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Granny Aupair – Als „Leih-Oma“ ins Ausland
Während sich viele Frauen auf den Ruhestand freuen und auf die Freizeit, die mit dem Ende der Arbeit winkt, fürchten sich andere davor, nach Beginn der Rente in ein schwarzes Loch zu fallen.
von Charlotte Ruzanski
Granny Aupair – Als „Leih-Oma“ ins Ausland. Granny Aupair vermittelt Frauen ab 50 als Aupair-Großmuetter ins Ausland.
© Flairimages/thinkstock

Ob fehlende Tagesstruktur oder einfach das Gefühl, noch lange nicht zum „alten Eisen“ zu gehören, viele Frauen sind nach dem Ende des Berufslebens auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Und oft wird diese Suche begleitet von dem Wunsch noch mal für längere Zeit ins Ausland zu kommen und fremde Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Abseits touristischer Pfade

Für diese Frauen ist das das Projekt „Granny Aupair“ die richtige Anlaufstelle. Das international bekannte Online-Portal organisiert die Vermittlung von Frauen ab 50 als Aupair-Großmütter ins Ausland.

Die Initiative arbeitet ganz im ursprünglichen Wortsinn von „au pair“ (franz. auf Gegenseitigkeit): Frauen leben als „Oma auf Zeit“ in Familien im Ausland. Kost und Logis bekommen sie gestellt und kümmern sich im Gegenzug um die Kinder und entlasten somit die (berufstätigen) Eltern. An den Wochenenden, wenn die Eltern nicht arbeiten müssen, besteht dann meist die Möglichkeit, das Gastland kennenzulernen und Ausflüge oder Reisen zu unternehmen. Auf diese Weise kann die Fremde abseits der touristischen Pfade kennengelernt werden und man kann ganz in den Alltag und die Kultur eines anderen Landes eintauchen.

Ins Ausland mit Granny Aupair

Frauen, die als Granny Aupair arbeiten wollen, können über das Portal Kontakt zu Familien aufnehmen, die auf der Suche nach Unterstützung sind.

Sämtliche Angebote werden von der Organisation auf Seriosität überprüft und Interessentinnen haben jederzeit die Möglichkeit per Telefon oder E-Mail persönlichen Kontakt zum Granny Aupair-Team aufzunehmen. Zudem bieten regelmäßige Infoveranstaltungen und Workshops weitere Hilfestellungen auf dem Weg ins Ausland.

Frühzeitig die Modalitäten klären

Bei aller Vorfreude auf die Zeit im Ausland, darf nicht übersehen werden, dass einige Punkte bereits im Vorfeld geklärt werden müssen, damit einem böse Überraschungen erspart bleiben. Insbesondere die Frage nach der Aufgabenverteilung gilt es zu klären. Wie sehr soll neben der Betreuung der Kinder auch Hausarbeit übernommen werden? Denn auch wenn sich manche Familien wünschen, dass die Leih-Oma den Haushalt schmeißt, sieht das Konzept nicht vor, dass eine Granny Aupair als Putzfrau arbeitet, sondern ist im Wesentlichen auf die Kinderbetreuung ausgerichtet.

Auch Modalitäten wie Unterkunft, Freizeit und finanzielle Belange sollten bereits im Vorfeld geklärt werden. Grundsätzlich stellt die Gastfamilie Kost und Logis, zusätzlich beteiligen sich viele aber auch an den Reisekosten oder übernehmen diese sogar vollständig. In vielen Fällen zahlen die Gasteltern auch ein Taschengeld oder stellen ein Auto zur freien Verfügung.

Engagement in sozialen Projekten

Doch nicht nur als Tagesmutter kann man ins Ausland gehen. Granny Aupair hilft auch bei der Vermittlung von sozialen Projekten, bei denen es um die Unterstützung der Ärmsten geht. Bei solchen Projekten muss die Finanzierung von Reise, Unterkunft und Verpflegung allerdings in den meisten Fällen komplett selbst getragen werden, da zumeist schon für die Finanzierung des Projektes selbst zu wenig Geld da ist.

Überwiegend positive Erfahrungen

Sich im Alter noch mal auf etwas ganz Neues und vollkommen Fremdes einlassen? Für viele mag das abwegig klingen; ebenso wie der Gedanke sich im Ruhestand wieder als „Tagesmutter“ zu verpflichten. Doch Frauen, die den Schritt gewagt haben, berichten fast durchweg positiv von ihren Erlebnissen. Besonders, wer keine eigene Familie hat, oder wenn die eigenen Kinder erwachsen sind und selbst die Welt bereisen, können Frauen mit Granny Aupair trotzdem an einem familiären Leben teilhaben und noch dazu neue Kulturen und Länder kennen lernen.

von Charlotte Ruzanski

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