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Minijob als Werkstudent - Regelungen beachten
Wenn du als Werkstudent tätig bist und dein Einkommen zusätzlich aufbessern möchtest, ist ein Minijob eine ideale Gelegenheit. Er lässt sich zeitlich gut mit deinem Studium und deiner Arbeit vereinbaren. Ob du einem Minijob als Werkstudent überhaupt nachgehen darfst, erfährst du hier. Wir erklären dir alles, was du über das Thema „Werkstudent und Minijob“ wissen musst
von Laura Hoffmann
© AndreyPopov / iStock

Minijob als Werkstudent: Vorschriften für die Arbeitszeit

Wer als Werkstudent mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet, verliert seine Privilegien in der Sozialversicherung. Dein Studium soll schließlich so schnell wie möglich abgeschlossen werden und das geht nur, wenn du dafür genug Zeit zur Verfügung hast.

An dieser Regelung ändert sich auch nichts, wenn du einen Minijob aufnimmst. Die einzige Voraussetzung bleibt: Pro Woche darfst du nicht mehr als insgesamt 20 Stunden in beiden Jobs arbeiten. Solang du diese Vorgaben erfüllst, bleibt dein Status als Werkstudent mit allen Vorzügen in der Sozialversicherung erhalten.

Dein Einkommen aus deinem Minijob kannst du auf Antrag übrigens von der Beitragszahlung für die Rentenversicherung befreien lassen. Dadurch hast du keine Abzüge. Das bedeutet, dass dein Bruttoeinkommen deinem Nettoeinkommen entspricht. Natürlich gelten für dich auch die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der Arbeitszeit. Sie darf pro Tag nicht mehr als zehn Stunden betragen.

Definition: Was ist ein Minijob?

Ein Minijob wird auch als geringfügig entlohnte Beschäftigung oder als 450 Euro-Job bezeichnet. Im Gegensatz zum Werkstudentenjob ist ein Minijob nicht an den Studentenstatus gebunden. Im Prinzip kann also jeder, der möchte, einen Minijob ausüben. Schüler, Studierende, Auszubildende, Rentner und Arbeitnehmer in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis dürfen einen oder sogar mehrere 450 Euro-Jobs ausüben.

Voraussetzungen für Werkstudenten mit einem Minijob

Wenn du einen Minijob aufnimmst, sind für dich auch die steuerlichen Auswirkungen relevant. Sollten deine Einkünfte den Grundfreibetrag überschreiten, fällt die Einkommenssteuer an. Sie liegt im Jahr 2020 bei 9.408 Euro. Pro Monat entspricht das einem Betrag von 764 Euro.

Liegt dein Verdienst über dieser Grenze, musst du Einkommenssteuern zahlen. Ihre Höhe hängt von deiner Steuerklasse ab. Der Steuersatz reicht von 14 bis 45 Prozent, hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag. Nicht zu vergessen ist auch die Kirchensteuer.

Unter Umständen kannst du Steuern sparen, wenn du die richtige Steuerklasse wählst. Ein Zweitjob oder sogar Drittjob wird in die Steuerklasse 6 eingeordnet. Diese ist mit dem höchsten Steuersatz belegt. Ordnest du den Job mit dem niedrigsten Verdienst in diese Klasse ein, sparst du also Steuern. Insgesamt ist das Thema Versteuerung bei einer Tätigkeit als Werkstudent und bei einem Minijob nicht zu unterschätzen, weshalb du diesem Thema die nötige Aufmerksamkeit widmen solltest.

Regelungen für die Versicherungspflicht

Als Minijobber bist du von der  Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit. Lediglich in der Rentenversicherung bist du pflichtversichert und musst einen geringen Beitrag zahlen. Allerdings kannst du dich davon befreien lassen, so dass auch der Beitrag in der Rentenversicherung entfällt. Eine Krankenversicherung benötigst du auch als Minijobber. Von dieser Verpflichtung gibt es keine Befreiung.

Fazit: Die Kombination von Werkstudentenjob und Minijob ist an Regeln gebunden

Du weißt nun, dass du als Werkstudent durchaus einen Minijob aufnehmen kannst, auch ohne deine Privilegien in der Sozialversicherung zu verlieren. Voraussetzung dafür ist vor allem, dass du pro Woche höchstens 20 Stunden arbeitest.

Die Krankenkassen bewerten die 20-Stunden-Regelung übrigens unterschiedlich. Bei einigen gilt die Grenze von 20 Stunden, andere Kassen setzen eine Wochenstundenzahl von unter 20 Stunden an. Im Zweifel hilft eine Rückfrage bei deiner Krankenkasse, damit du Klarheit hast.

Bevor du einen Minijob aufnimmst, solltest du auch klären, wie es sich mit der Steuerpflicht verhält. Liegt dein Einkommen pro Jahr am Ende über 9.408 Euro, bist du steuerpflichtig und musst Einkommenssteuer zahlen.

von Laura Hoffmann
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