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DVB-T-Abschaltung: Das müssen Sie wissen

Ende März wird der TV-Standard DVB-T abgeschaltet. Und in Zukunft wird der Empfang des „Free TV“ deutlich teurer. BBX erklärt, was nun zu tun ist, damit die Glotze weiter läuft, und welche Kosten auf die Verbraucher zukommen.

DVB-T-Abschaltung: Das müssen Sie wissen

©marcociannarel / 123rf

Alles hat seine Zeit – die von DVB-T ist am 29. März vorbei. Eingeführt wird der neue Digitalstandard DVB-T2 HD. Wer das TV über Kabel oder Satellit empfängt, ist davon erstmal nicht betroffen. Das Signal wird mit Antenne empfangen. Einen nennenswerte Vorteil haben Verbraucher durch die Umstellung nicht. Zwar können fortan Programme in Full-HD ausgestrahlt werden, also in wesentlicher höherer Bildqualität als bisher. Ob man davon profitiert, hängt aber auch davon ab, welche Bildschirm-Auflösung der eigene Fernseher darstellen kann. Zudem sind solch hohe Auflösungen allenfalls bei aufwändigen Spielfilmen sinnvoll. Was Technik-Nerds erfreut, ist für den Durchschnittsverbraucher reichlich egal.

Was man tun muss

Um das neue Antennensignal empfangen zu können, benötigt man ein TV-Gerät und einen Receiver, der das Signal verarbeiten kann. Für das eigene Gerät findet man entsprechende Informationen über den Empfang von DVB-T2 in der Gebrauchsanweisung oder kann sie beim Hersteller erfragen. Ist dies nicht der Fall, müssen neue Geräte angeschafft werden. Andererseits bleibt der Fernseher ab Ende März schwarz.

Frei empfangbar bleiben allerdings nur die öffentlich-rechtlichen Sender. Der Empfang von Privatsendern wird künftig rund 69 Euro im Jahr kosten und muss extra freigeschaltet werden. Es ist generell davon auszugehen, dass Fernsehen in Zukunft deutlich teurer wird. Wem das neue Antennen-Angebot nicht gefällt, der hat aber noch die Option, auf ein alternatives System umzusteigen.

Welche Alternativen gibt es?

Am weitesten verbreitet in Deutschland ist der TV-Empfang via Kabel. Der Vertrag mit dem lokalen Anbieter von Kabel-TV kostet eine monatliche Gebühr. In einer nachteiligen Position sind hierbei Mieter: Da der Vermieter in der Regel einen Kabelvertrag für ein ganzes Haus abschließt und diesen anteilig über die Nebenkosten abrechnet, hat man kaum die Chance auf eine Alternative. Auch die Kündigung ist in der Regel nicht möglich.

Die größte Senderauswahl bietet das Satelliten-TV. Hierfür braucht man eine Satellitenschüssel und einen Receiver. Beide sind nicht billig, hinzu kommen optionale Kosten für den Empfang privater Fernsehprogramme.

Die Zukunft des Fernsehens liegt aber sicher beim IPTV, also dem TV-Empfang via Internet. Das IPTV kann man bei allen großen Telefonanbietern zu einem monatlichen Grundpreis buchen.

Die kostengünstigste Alternative bietet sich allen Personen, die auf das private TV-Programm verzichten können und eine schnelle Internetleitung haben. Denn die öffentlich-rechtlichen Sender sind im Netz live und mit ihren Mediatheken ohnehin vertreten. Werbefrei und in hoher Auflösung lassen sich bei Onlinevideotheken (zum Beispiel bei Apple, Google oder Amazon) Filme einzeln ausleihen und streamen. Für Serienfans eignen sich zudem Paketangebote etwa von Netflix oder Amazon Prime, die ebenfalls für überschaubare Paketpreise ein umfangreiches Streaming von Filmen, Serien und anderen Sendungen anbieten.

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