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Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung

An eine Kreditkarte sind häufig unterschiedliche Versicherungen gekoppelt. Das heißt, dass neben der eigentlichen Leistung wie der bargeldlosen Bezahlung und der Abhebung von Bargeld am Automaten noch Versicherungsprodukte angeboten werden, die man nicht separat abschließen muss. Sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Kreditkarten bieten solche Zusatzleistungen an. Worauf muss man also bei einer Reiserücktrittsversicherung in Verbindung mit einer Kreditkarte achten, und wann ist sie sinnvoll?

Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung

Kreditkarte für MietwagenKreditkarte für Mietwagen©warrengoldswain / 123RF
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Unterschiedliche Angebote am Markt

Zuerst muss man wissen, dass es sehr unterschiedliche Kreditkarten mit Reiserücktrittsversicherungen gibt. Um den optimalen Schutz zu finden, ist es wichtig, den eigenen Bedarf zu identifizieren und die Leistungen der Kreditarte darauf abzustimmen. Eine Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung ist je nach Anbieter kostenfrei, andere Herausgeber verlangen eine Kreditkartengebühr. Einige Anbieter erstatten einen Teil der Jahresgebühr, wenn ein bestimmter Umsatz pro Jahr mit der Karte getätigt wird. Handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte, kann diese auch bei einer negativen Schufa oder bei Arbeitslosigkeit beantragt werden. Bevor man sich für einen Karte mit Reiserücktrittsversicherung entscheidet, sollte man sich über die gewünschten Leistungen klar werden, die die Kreditkarte bieten soll. Danach lohnt sich ein Blick auf die eigentliche Reiserücktrittsversicherung.

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Eine Versicherung mit Auflagen

Üblicherweise muss mindestens ein Teil der Reisekosten mit der Kreditkarte bezahlt werden, damit der Versicherungsschutz greift. Einige Anbieter verlangen, dass der ganze Reisepreis mit der Kreditkarte gezahlt wurde, andere Herausgeber fordern mindestens eine Teilzahlung von 50 Prozent des Reisepreises. Nur in seltenen Fällen wird auf die Bezahlung per Karte verzichtet. Manche Anbieter verlangen pro Versicherungsfall eine Selbstbeteiligung, andere Versicherer verzichten auf den Selbstbehalt. Die Unterschiede bei den Konditionen sind deshalb so groß, weil hinter jedem Kreditkartenanbieter mit Reiserücktrittskostenversicherung ein anderer Versicherer steckt. Überprüft man einmal die Konditionen für Reiserücktrittskostenversicherungen ohne Kreditkarte, zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Bedingungen der Versicherer sind in jedem Fall unterschiedlich, und es lohnt sich, diese Bedingungen zu prüfen, bevor man die Kreditkarte mit Versicherungsschutz abschließt.

Nicht jeder Rücktritt ist versichert

Eine Reiserücktrittsversicherung sollte für Kosten aufkommen, die im Zusammenhang mit einem nötigen Reiserücktritt entstehen. Dieser darf aber meist nur aus bestimmten Gründen heraus nötig sein, damit der Versicherungsschutz greift. Ein typischer Grund für die Inanspruchnahme einer Reiserücktrittsversicherung ist eine Krankheit. Sollte der Reiseteilnehmer vor der Reise erkranken und nicht reisen können, ist das ein Versicherungsfall für die Rücktrittskostenversicherung. Wichtig ist in der Regel, dass es sich um die erste Diagnose dieser Art handelt, denn nur dann wird der Versicherer leisten. Die Diagnose muss natürlich von einem Arzt gestellt werden, er muss ein Attest ausstellen und die Unfähigkeit nachweisen, die Reise anzutreten. Auch der Todesfall einer nahestehenden Person oder eine Schwangerschaft können Gründe sein, die Reiserücktrittskostenversicherung in Anspruch zu nehmen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man im Zweifel ganz genau auf die Versicherungsbedingungen achten, damit eine Übernahme der Rücktrittskosten auch wirklich gewährleistet ist. Von der Rücktrittskostenversicherung abzugrenzen ist außerdem die Reiseabbruchsversicherung. Sie deckt nämlich Kosten ab, die bei einem Abbruch der Reise nach dem Antritt anfallen. Ist man also schon unterwegs, erkrankt am Urlaubsort und muss den Urlaub abbrechen, ist das ein Fall für die Reiseabbruchkostenversicherung.

Eine Kreditkarte, die sich lohnen kann

Ob sich die Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung lohnt oder ob eine separate Rücktrittsversicherung besser geeignet ist, hängt von den Versicherungsbedingungen und von dem Reiseverhalten des Kreditkarteninhabers ab. Wer nur gelegentlich verreist und darauf achtet, dass die Urlaubsreise nicht zu teuer ist, dürfte mit der integrierten Reiserücktrittskostenversicherung gut beraten sein. Wenn man aber häufig unterwegs ist und auch sehr exklusive und teure Urlaube macht, kann sich eine separate Versicherung anbieten, die auf den Wert der Urlaubsreise zugeschnitten ist. So erspart man sich unter Umständen die Enttäuschung, dass der Versicherer doch nicht leistet, wenn die Reise nicht angetreten werden kann.

Autor
Laura Hoffmann
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