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Online-Shopping vs. Einzelhandel – wo liegt die Zukunft?

Mehr und mehr kaufen wir im Internet ein – weil es so praktisch und einfach und oft auch günstig ist. Die Innenstädte veröden, kleine Fachgeschäfte machen dicht; noch boomen die Ketten und Einkaufszentren, doch auch ihr Ende ist absehbar. Wird der stationäre Einzelhandel gegen die Onlineshops bestehen können? Und wäre sein Wegfall ein Verlust? Oder ist diese Befürchtung bloße Skepsis gegenüber einer digitalisierten Zukunft?

Wie lange koennen sich stationaere Ladengeschaefte noch halten, im Zeitalter des Online-Shoppings?

Jahr für Jahr verliert der Einzelhandel an Umsatz gegenüber dem Onlinehandel. Vor allem Elektronik und Zubehör, Bücher, Musik und verwandte Produkte kaufen die Deutschen im Netz, aber auch bei Bekleidung, Spielwaren, Medikamenten und Möbeln steigt der Anteil der digitalen Warenhäuser.

Einkaufsverhalten-nach-Produktgruppen-im-Onlinehandel-vs-Einzelhandel-2013

Die Statistik zeigt das Einkaufsverhalten im Online- und Einzelhandel.

In der Offlinewelt behaupten sich in erster Linie die großen internationalen Ketten und Einkaufstempel auf der grünen Wiese – dabei sollte diese Tatsache stutzig machen. Denn wo die Popularität der Onlinehändler noch nachvollziehbar ist, weil sie bequemes Einkaufen und unkomplizierte Rückgabe oder Umtausch ermöglichen, haben die Ketten und Malls diesen rational betrachtet rein gar nichts entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Ihr Erscheinungsbild gleicht sich weltweit, ist oft völlig austauschbar, der Erlebniswert tendiert gegen null, gute Beratung sucht man in vielen Fällen vergeblich.

Einheitsbrei der Handelsketten

Ketten bieten überall auf dem Globus dieselbe mittelmäßige Massenware, während sie zugleich alteingesessene (Fach)Geschäfte verdrängen und gewachsene Strukturen in den Städten zerstören. Sie tragen so zur Gentrifizierung bei.

Viele der Ketten waren in der Vergangenheit bereits aufgrund miserabler Arbeitsbedingungen oder Dumpinglöhnen oder zweifelhafter Zustände in Zulieferbetrieben in der Kritik. Ihre Produkte zu kaufen kann so schon allein moralisch ein Dilemma sein. Dennoch, viele Kunden scheint das nicht zu kümmern. 

Wohin führt all das? In eine öde, austauschbare Warenwelt, in der eine Handvoll Großanbieter Preise und Konditionen diktieren kann – zum Nachteil der Vielfalt und zum Nachteil des Kunden. Das Sterben der kleinen, inhabergeführten Fachgeschäfte ist in vollem Gange. Zuletzt wird der Verbraucher merken, dass die Ketten dem Internethandel nicht das Wasser reichen können, weil sie ohne Beratung und nennenswerten Service dieselbe Ware zu höheren Preisen anbieten. Spätestens dann wird der allergrößte Teil des Einzelhandels ins World Wide Web verlagert. Dieser Vorgang wird noch einmal hunderttausende Arbeitsplätze kosten.

Bewusstsein für Qualität und Service

Einer anderen Theorie zufolge wird ein Bewusstseinswandel dazu führen, dass sich langfristig Qualität durchsetzt. Das hieße, dass sich online sowohl Fachhändler als auch Großanbieter etablieren, während für bestimmte Produkte sowie ein alternatives Einkaufserlebnis gekoppelt mit besonderen Serviceleistungen der stationäre Einzelhandel bleiben wird. Dazu gehören dann vor allem solche Produkte, die man persönlich ausprobieren muss, um Fehlkäufe zu vermeiden – etwa Betten. Damit es so kommt, muss der Einzelhandel sich bewusst werden, dass er Alleinstellungsmerkmale braucht, die den Kunden ins Geschäft locken: Eine besondere Atmosphäre, individuelle Betreuung, nachhaltigen Service und besondere Konditionen, mit denen Onlinehändler nicht mithalten können.

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