Strom

Was kostet unser Strom – und warum?

Wer weiß eigentlich, wie sich der Strompreis zusammensetzt? Und warum der Strom immer teurer wird?

Monat für Monat flattert die Stromrechnung ins Haus. Monat für Monat ärgert man sich, dass der Strom so teuer ist – und immer noch teurer wird. Was in erster Linie daran liegt, dass regenerative Energien gefördert werden und herkömmliche Energiequellen nach und nach aus dem täglichen Strombedarf verschwinden sollen. In diesen Um- und Ausbau muss man investieren. Und das kostet.

Dass es unter anderem an der Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage) liegt, dass wir auch im kommenden Jahr wieder mit einer Erhöhung des Strompreises zu rechnen haben, dürfte inzwischen bekannt sein. Doch der Strompreis besteht aus mehr Komponenten als dieser einen.

Zusammensetzung des Strompreises

Im Jahr 1998 wurde das Strommonopol in der Bundesrepublik aufgegeben. Seitdem haben sich die Steuern und Abgaben auf Strom verzehnfacht. Mittlerweile bezahlen Verbraucher etwa 30 Milliarden Euro für Strom, inklusive Steuern und Abgaben. Zwei Drittel davon, also rund 20 Milliarden Euro, fließen in die EEG-Umlage. Mit diesen finanziellen Mitteln sollen regenerative Energienetze weiter ausgebaut werden. Die restlichen etwa 10 Milliarden Euro werden für den Vertrieb sowie die Stromerzeugung benötigt.

Strompreis an der Börse sinkt

Traurig, aber wahr: Während die Preise an der Strombörse sinken, steigt die EEG-Umlage an. In 2014 um fast einen Cent auf 6,24 Cent/kWh. Das liegt an der Art und Weise, wie die Höhe der Ökostromumlage berechnet wird. Und zwar wird diese aus der Differenz zwischen dem Preis für Solarstrom und Co., der an der Strombörse erzielt wird, und dem Vergütungssatz für die Stromversorger berechnet, der auf 20 Jahre garantiert ist.

Sinken nun die Preise an der Strombörse – wie es 2013 der Fall ist – wird diese Differenz größer. Und die bezahlt der Verbraucher. Obwohl er das nicht müsste, wenn die Stromanbieter die gesunkenen Einkaufspreise weitergeben würden. Das tun aber nur die wenigsten. Um die Stromkosten für Privathaushalte zu senken, gäbe es allerdings Möglichkeiten. So könnte man beispielsweise höhere Preise für CO2-Verschmutzungsrechte verlangen – was Kohlestrom teurer machen würde. So würde der Börsenstrompreis insgesamt wieder steigen und die Ökostromumlage wieder sinken.

Teurer Strom für Privatpersonen

Doch das ist alles Zukunftsmusik – und hängt stark davon ab, wie eine neue Regierung mit der Problematik umgehen wird. Denn unter der schwarz-gelben Koalition wurden sehr energieintensiven Unternehmen hohe Rabatte beim Strom gewährt, um den Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv zu halten. Die Leidtragenden sind die privaten Verbraucher, die die dadurch entstehenden Mehrkosten zu tragen haben. Solange das so bleibt, ist nicht mit einem Sinken des Strompreises zu rechnen.

Sehen wir uns einmal exemplarisch den Stromverbrauch eines Drei-Personen-Haushaltes an. Festzustellen ist, dass die Stromkosten seit 2010 explodiert sind. In diesem Beispiel gehen wir von den Gesamtkosten aus, in welchen Erzeugung, Transport und Vertrieb genauso enthalten sind, wie Steuern und Abgaben, zu denen neben der EEG-Umlage auch Abgaben nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK), Konzessionsabgaben, Stromsteuer sowie die Mehrwertsteuer gehören.

stromrechnung haushalte 2013

(Grafik: BDEW, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft)

Bei einem Verbrauch von 3.500 kWh im Monat zahlt ein Drei-Personen-Haushalt im Monat knapp 84,- €.  2014 werden für diesen Musterhaushalt durch das erneute Ansteigen der EEG-Umlage noch höhere Stromkosten entstehen. Besonders die Steuern und Abgaben sind es, die den Preisanstieg zu verantworten haben. Diese haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und machen mittlerweile mehr als die Hälfte des Gesamtpreises aus.

Umso wichtiger, dass man bei der Wahl seines Stromanbieters genau prüft, welche Kosten auf einen zukommen. Mithilfe eines Vergleichs verschiedener Versorger kann man schnell und unkompliziert herausfinden, welcher Stromanbieter am besten zu einem passt.


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Autor
Susanne Herrenbrück
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