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Upcycling: Unerschöpfliche Kreativität
Die Müllberge, die wir tagtäglich produzieren, werden immer größer. Der Upcycling-Trend stellt sich dem entgegen. Junge Designer entwerfen Möbel, Kunstwerke und mehr aus dem, was andere Menschen wegwerfen.
von Gerrit Wustmann
Upcycling: Unerschöpfliche Kreativität. Jane Pabst ist die Gruenderin das Upcycling-Magazins 'Zweitleben'.
© Jane Pabst

Die Kreativität ist beim Upcycling unerschöpflich, sagt Upcycling-Bloggerin Jane Pabst im Gespräch mit BBX. Auf ihrem Blog Zweitleben berichtet sie über die Szene.

BBX: Tag für Tag produzieren wir Unmengen an Müll. Was wir kaufen geht immer schneller kaputt, damit wir Neues kaufen – Upcycling stellt sich diesem fatalen Trend entgegen. Was ist das genau?

Jane Pabst: „Upcycling“ bedeutet, vermeintlichen Müll kreativ aufzuwerten. Aus ausrangierten und defekten Gebrauchsgegenständen entstehen neue Produkte wie beispielsweise aus zerschlissenen Fahrradschläuchen Federmappen oder aus kaputten Schwimmflügeln Vasen oder aus aussortierten Lkw-Planen Handtaschen.

Schwimmflügelvase
Vase aus einem defekten Schwimmflügel. © Jane Pabst

BBX: Die Szene ist sehr bunt und vielfältig – es gibt sogar Designer, die gänzlich nach dem Upcycling-Prinzip arbeiten. Was hat dich in letzter Zeit besonders begeistert und warum?

Jane Pabst: Mich begeistert jedes Mal die schier unerschöpfliche Kreativität der Designer. Neulich entdeckte ich Kronleuchter aus alten Matratzensprungfedern. Der Künstler sammelte am Straßenrand alte Matratzen auf und formte die Sprungfedern so um, dass daraus ein Leuchter wurde. Ich finde es faszinierend, dass selbst aus solch einem Material noch ein originelles, nützliches und absolut schickes Produkt entstehen kann.

BBX: Inwiefern spielt Fair Trade eine Rolle?

Jane Pabst: Ich stelle immer wieder fest, dass viele Designer für ihre Upcycling-Produkte keinen fairen Preis verlangen. Da sie für die „Rohstoffe“ nichts oder nur sehr wenig bezahlen, führt das dazu, dass sie den Preis für das Produkt schon oft per se niedrig ansetzen. Auf der anderen Seite handelt es sich beim Upcycling um meist in Handarbeit hier vor Ort hergestellte Waren. Würde man einen fairen Stundenlohn ansetzen, würden die Produkte viel teurer werden. Dann stellt sich die Frage, ob ich mit diesem Preis am Markt landen kann. Ich glaube, wenn die Designer die Geschichte ihrer Produkte noch besser kommunizieren und so den einzigartigen Wert noch besser vermarkten würden, wären sicher noch mehr Kunden bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.

BBX: Glaubst du, dass Upcycling eines Tages helfen kann, mit den Müllbergen etwas Sinnvolles anzustellen?

Briefumschläge aus Tapetenresten
Sogar alte Tapete ist noch zu was zu gebrauchen: Briefumschläge aus Tapetenresten. © Jane Pabst

Jane Pabst: Ich würde es mir sehr wünschen. Denn vieles, das auf den Müllbergen landet wie beispielsweise Altreifen, Matratzen, Schläuche oder selbst Feuerlöscher kann upgecycelt werden. Ideen gibt es zuhauf. Zudem wäre es nur sinnvoll, diese vorhandenen Ressourcen zu nutzen. Gerade vor dem Hintergrund, dass unsere Ressourcen endlich sind. Das setzt allerdings eine gewisse Nachfrage nach solchen Produkten voraus. Wenn sich aber immer mehr Menschen bewusst für ein Produkt mit Vorleben statt einem neuen Produkt entscheiden, würden sie den Upcycling-Trend damit befeuern.

BBX: Auch auf den großen Messen wie der IMM Cologne oder der Heimtextil in Frankfurt ist das Thema inzwischen angekommen. Wird das branchen- und kundenseitig ernstgenommen oder handelt es sich eher um eine sympathische Nische?

Jane Pabst: Dass selbst solch große Messen das Thema auf ihre Agenda setzen, verdeutlicht die gestiegene Bedeutung von Upcycling. Meinem Empfinden nach wird es branchen- und kundenseitig noch eher als Nische wahrgenommen. Das bewerte ich aber nicht negativ. Alles hat ja bekanntlich mal klein begonnen.

von Gerrit Wustmann

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