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Tipps & Tricks: Richtig heizen im Winter
Am 30. Oktober kommt die Umstellung auf die Winterzeit. Langsam aber sicher wird es draußen immer kälter. Umso mehr möchte man es in der Wohnung wohlig warm haben. Bei stetig steigenden Heiz-Preisen kann das zum Problem werden. BBX erklärt, wie man richtig heizt, ohne dass man eine Kostenexplosion befürchten muss.
von Gerrit Wustmann
Tipps & Tricks: Richtig heizen im Winter
© Robert Nyholm / 123rf

Wie teuer es unterm Strich wird hängt natürlich in erster Linie davon ab, wie lang und kalt der Winter wird. Aber von diesem Punkt abgesehen hat man großen Einfluss und kann beides haben: Vergleichsweise niedrige Kosten und eine wohlig warme Wohnung. Die folgenden Tipps funktionieren unabhängig davon, was für eine Heizung man hat und woher die Heizenergie kommt.

Heizung nachts abschalten

Eine immer wieder gehörte Legende besagt: Es ist billiger, die Heizung nachts auf leichter Stufe laufen zu lassen, als sie abzuschalten. Denn dann, so heißt es, müsse sie morgens mehr arbeiten um die ausgekühlte Wohnung aufzuheizen. Das stimmt nicht. Zumindest nicht oberhalb bestimmter Temperaturen. Generell sollte man die Heizungen abends in allen Zimmern außer dem Schlafzimmer ganz abschalten – und sie auch nur dann wieder anmachen, wenn man ein Zimmer wirklich nutzt. Dauerhaft das ganze Haus auf Wohlfühltemperatur zu halten ist Geld- und Energieverschwendung.

Wer am Morgen eine halbe Stunde Geduld hat, dreht die Heizung direkt nach dem Aufstehen auf eine niedrige Stufe. Im Schlafzimmer hingegen kann man sie tagsüber abdrehen. Und auch nachts reicht eine niedrige Heiztemperatur, denn bei zu trockener Luft schläft man schlecht. Ebenso wenn man zu sehr heizt und dadurch schwitzt. Den Atemwegen bekommt das auch nicht gut.

Richtig lüften, Raumklima verbessern

Allerdings: Wenn die Temperaturen nachts in den Minusbereich rutschen ist es sinnvoll, die Heizung auf niedrigster Stufe dort anzulassen, wo Außenwände sind. Denn wen diese auskühlen kann sich bei nicht optimaler Isolierung Flüssigkeit sammeln, was im schlimmsten Fall zu Schimmel führt. Um Schimmel generell vorzubeugen kommt es auf richtiges Lüften an: Zweimal Stoßlüften hilft. Wenn man für fünf Minuten für Durchzug sorgt, wird die Feuchtigkeit abtransportiert und die Luft ausgetauscht. Das ist im Schlafzimmer noch wichtiger als in allen anderen Zimmern. Denn Nacht für Nacht gibt der Körper über Schweiß und Atmung bis zu einem Liter Flüssigkeit ab. Das ist auch der Grund dafür, dass es morgens muffig riecht.

Apropos Lüften: auf gekippte Fenster sollte man immer verzichten. Einerseits heizt man dann den Garten mit und verbraucht mehr Energie. Andererseits kann auch das zu Auskühlungen und Schimmel führen. Und: Zugluft bringt Verspannungen und Erkältungen mit sich.

Heizung nicht verdecken oder zustellen

Bei den Heizungen selbst gilt es, darauf zu achten, dass sie nicht zugestellt werden. Weder sollte man Tisch oder Sofa direkt vor die Heizung stellen, noch eine Decke darüber legen. Denn all das erhöht den Energieverbrauch und verhindert, dass sich die Wärme gleichmäßig im Zimmer ausbreiten kann.

Ein zusätzlicher Tipp vor allem für Menschen, die in einer Wohnung wohnen: Meist müssen nur solche Räume geheizt werden, die große Außenwände haben. Denn wenn die Nachbarn rechts, links, oben und unten heizen, dringt meist genug Wärme durch die Wände, sodass man selbst weniger heizen muss. Natürlich klappt das nur dann, wenn die Nachbarn nicht dieselbe Idee haben.

von Gerrit Wustmann

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