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Die wichtigsten Corona-Regeln im Alltag
Die Corona-Pandemie betrifft alle, auch Studierende. Die Unis sind vorerst geschlossen, ebenso die Bibliotheken, Nebenjobs fallen weg, es herrscht Unsicherheit bezüglich Bafög und Unterhalt. BBX hat den Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
von Gerrit Wustmann
3 Kommentare
© AlexRaths / iStock

Das neuartige Coronavirus, das die Lungenerkrankung Covid-19 (Corona Virus Disease 19) verursacht, breitet sich exponentiell auf der Welt aus. Nach aktuellen Erkenntnissen verläuft es in rund einem Prozent der Fälle tödlich. Lebensgefahr besteht vor allem für ältere Menschen über 60 und für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkranlungen oder Immunerkrankungen. Aber auch jüngere Menschen kann es treffen. Es sind bereits Fälle von Menschen in der Altersschicht zwischen 20 und 50 bekannt, die an dem Virus starben. Und schwere Krankheitsverläufe, die eine intensivmedizinische Betreuung im Krankenhaus oder gar eine Beatmung nötig machen, kommen ebenfalls auch bei jungen und sehr jungen Menschen vor.

Das tückische an dem Virus ist, dass es in 80 bis 90 Prozent aller Fälle gar keine oder nur leichte Symptome wie Husten oder Fieber verursacht und dass es auch ohne Symptome sehr lange infektiös ist. Die Angaben hierzu schwanken je nach Quelle zwischen fünf Tagen und bis zu zwei Wochen. Das bedeutet: Auch wenn man selbst durch eine Infektion nicht beeinträchtigt ist, gefährdet man andere und insbesondere ältere Menschen, wenn man sich im Alltag rücksichtslos verhält. Wer jung ist und sich fit fühlt, darf sich nicht in falscher Sicherheit wiegen – er kann das Virus trotzdem weitergeben.

Gefahr, das Gesundheitssystem zu überlasten

Aktuell sind in mehreren Ländern – darunter Italien, Spanien und Iran – die Gesundheitssysteme überlastet. Es sterben dort jeden Tag teils mehrere hundert Menschen nur deshalb, weil die Kapazitäten fehlen, um ihnen zu helfen. Gäbe es genügend Intensivbetten, könnte man viele von ihnen wahrscheinlich retten. Das deutsche Gesundheitssystem ist im Vergleich sehr gut aufgestellt, bislang reichen die Kapazitäten an Intensivbetten und Beatmungsgeräten aus. Doch das kann sich binnen weniger Tage ändern, sollte die Ausbreitung des Virus auch hierzulande weiter rasant fortschreiten.

Die gegenwärtigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die von der Politik verhängt wurden, sollen genau diese Gefahr verhindern. Dahinter steht der Versuch, die Ausbreitung zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Wie lange die Einschränkungen ganz oder teilweise aufrechterhalten werden müssen, lässt sich bislang (Stand Ende März 2020) noch nicht sagen. Da aber niemand vor 2021 mit einem Impfstoff rechnet ist davon auszugehen, dass sich die Situation nicht allzu schnell bessern wird.

Sich im Alltag rücksichtsvoll zu verhalten bedeutet, sich und andere zu schützen – und insbesondere das Leben älterer und kranker Menschen zu retten. Daher sollte jeder die folgenden Regeln wann immer es möglich ist beachten:

Die 5 wichtigsten Corona-Regeln

Regel 1: Abstand halten!

Die größte Gefahr, sich zu infizieren, besteht durch Tröpfchenübertragen. Also beim Husten, Niesen, aber durchaus auch beim Sprechen. Deswegen sollte man, wann immer es möglich ist, gute zwei Meter Abstand zu anderen Menschen halten. Denn diese Distanz überwinden die Tröpfchen selbst beim Niesen in der Regel nicht. Sie fallen binnen weniger Sekunden zu Boden.

Regel 2: In die Armbeuge husten!

Wer husten oder niesen muss, muss dies in die eigene Armbeuge oder am allerbesten in ein Taschentuch tun (welches dann rasch entsorgt wird!). Der Grund: Wenn man in die Hände hustet, landen dort tausende potentiell infektiöse Tröpfchen. Und diese verteilt man auf den Gegenständen, die man danach berührt. Über die so genannte Schmierinfektion können sie dann an den Händen anderer Menschen landen – und sobald diese Mund, Nase oder Augen berühren sind sie schon infiziert.

Regel 3: Hände waschen!

Aus genau diesem Grund ist es unerlässlich, sich regelmäßig und immer wenn man in der Öffentlichkeit etwas berührt hat, die Hände mit Seife zu waschen! Reines Waschen mit Wasser bringt absolut nichts. Seife hingegen zerstört das Virus. Das allerdings nur bei gründlichem Waschen von mindestens 20, am besten sogar 30 Sekunden. Eine zusätzliche Desinfektion der Hände sorgt für zusätzlichen Schutz. Der Nachteil ist, dass die Hände dadurch rasch rau und rissig werden. Dem kann man mit fettenden und heilenden Cremes wie beispielsweise Bepanthen entgegenwirken. Am besten reibt man sich die Hände damit über Nacht ein.

Regel 4: Rücksicht nehmen!

Im Alltag sollte niemand darauf warten, dass andere Menschen ausweichen, sondern man sollte es, wann immer möglich, selbst tun, um den nötigen Abstand von zwei Metern herzustellen. Aber zum Rücksichtnehmen gehört noch viel mehr: Zum Beispiel, auf Hamsterkäufe zu verzichten. Die Lebensmittelversorgung ist laut Handel und Herstellern gesichert. Und darauf kann man durchaus vertrauen. Dass zwischenzeitlich trotzdem vielerorts das Toilettenpapier ausverkauft ist liegt nicht etwa an Versorgungsengpässen, sondern an Egoisten, die riesige Mengen gekauft und ihren Mitmenschen nichts übrig gelassen haben. Also: Bleibt relaxed, kauft nur so viel, wie Ihr wirklich braucht – und fragt Eure Nachbarn, ob Ihr ihnen aushelfen könnt, ob ihnen irgendetwas fehlt.

Regel 5: Bleibt zu Hause!

Auch wenn es schwer fällt, wenn draußen die Sonne scheint und die Temperaturen steigen: Bleibt zu Hause! In der Öffentlichkeit ist das Risiko, sich anzustecken bzw. andere zu infizieren trotz aller Vorsichtsmaßnahmen größer als in den eigenen vier Wänden. Wer also die Möglichkeit dazu hat, sollte so oft es geht zu Hause bleiben.

von Gerrit Wustmann
3 Kommentare

3 Kommentare

  1. schemel
    2. Mai 2020, 22:15

    Was soll nach Corona kommen?

    Hygiene ist gut. Immer.

    Aber: Rückkehr ins gesellschaftliche Leben mit breiterer Pflichtbeteiligung auch der Jugendlichen.
    Z. B. Pflegemaßnahmen in allen Wohngebieten.
    Nachbarschaftshilfe. (Der Corona-Ansatz war gut.)
    Das muss gelehrt werden und mit den Jugendlichen praktiziert werden.
    Unter anderem ist Berlin, unsere Hauptstadt, vielerorts sehr schmutzig und wiederholt vermüllt.
    Dazu gehören:

    K o s t e n f r e i e, öffentliche, v e r w a l t e t e WCs in ganz Deutschland !! das ist dringend nötig.

    Berlin ist nicht sauber.

    Umgangsformen müssen in den Schulen gelehrt werden, wie das Schutzmasken tragen in der Coronazeit. .
    Deutsche traditionelle höfliche Begrüßungsformeln im Laufe des Tages müssen wieder Standards werden. Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend,
    an Stelle des oberflächlichen, die Zeit des Tages und die Persönlichkeit nicht beachtende -Hallo-.
    Älteren Menschen, Behinderten, Schwangeren, Frauen, Mädchen grundsätzlich den Platz im ÖPNV anbieten, die Tür dem Nachkommenden aufhalten,
    Ständige Ansagen dazu in den ÖPNV und Zügen durch die Lautsprecher geben. (andere Länder praktizieren es.)
    Tischsitten an den Schulen lehren.

    Autos , nur 1, pro Familie und nur alle 10 Jahre!
    Es gibt genug andere Kommunikationsmittel, den ÖPNV und Züge aller Varianten der DB.

    Verringerung der Produktbreite in allen Sparten auf dem Konsummarkt.

    Webeverbot

    Dafür strenge Umweltstandards einführen:
    z. B. kurze Anfahrtswege für alle Lebensmittel, und Blumen.
    Damit auch strikte Reduzierung der Tranbsporte über die Autobahnen.

    Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen Anhalt müssen wieder Industrielle Agrarzentren werden, die Nord-Nordost- und Mitteldeutschland beliefern.

    Rauchverbot !! Überall !! Grundsätzlich!
    Das ist eine verlogene Steuereinnahmequelle des Staates ebenso wie die Rüstung.

    Abrüstung. Grundsätzlich. Alle Waffen. Verbot des Waffenexports. Was soll noch passieren?

    Verringerung des Tempos in der Wirtschaft in allen Formen ist wichtig.

    Schnelle und nachhaltige Hilfe für die Länder in Afrika realisieren. Wirtschaftsbeziehungen gleichberechtigt gestalten!! Die BRD-Regierung sollte transparent einen Maßnahme-Plan erarbeiten, diesen dem eigenen Volk und in internationalen Organisationen transparent machen. Finanzielle Mittel und Hilfsprojekte anbieten unterstützen, die eine Wirtschaft aufbauen helfen, die die Länder selbständig und unabhängig machen.
    (Z.B. Kaffee-Ernte inklusive Abpackung, eigener Vertrieb und direkte Einnahme.)
    Das gleiche im Gesundheitswesen, in der umfassenden Bildung und im Aufbau einer eigenständigen Kommunikationsstruktur und Verwaltung (Straßen-, Schienen, Mobil-Kommunikation)

    Christel Schemel
    Berlin-Lichtenberg

  2. Blixa Sauber
    11. Mai 2020, 08:53

    Frau Schemel …
    grundsätzlich nicht verkehrt … aber nicht durchzusetzen … und wenn schon, warum nur Hilfe für Länder Afrika`s …? … Ihre Autothese nebst Produktreduzierung klingt sehr nach Stasi-Methodik ..dass dies schief lief …dürfte Ihnen ja wohl nicht entgangen sein … !!!!!!!!!!!!! …

  3. Blixa Sauber
    11. Mai 2020, 08:57

    … und … es nützt NICHTS, Menschen zwingen zu wollen, NIEMAND ist gern Sklave … was dringend benötigt würde, wäre ERKENNTNIS, dann führe wohl jeder ein/sein Auto bis es auseinander fälllt …grinzzzzzzzz … und kaufte nur das wirklich Notwendige …

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