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Zeitfresser Smartphone: So besiegt man die Internet-Sucht

Ohne Smartphone geht heute gar nichts mehr – aber wer wünscht sich nicht, es würde weniger Zeit fressen? Internet-Sucht gilt bereits als anerkanntes Krankheitsbild, das psychologisch behandelt wird. Dabei geht es viel einfacher. Man braucht nur etwas Selbstdisziplin.

Zeitfresser Smartphone: So besiegt man die Internet-Sucht

©bernardbodo / iStock

Ohne Smartphone geht heute nichts mehr. Fast jeder hat eins, durchschnittlich mehr als hundertmal pro Tag schauen wir auf das Display. Wir checken Nachrichten, Social Media, schreiben Messages, surfen im Netz, hören damit Musik, sehen Videoclips, kommunizieren, konsumieren. Es wird immer schwere, das Gadget mal aus der Hand zu legen. Es kontrolliert unseren Alltag.

Das kann zur Sucht werden. Psychologen schlagen schon länger Alarm. Wer von seinem Smartphone getrennt wird, zeigt Entzugserscheinungen. Dabei ist vielen Menschen längst bewusst, dass ihr Verhalten nicht gesund sein kann. Doch man kann es ändern. Es braucht nur den ersten Schritt…

Selbstdisziplin im Umgang mit dem Smartphone

Die beste Gelegenheit für einen kalten Entzug ist der Urlaub. So schwer es fallen mag: Einfach Smartphone und alle anderen Geräte (Tablet, Notebook etc.) zu Hause lassen. Für die Urlaubsfotos reicht eine Digitalkamera (macht sowieso bessere Bilder). Schon nach wenigen Tagen wird man merken, dass sich absolute Entspannung einstellt. Und dass das Smartphone gar nicht so wichtig ist, wie man immer denkt.

Wer diese Erfahrung einmal gemacht hat, wird ganz von selbst seltener zum Smartphone greifen. Aber im Alltag erfordert das trotzdem große Selbstdisziplin. Abhilfe schaffen aber kleine Tricks. So sollte man das Gerät erst frühestens nach dem Frühstück einschalten (oder aus dem Flugmodus wecken) und abends mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen erneut stummschalten und außer Reichweite legen. Das fördert auch den Schlaf. Denn es ist erwiesen, dass die Lichtfrequenz von Smartphones und Co wach macht. Im Schlafzimmer haben die Geräte also ohnehin nichts zu suchen!

Die Internet-Sucht lässt sich bändigen

Es reicht, dass das Smartphone brummt oder klingelt wenn jemand anruft. Die Benachrichtigungstöne für Messages und Co sollte man abschalten. Es genügt völlig, diese zu sehen, wenn man das Gerät sowieso zur Hand nimmt. Die ständigen eingehenden Nachrichten unterbrechen andauernd den Alltag und zwingen den Nutzer zur Aufmerksamkeit. Dabei ist das Meiste davon, seien wir so ehrlich, alles andere als wichtig. Dasselbe gilt für Push-Nachrichten von Apps und Websites: Abschalten! Das nervt nur und erhöht das Stresslevel.

Smartphones erhöhen nicht nur das Stresslevel, sie sind auch Zeitkiller. Wie oft will man kurz draufschauen, nur um dann zu merken, dass man schon wieder eine halbe Stunde mit dem Gadget verplempert hat? Da kommt es drauf an, dass man selbstkritisch und ehrlich zu sich ist und sich jedes Mal, wenn man das Gerät zur Hand nimmt, fragt: Muss das jetzt wirklich sein? Muss ich unbedingt etwas im Internet nachschauen, muss ich unbedingt jetzt Messages beantworten oder ein Selfie schießen? In der Regel: Nein, muss man natürlich nicht. Je öfter man es sich verkneifen kann, desto seltener beherrscht das Smartphone den Tagesrhythmus.

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