gibt man nur den Stromverbrauch pro Jahr und die Postleitzahl des Wohnorts ein. Der Rechner greift damit auf alle Versorger mit ihren Tarifen zu, die am jeweiligen Standort auf dem Markt vertreten sind. Er stellt alle Anbieter und die Tarife in einer kompakten Übersicht zusammen. Aus diesem Überblick kann man leicht entnehmen, wie hoch die Stromkosten bei dem jeweiligen Versorger sind, wie hoch der Preis pro Kilowattstunde ist und welche weiteren Konditionen der Anbieter an den jeweiligen Tarif koppelt. Wer ein besonders aussagekräftiges Ergebnis sucht, kann den Vergleich mit zwei unterschiedlichen Internetrechnern durchführen, denn es kann sein, dass einzelne Anbieter ihre Tarife nicht in allen Rechnern zur Verfügung stellen. Wenn beide Internetrechner zum gleichen Ergebnis kommen, hat der Verbraucher die Gewissheit, dass das Resultat recht zuverlässig und brauchbar ist.

Einige Internet-Plattformen bieten die Möglichkeit einen Strompreisvergleich auf verschiedene Strompreisvergleichsseiten zu vergleichen. Wir haben bei unserer Recherche folgende Seite dazu verwendet: https://www.bestestromvergleich.de

Augen auf bei der Tarifwahl

Aus dem Vergleich der Tarife wird sich ergeben, welchen Versorger mit welchem Tarif man in Zukunft gerne nehmen möchte. Genau an dieser Stelle heißt es, die Konditionen des Anbieters genau zu prüfen. Häufig sind die Tarife an bestimmte Bedingungen geknüpft, die eher im Kleingedruckten zu finden sind. Beispielsweise gewähren einige Stromversorger bestimmte Boni, wenn der Vertrag online oder mit einer bestimmten Laufzeit abgeschlossen wird. Auch die Vorgaben für Preisbindungen und Preisgarantien sind aus der Übersicht zu entnehmen. Die Bezugsquellen für den Strom kann man ebenfalls aus dem Rechner entnehmen, denn Ökostromtarife sind hier besonders hervorgehoben. Der Verbraucher sollte auf die Wahl des Tarifs unbedingt die erforderliche Sorgfalt verwenden, damit seine Wünsche und Vorstellungen wirklich in vollem Umfang berücksichtigt sind. Leider stellen einige Stromversorger ihre Konditionen nicht sehr gut verständlich und transparent dar, deshalb lohnt es sich, die Augen offen zu halten und alle Tarifbedingungen genau zu prüfen.

Der Vertragsabschluss ist online möglich

Der Abschluss des neuen Tarifs ist meist aus dem Internetrechner heraus möglich. Dazu muss der Stromkunde lediglich seine persönlichen Daten eingeben. Wichtig ist die Ermittlung des korrekten Wechselzeitpunkts. Häufig sind Stromversorgerverträge mit einer festen Laufzeit angegeben. Erst zu diesem Zeitpunkt kann man den alten Vertrag kündigen und den neuen Versorgungsvertrag abschließen. Missachtet man die Kündigungsfrist, kann der alte Versorger die Fortführung des Vertrags zu den alten Konditionen fordern. Sobald der Vertrag online mit dem richtigen Wechselzeitpunkt abgeschlossen ist, erhält man in der Regel alle nötigen Vertragsdaten online und auf Wunsch auch auf dem Postweg noch einmal zugeschickt. Die Umstellung der Versorgung vom alten auf den neuen Anbieter läuft dann meist zwischen den beiden Versorgern direkt ab. Als Verbraucher muss man meist lediglich den Zählerstand zum Wechselzeitpunkt dokumentieren und an den alten sowie den neuen Versorger übermitteln, damit die Abrechnung korrekt erfolgt. Damit ist der Wechsel des Stromversorgers abgeschlossen.

Diese Risiken sollte man kennen

Viele Verbraucher fürchten sich davor, einen Versorgerwechsel vorzunehmen, weil sie befürchten, längere Zeit ohne Strom zu sein. Diese Sorge ist unbegründet, da der lokale Stromversorger gesetzlich verpflichtet ist, jeden Kunden auch kurzfristig und bei einer Vertragskündigung mit Strom zu beliefern. Selbst wenn es beim Wechsel des Anbieters also zu Problemen kommen würde, ist die Stromversorgung trotzdem gewährleistet.

Ein weitaus größeres Risiko als in der Unterbrechung der Versorgung steckt allerdings in den Tarifkonditionen. Diese sollte man unbedingt genau und sorgfältig prüfen, um wirklich den gewünschten ökologisch einwandfreien Tarif zu wählen oder um nicht auf kurzfristige Bonus- und Rabattaktionen hereinzufallen, die sich nach kurzer Zeit erübrigen.
Auch an die Vertragslaufzeit des alten Tarifs sollte man denken, denn ein Anbieterwechsel ist nur möglich zum regulären Kündigungszeitraum. Wenn man diesen verpasst, läuft der alte Vertrag zu den bekannten Konditionen erst einmal weiter.

Und schließlich sollte man die Abschlusszahlung des alten Versorgers im Auge behalten, denn nach der Ablesung des alten Verbrauchs und der Übermittlung an den Anbieter wird dieser noch eine letzte Abrechnung schicken, um die Versorgung aus den letzten Monaten entsprechend dem Verbrauch sauber abzurechnen. Wer diese Risiken kennt und sich sorgfältig vorbereitet, kann dem Versorgerwechsel entspannt entgegen sehen.

Autor
Laura Hoffmann
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