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Backup erstellen: Schutz vor dem Datenverlust

Wenn das Smartphone geklaut wird oder der Laptop kaputt geht, sind oft auch wertvolle Daten verloren. Ob private Fotos oder berufliche Dokumente: Mancher Schaden lässt sich kaum ersetzen. Deshalb sind regelmäßige Backups so wichtig.

Backup erstellen: Schutz vor dem Datenverlust

©scyther5 / 123rf

Der Computer ist mobil geworden, ständig haben wir ihn bei uns. Ob Notebook, Tablet oder Smartphone, unsere wichtigsten Daten und Dateien haben wir stets griffbereit. Das ist ein Luxus – aber auch ein Risiko. Denn wenn die Geräte gestohlen oder beschädigt werden, können mit ihnen auch die gespeicherten Daten verloren gehen. Und wer hat heute nicht Hunderte Fotos, Filme, Dokumente auf seinen Mobilgeräten? Während man den Verlust von Urlaubs-Schnapschüssen noch einigermaßen verkraften kann, sind verlorene berufliche Dokumente weit mehr als nur ein kleines Ärgernis.

Geräte mit Passwort oder Fingerabdruck schützen

Aber das lässt sich verhindern, indem man regelmäßige Backups erstellt. Vorab ist aber eine weitere Maßnahme nötig, um beim Diebstahl zu verhindern, dass Unbefugte auf eigene Daten zugreifen können. Viele Geräte lassen sich heutzutage per Fingerabdruck sperren, mindestens aber mittels eines Passworts. Diese Option gilt es immer zu nutzen. Der Fingerabdruck ist die sicherste Variante. Ein Passwort sollte möglichst komplex sein und auch Zahlen und Sonderzeichen verwenden, damit es nicht so leicht geknackt werden kann. Umfragen haben ergeben, dass viele Menschen simple Passwörter wie „1234“ oder „abcd“ oder einfach „admin“, wahlweise auch den eigenen Namen verwenden. Das ist, als hätte man gar keinen Schutz. Denn diese Varianten testen Kriminelle zuerst. Hinzu kommt, für unterschiedliche Dienste unterschiedliche Passwörter zu verwenden. Sonst riskiert man, dass der Dieb nicht nur das Gerät entsperren kann, sondern auch noch Zugriff auf private Accounts erhält, von Facebook bis zum Online-Banking.

Backup in der Cloud nicht zu empfehlen

Aber wie erstellt man ein sicheres Backup? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Die bequemste ist die Nutzung von Cloud-Diensten. Die Geräte mit Betriebssystemen von Google, Apple und Microsoft haben in der Regel eine standardmäßige Anbindung an die Unternehmenseigene Cloud. Dadurch lassen sich Daten nicht nur automatisiert speichern, sondern auch Geräte untereinander synchronisieren. Allerdings fällt bei dieser Variante durch den permanenten Upload auch viel Traffic an – man benötigt also sowohl eine schnelle Internetverbindung als auch ein entsprechend hohes Datenvolumen. Sicherheitstechnisch gibt es bei der Cloudnutzung Bedenken. Denn mehrfach schon wurden in Clouds gespeicherte Daten von Hackern abgegriffen oder landeten frei einsehbar im Netz. Für sensible oder private Daten ist die Cloud daher definitiv nicht zu empfehlen.

Sicheres Backup auf externer Festplatte erstellen

Sicherer ist das Backup auf einem physischen externen Datenträger aufgehoben, der sich wiederum per Passwort schützen lässt. Am besten eignen sich hierfür externe Festplatten, die auch mit großem Datenvolumen zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind. Bei Smartphones und Tablets sollte man darauf achten, dass der Gerätespeicher via MicroSD-Karte erweiterbar ist. Fotos, Dokumente und andere Formate kann man dann automatisiert auf der Speicherkarte ablegen und später auf die externe Festplatte übertragen. Ist die Erweiterung nicht möglich, lässt sich die Übertragung auch mit einem USB-Kabel bewerkstelligen. Wer ganz sicher gehen will, der nutzt sogar zwei externe Datenträger und speichert alles doppelt. So ist ein Totalverlust nahezu ausgeschlossen.

Wie oft man Backups erstellt hängt auch vom persönlichen Datenaufkommen ab. Man kann tägliche oder wöchentliche Backups erstellen, größere Intervalle sind nur selten ratsam. Der Aufwand ist überschaubar. Denn auch die Übertragung mehrerer Gigabyte dauert heutzutage allenfalls ein paar Minuten.

17. April 2017 12:34 Uhr
Thomas Lützel

Vielen Dank für diesen Artikel. Er erinnert den Verbraucher daran, dass es wichtig ist, sich über eine Sicherung Gedanken zu machen.
Es gibt jedoch zwei Dinge, die mich an diesem Artikel etwas stören:

„Der Fingerabdruck ist die sicherste Variante.“
Der Fingerabdruck ist tatsächlich sehr viel unsicherer als ein gutes Passwort. Das liegt daran, dass die heute verbauten Sensoren sich sehr einfach austricksen lassen, selbst von Laien. Hier eine Quelle dazu:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/biometrie-sicher-unsicher-1.3357627

„Backup in der Cloud nicht zu empfehlen“
Man kann von der Cloud ja halten, was man will.
Wenn es aber zu Hause brennt, nützt die zweifache Sicherung auf Festplatte nicht viel. Eine gute Backup-Software verschlüsselt die Sicherung in der Cloud und speichert die zum Entschlüsseln benötigten Schlüssel nicht dort. Für den bösen Hacker ist es auserdem meist einfacher, in das schlecht gesicherte WLAN zu Hause einzudringen, als in die besser geschützten Rechenzentren der Cloud-Anbieter. Ich würde die Cloud-Variante daher nicht als „unsicher“ verteufeln. Das kann auch eine Variante sein, die für Verbraucher in Frage kommen.

Bitte schreiben Sie weiter solche Artikel. Solche Themen sind sehr wichtig und sollten in der Öffentlichkeit stets präsent sein.

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