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344 Milliarden Euro Verlust durch Niedrigzinsen
Seit 2010 haben private Haushalte in Deutschland rund 344 Milliarden Euro aufgrund der Niedrigzinsen verloren – das geht aus einer neuen Studie der DZ Bank hervor. 2017 soll ein weiterer Verlust von mehr als 90 Milliarden Euro hinzukommen.
von Gerrit Wustmann
344 Milliarden Euro Verlust durch Niedrigzinsen
© pogonici / 123rf

Das anhaltende niedrige Zinsniveau der EZB führt in vielen Bereichen der Volkswirtschaft zu Problemen. Besonders problematisch ist die Lage für die privaten Haushalte. Denn während die Staatsschulden durch die Niedrigzinsen sinken, verlieren die Sparer Geld. Wie viel Geld genau – das hat die DZ Bank in einer unlängst publizierten Studie untersucht. Rund 344 Milliarden Euro sollen es zwischen den Jahren 2010 und 2016 gewesen sein. 2017 soll die Summe noch einmal um 92 Milliarden Euro ansteigen.

Realzins liegt unter Null

Aktuell liegt der durchschnittliche Realzins demnach bei -0,8 Prozent. Das bedeutet: Weil die Zinssätze unter dem Inflationsniveau liegen, wird der Wert des zur Verfügung stehenden Geldes immer weniger. Allerdings haben die Niedrigzinsen nicht nur negative Effekte. Auch Kredite sind dadurch bedeutend günstiger geworden. Und die Anzahl der jährlich neu aufgenommenen Ratenkredite der deutschen Verbraucher ist ungebrochen hoch. Laut Schufa waren es allein 2015 7,5 Millionen neu abgeschlossene und insgesamt mehr als 17 Millionen laufende Ratenkredite. Hier erzielten die Verbraucher laut der DZ-Studie im selben Zeitraum Einsparungen in Höhe von rund 145 Milliarden Euro. Unter Strich bleibt dann aber trotzdem ein Nettoverlust von noch rund 199 Milliarden Euro.

„Ein Realzins von voraussichtlich -0,8 Prozent führt 2017 zu einem Wertverlust des privaten Geldvermögens von über 37 Mrd. Euro“, heißt es bei den Studienautoren der DZ Bank. Anstatt das Risiko durch Investitionen beispielsweise in Anlageprodukte zu minimieren, so heißt es, würden die Bürger das Risiko scheuen und vermehrt sparen, was ihnen real einen Verlust einbringt. Die Kombination aus hoher Inflation und niedrigen Zinsen bringt demnach weitere Risiken mit sich: „Je länger das spärliche Zinsniveau fortbesteht, desto stärker ist die private Altersvorsorge bedroht. Das gilt vor allem bei wieder anziehender Inflation, wie sie sich für das laufende Jahr abzeichnet. So konnte in den ersten Monaten 2017 ein kräftiger Anstieg der Verbraucherpreise beobachtet werden.“

Niedrigzinsen problematisch für Gutverdiener

Aktuell liegt die Inflationsrate bei knapp zwei Prozent. Das ist an sich ein gesunder und unproblematischer Wert – wenn er durch ein normales Zinsniveau ausgeglichen würde. Für den durchschnittlichen Verbraucher überwiegen die Nachteile der Niedrigzinsen, während die Vorteile überschaubar sind. Betroffen sind aber in erster Linie Mittel- bis Gutverdiener, die auch eher die Möglichkeit haben, die Verluste zu kompensieren. Für Menschen am unteren Ende der Einkommensskala wirkt sich der Verlust durch die Zinsen kaum negativ aus, da ihre Sparmöglichkeiten in der Regel überschaubar sind und viele, die beispielsweise zum Mindestlohn arbeiten, ohnehin eine drohende Altersarmut zu erwarten haben.

von Gerrit Wustmann

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