Berufswahl
Der Traum vom Traumjob: Nach der Ausbildung kommt die Realität
Spätestens gegen Ende der Schullaufbahn sollte jeder eine ungefähre Ahnung haben, welchen Beruf er denn nun ergreifen möchte. Im besten Fall ist dies natürlich eine Arbeit, die einem Spaß macht und auch in gewisser Weise erfüllen kann. Von den Wenigen abgesehen, die schon relativ früh genau wissen, wo sie denn später beruflich stehen wollen, fällt es jungen Menschen heute zunehmen schwer, sich für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden.
von Laura Hoffmann
© gopixa / iStock

Wie macht man den richtigen Beruf für sich ausfindig?

Diese Frage lässt sich sicherlich nicht pauschal beantworten. Im Idealfall ergeben sich durch die schulische Bildung, eigene Vorlieben und Praktika während der Schulzeit bestimmte Berufe, die das eigene Interesse erwecken. Auch bieten diverse Veranstaltungen für Schüler einen geeigneten Rahmen, um sich über bestimmte Berufe zu informieren. In den meisten Fällen jedoch werden solche Jobbörsen und Messen von Schülern eher eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag angesehen, als eine ernsthafte Informationsveranstaltung. Am Ende der Schullaufbahn lassen sich meist vier Gruppen feststellen.

  1. Diejenigen, die von vornherein wissen, was sie werden wollen: Einige Wenige wissen schon recht früh, welchen Job sie ausüben wollen. Sei es einfach durch Faszination für einen bestimmten Beruf oder, weil zum Beispiel das Unternehmen des Vaters fortgeführt werden soll.
  2. Diejenigen, die während der Schullaufbahn durch verschiedene Praktika oder Schnuppertagen gefallen an einem Beruf gefunden haben und sich somit für diesen entscheiden.
  3. Diejenigen, die am Ende der Schule schauen, in welchen Berufen sie mit ihren Qualifikationen am meisten Geld verdienen können und dann eine entsprechende Laufbahn einschlagen.
  4. Diejenigen, die sich aufgrund verschiedenster Gründe einfach nicht entscheiden können.

Die ersten drei Gruppen können sich also in Ruhe nach geeigneten Ausbildungen oder Studiengängen umsehen und bewerben. Die vierte Gruppe hingegen sollte sich die Zeit und Ruhe nehmen noch einmal in sich zu hören. Vielleicht ist es möglich, mit einem professionellen Berufstest den eigenen Interessen auf den Grund zu kommen. Solche Tests werden von verschiedenen Stellen angeboten, etwa auch beim BIZ. Kompetente Sachbearbeiter sind darüber hinaus in der Lage, die Berufsfelder in einem individuellen Gespräch weiter einzugrenzen.

Die eigenen Talente und Wünsche im Bezug auf den Beruf entdecken

So unterschiedlich wie die eigenen Interessen und Vorlieben, ist auch das Verhältnis in welchem sich Personen ihrer Arbeit gegenüber sehen. Ein Arzt beispielsweise, ist im besten Fall daran interessiert, anderen Menschen zu helfen und im Dienst der Gesundheit zu stehen. Andere wiederum sind ausschließlich daran interessiert, ein gesichertes Einkommen zu haben, egal, was für eine Tätigkeit sie dafür ausführen. Wieder andere wollen unbedingt „irgendwas mit Medien“ machen, um ihre Kreativität zum Ausdruck bringen zu können. Im Gegensatz zu Führer ist es heute immer seltener der Fall, dass eine Person das ganze Leben lang in einem Unternehmen, geschweige denn in einem Beruf arbeitet. Der moderne Arbeitsmarkt ist flexibel und erfordert dies auch von den Fachkräften. Abgesehen von den eigenen Talenten und Wünschen spielen natürlich auch Aspekte wie die aktuelle Arbeitsmarktlage, Zukunftsperspektiven und das regionale Angebot an Arbeitsplätzen eine Rolle bei der Berufswahl. Unter Umständen, können auch Stellenportale als Orientierungshilfe dienen, einen passenden Job ausfindig zu machen. Eine Internetsuche nach zum Optionen aus einer bestimmten Region, wie etwa Stellenangeboten im Erzgebirge, ist schnell getan und gibt Aufschluss über das regionale Stellenangebot.

Nur, wer weiß, was er will, kann Entscheidungen treffen

Wer in jungen Jahren noch nicht genau weiß ,in welche Richtung es gehen soll, der sollte sich vor allem keinen Stress machen. Heute ist es auch durch die Vielzahl an verschiedenen Ausbildungen, Qualifikationen und Spezifizierungen wesentlich schwieriger. sich für einen Beruf zu entscheiden. Wichtig ist, dass man in dem Fall sein Wissen erweitert und sich über die verschiedensten Möglichkeiten informiert. Auch kann es hilfreich sein, ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren, um möglicherweise auf neue Möglichkeiten aufmerksam zu werden. Zudem bieten verschiedene Organisationen spannende Projekte an, bei denen junge Menschen Eindrücke und Erfahrungen in Bezug auf unterschiedlichste Berufe sammeln können.

Unterm Strich bleibt: Wer einen Beruf ergreifen möchte, der wird einen finden. Ob die Ausbildung dann auch beendet werden kann und der Beruf auch die langfristigen Erwartungen erfüllen kann, steht auf einem ganz anderen Blatt. Fest steht, dass es heute schwieriger als jemals zuvor geworden ist, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung zu prognostizieren. Ob es sinnvoller ist, sich auf die eigenen Wünsche und Interessen zu konzentrieren oder sich anhand der

von Laura Hoffmann
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