Finanzen

Kreditkarte: Weltweit bargeldlos zahlen

Das Bargeld ist auf dem Rückmarsch. Kartenzahlung ist inzwischen Alltag geworden. Immer mehr Menschen haben häufiger ihre Kreditkarte in der Hand als einen Geldschein. Nicht zuletzt hat auch der wachsende Markt des Online-Shoppings den Siegeszug der Kreditkarte begünstigt. Zeit also, sich mal anzuschauen, wie eine Kreditkarte überhaupt funktioniert und wie man selbst die passende Kreditkarte findet.

Mit Karte, bitte. Immer mehr Menschen ziehen Kreditkarten dem Bargeld vor. © luchunyu/thinkstock

Bargeldlos Bezahlen – ob mit EC- oder Kreditkarte – ist mittlerweile fast überall möglich. Während bei der Bezahlung mit EC-Karte das Konto des Kunden unmittelbar belastet wird, funktionieren Kreditkarten nach einem anderen Prinzip und gewähren ihrem Inhaber eine Art Kurzzeitkredit. Das gilt zumindest für Kreditkarten im herkömmlichen Sinne. Besonders im deutschsprachigen Raum wird der Begriff der „Kreditkarte“ jedoch nicht einheitlich verwendet, sondern umfasst auch Karten, bei denen es sich nicht um Kreditkarten im klassischen Sinne handelt, wie Debit- oder Prepaidkarten.

Was ist eine Kreditkarte?

Mit einer Kreditkarte im klassischen Sinne lässt sich die eigene Liquidität kurzfristig erhöhen, denn sie ermöglicht Zahlungen oder Barabhebungen am Automaten, die über das eigene Guthaben hinausgehen, ähnlich wie ein Dispokredit, da sie ihrem Besitzer monatlich einen bestimmten Kredit einräumt. Anders als bei einem Dispokredit wird der Kredit durch eine Kreditkarte für einen festgesetzten Zeitraum zinslos zur Verfügung gestellt. Erfolgt die Rückzahlung allerdings nicht fristgerecht, fallen auch hier Zinsen an.

Persönlicher Verfügungsrahmen

Wie große der Verfügungsrahmen der Kreditkarte ist, wird zwischen dem Herausgeber der Kreditkarte und dem Kunden vereinbart. Abhängig von Einkommen und Bonität bewegt er sich meist zwischen 2.000, – und 5.000, – €. Möglich sind aber natürlich auch deutlich niedrigere oder höhere Kreditrahmen. In der Regel haben Kunden die Option, diese Kreditlinie anzupassen. Eine Maßnahme, die besonders vor längeren Auslandsaufenthalten sinnvoll sein kann. Eine solche Anpassung ist aber natürlich nur möglich, wenn die Bonität des Kunden stimmt.

Bontität erforderlich

Wie gut ist die eigene Bonität?

Für die Beantragung einer Kreditkarte ist eine Bonitätsprüfung erforderlich

Zur Überprüfung,  ob ein Kunde über eine ausreichende Bonität verfügt, erfolgt in der Regel vor Ausgabe der Karte eine Schufa-Prüfung bzw. eine Beurteilung der Bonität des Kunden. Das Ergebnis dieser Prüfung ist Grundlage für die Kreditlinie, die dem Kartennutzer angeboten wird.

Weitere Voraussetzung für den Erhalt einer Kreditkarte ist ein Girokonto, über das die Kartenumsätze abgebucht werden können.

Monatliche Abbuchungen

Die Nutzung der Kreditkarte ist also im Rahmen eines persönlichen Verfügungsrahmens möglich. Der tatsächlich genutzt Betrag wird regelmäßig nach einer vertraglich festgelegten Zeit vom Konto des Karteninhabers abgebucht oder in Rechnung gestellt. Anhand der Abrechnung oder Abbuchung hat der Kartenbesitzer immer die Möglichkeit, die einzelnen Posten zu überprüfen und zu kontrollieren, ob die Abrechnung rechtens ist. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man die Karte häufig zum Online-Shopping benutzt, denn hier ist das Risiko des Kartenmissbrauchs am höchsten. Im Allgemeinen findet die Abbuchung innerhalb einer Frist von 30 Tagen statt.

Kreditkartenvergleich

Ein Kreditkartenvergleich lohnt sich

Welche Kreditkarte passt zu mir? Ein vergleich lohnt

Der Markt für Kreditkarten ist riesig. Es gibt unterschiedliche Anbieter, viele Banken und Unternehmen bieten eigene Kreditkarten zu mehr oder weniger günstigen Tarifen an. Außerdem haben Kreditkarten unterschiedliche Konditionen und Standards und verfügen zum Teil über Bonusleistungen. Um genau die passende Kreditkarte zu finden, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, empfiehlt sich ein Kreditkartenvergleich. Dabei erhalten Sie nicht nur einen Überblick über die derzeit auf dem Markt verfügbaren Karten, sondern Sie können auch gezielt nach genau den Leistungen und Bedingungen suchen, die Ihre Karte erfüllen soll.

Kreditkarten vergleichen und die perfekte Karte beantragen

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So nutzen Sie den Kreditkartenvergleich

In unserem Finanz Tool Kreditkarten Vergleich erhalten Sie auf der Startseite einen Überblick über sämtliche Kreditkarten, die im Vergleich enthalten sind mit einem Schnellüberblick über die Vorteile, Besonderheiten und Gebühren der Karte. Mit einem weiteren Klick können Sie sich für jede Karte zusätzliche Details anzeigen lassen.

Im Filter auf der linken Seite können Sie dann gezielt wählen, worauf Sie bei Ihrer Karte Wert legen. Aufgegliedert in mehrere Kategorien  (wie „Kosten“, „Anbieter“, „Versicherungen“ und noch viele mehr) erhalten Sie einen guten Überblick über sämtliche Filter, die gesetzt werden können, um genau die Karte zu finden, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Sämtliche Änderungen, die Sie in der Suchmaske vornehmen, werden in Echtzeit angezeigt.

Haben Sie eine passende Kreditkarte gefunden, können Sie diese sofort und unkompliziert über unsere Seite beantragen.

Wie funktioniert das System „Kreditkarte“?

Kreditkarten funktionieren über ein Drei-Parteien-System:

  1. Karteninhaber
  2. Kreditkartenunternehmen
  3. Vertragsunternehmen bzw. der Händler, der die Karte als Zahlungsmittel akzeptiert Bezahlen mit der Kreditkarte
Eine Kreditkarte funktioniert über ein Drei-Parteien-System

Bezahlen mit der Kreditkarte

Während für den Karteninhaber die Nutzung der Karte gewöhnlich gebührenfrei ist (zumindest im Inland), zahlt der Händler bei jedem Kauf, der mit Kreditkarte getätigt wird, eine Provision an das Karteninstitut. Diese Gebühren liegen bei ein bis fünf Prozent des Umsatzes – abhängig von der Branche und individuellen Vereinbarungen zwischen Händler und Kartenanbieter. Letzterer garantiert im Gegenzug für die Zahlung und trägt das Risiko, wenn der Kunde seine Rechnung nicht begleichen kann.

Bei der Zahlung mit Kreditkarte ist immer eine Verifizierung durch den Karteninhaber notwendig. Dafür kann entweder eine Unterschrift verlangt werden (die dann mit der Unterschrift auf der Kartenrückseite verglichen wird), oder die Eingabe des PINs. Inzwischen gibt es allerdings auch immer häufiger die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens mit der Kreditkarte. Dafür muss die Karte lediglich an das Bezahlterminal gehalten werden und der Betrag wird ohne Unterschrift oder PIN-Eingabe abgebucht. Zum Schutz der Kunden ist kontaktloses Zahlen allerdings nur bis zu einem Betrag in Höhe von 25 Euro möglich. Und auch bei kleinen Beträgen kann es aufgrund von stichprobenartigen Überprüfungen dazu kommen, dass man sich als Kartenbesitzer legitimieren muss.

Spezielle Kreditkarten:
Auf folgenden Seiten finden Sie Kreditkarten mit besonderen Leistungen:

Vor- und Nachteile der Zahlung auf Pump

Egal ob kostenfreies Bargeldabheben, zinsfreie Kredite, Bezahlungen im Ausland oder im Internet: Kreditkarten bieten ihren Besitzern eine ganze Reihe Vorteile. Nicht außeracht lassen sollte man allerdings auch die möglichen Nachteile der Zahlung auf Kredit.

Vorteile einer Kreditkarte

  • Weltweit akzeptiert: Kreditkarten sind nicht umsonst eines der beliebtesten Zahlungsmittel. Sie ermöglichen weltweit bargeldloses Zahlen und die großen Anbieter wie VISA, MasterCard oder American Express werden vielerorts akzeptiert. Einige Anbieter ermöglichen auch ein kostenfreies Bezahlen und Bargeldabheben am Automaten im Ausland.
  • Online-Shopping: Anders als bei einer Überweisung oder Zahlung per Rechnung, findet die Zahlung bei Nutzung der Kreditkarte sofort statt. Das erleichtert und beschleunigt Online-Bestellungen und internationale Transaktionen deutlich. Zugleich fallen aber keine zusätzlichen Kosten an, wie es bspw. bei Zahlung per Nachnamen oder Rechnung oft der Fall ist. Auch Buchungen von Flügen, Mietwagen oder Hotels lassen sich mit einer Kreditkarte schnell und problemlos abwickeln. In einigen Fällen ist eine Kreditkarte für eine solche Buchung sogar Voraussetzung.
  • Zinsloser Kredit: Der zinslose Kleinkredit, den eine Kreditkarte ihrem Besitzer jeden Monat einräumt, ermöglicht auch die Überbrückung kurzzeitiger finanzieller Engpässe. Da für den Kredit einer Kreditkarte keine Zinsen anfallen, bietet es sich bei finanziellen Engpässen immer an, auf die Kreditkarte auszuweichen und damit die hohen Zinsen des Dispokredits zu vermeiden. Wichtig ist dabei allerdings, im Auge zu behalten, dass die anfallenden Kosten zum Zeitpunkt der Kreditkartenabrechnung beglichen werden können. Ist das nicht der Fall, können bei einer Kreditkarte zum Teil empfindliche Kosten anfallen.
  • Kontaktlos zahlen: Das kontaktlose Bezahlen erfreut sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland und immer mehr Händler bieten Kartenbesitzern diese bequeme Art des Bezahlens. Dank der Near-Field-Communication-Funktion (NFC) können Geldbeträge bis zu 25 Euro ohne Eingabe des PINs oder einer Unterschrift beglichen werden. Dazu muss lediglich die Karte an das Terminal gehalten werden und der Betrag wird abgebucht.
  • Mobil zahlen: Einige deutsche Banken bieten auch eine Verbindung von Kreditkarte und Smartphone an, so dass Kartenbesitzer in Verbindung mit einer App auch mit dem Smartphone kontaktlos bezahlen können.
  • Zusatzleistungen: Viele Kreditkarten gehen inzwischen über die einfache Bezahlfunktion weit hinaus. Premium-Kreditkarten bieten ihren Besitzern Zusatzleistungen, wie Cashback-Zahlungen, Versicherungsschutz, Vorteile auf Reisen, wie Loungezugänge oder Meilen oder einen Concierge-Service, um nur einige wenige Vorteile zu nennen. Allerdings sind diese Premium-Funktionen auch immer mit einer erhöhten Jahresgebühr verbunden.

Nachteile einer Kreditkarte

  • Verschuldung: Immer wieder wird aber auch davor gewarnt, dass Kreditkarten der beste Einstieg in die Schuldenfalle Durch die Möglichkeit mehr auszugeben, als man tatsächlich hat, kann eine Kreditkarte dazu verführen, über die eigenen Verhältnisse zu leben. Und ist das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht ausreichend gedeckt, fallen schnell zusätzliche Kosten für die Überziehung des eigenen Verfügungsrahmens an. Bei der Nutzung einer Kreditkarte ist es daher besonders wichtig, immer einen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben.
  • Keine flächendeckende Akzeptanz: Obwohl Kreditkarten weltweit genutzt werden, ist ihre Akzeptanz noch immer nicht flächendeckend. Nach wie vor gibt es Geschäfte und Unternehmen, die eine Zahlung per Kreditkarte nicht akzeptieren, das gilt nicht zuletzt für Deutschland. Tatsächlich herrscht in vielen anderen Ländern eine deutlich höhere Akzeptanzrate, allen voran in den USA.
  • Missbrauch: Vor allem wer seine Kreditkarte zum Online-Shopping nutzt, muss sich des Risikos des Missbrauchs der Kreditkartendaten bewusst sein. Wichtig ist daher, nur auf seriösen (und am besten geprüften Seiten) einzukaufen und zu buchen. Das ist nicht immer ganz einfach, da Fake-Shops im Internet leider immer besser werden.
  • Gebühren: Auch wenn Kreditkarten auf den ersten Blick kostengünstig erscheinen, ist es immer wichtig, auch das Kleingedruckte zu lesen. Welche Gebühren fallen de facto an? Wie hoch ist die Jahresgebühr? Wie hoch die Kosten bei Bargeldabhebungen oder Zahlungen mit der Karte? Nicht immer sind diese nämlich kostenfrei, vor allem im Ausland können enorme Gebühren anfallen.

Was kostet eine Kreditkarte?

Wieviel kostet eine Kreditkarte?

Bezahlen mit der Kreditkarte

Welche Jahresgebühr für eine Kreditkarte anfällt variiert stark, abhängig von Anbieter und Art der Karte. Während manche Karten komplett ohne Gebühr auskommen, müssen für andere weit über 100, – € gezahlt werden. Allerdings bieten hochpreisige Kreditkarten in aller Regel auch Leistungen, die über den einfachen Zahlungsverkehr hinausgehen. Die Jahresgebühr wird in der Regel vom Verrechnungskonto der Kreditkarte abgebucht. Bei kostenfreien Kreditkarten müssen Verbraucher beachten, dass es einige Kartenanbieter gibt, die nur im ersten Jahr keine Gebühr für die Karte erheben, für jedes weitere Jahr aber unter Umständen mit bemerkenswerten Kosten zu Buche schlagen. Bei anderen Karten ist die Gebührenfreiheit an Bedingungen wie einen bestimmten Jahresumsatz geknüpft.

Viele Anbieter berechnen allerdings auch eine Jahresgebühr, ohne besondere Zusatzleistungen mit ihrer Karte zu bieten. Wer also nur auf der Suche nach einer simplen Kreditkarte ist, sollte auf jeden Fall ein Angebot wählen, für das keine Jahresgebühr fällig wird. Denn inzwischen gibt es einige kostenfreie Kreditkarten, die auch wirklich gut sind. Hier ist ein Kreditkartenvergleich unbedingt sinnvoll.

Bezahlen mit der Kreditkarte

Neben den Jahresgebühren kann auch die Nutzung der Karte Kosten verursachen. Zumindest im Inland ist das Zahlen mit Karte meist unentgeltlich, im Ausland allerdings werden häufig Gebühren erhoben – insbesondere, wenn die Karten außerhalb der Eurozone eingesetzt werden. Dann fallen in der Regel die Kosten für die Umrechnung in die Fremdwährung an. Aber auch in Puncto „Kreditkartenkosten im Ausland“ gibt es unter den Anbietern massive Unterschiede und einige Kreditkarten können auch auf Reisen vollkommen kostenfrei genutzt werden.

Bargeld abheben mit der Kreditkarte

Mit der Kreditkarte kann man an Automaten Bargeld abheben. Allerdings sollte vor Nutzung dieser Option überprüft werden, welche Kosten der Anbieter hierfür berechnet, denn in manchen Fällen sind diese empfindlich hoch. Üblicherweise werden die Kosten für die Abhebung prozentual vom Bargeldbetrag berechnet; diese bewegt sich in der Regel bei drei bis vier Prozent. Allerdings ist eine Mindestgebühr von fünf Euro üblich. Besonders im Ausland muss man mit Gebühren beim Bargeldabheben rechnen, bei denen es sich in dem Fall dann um Fremdwährungsgebühren handelt.

Einige Kreditkarten bieten Guthabenzinsen

Wer seine Kreditkarte als Hauptzahlungsmittel nutzt, kann bei manchen Anbietern sogar von Guthabenzinsen profitieren. D. h. wird die Karte mit einem positiven Kreditkontosaldo geführt, wird dieses Guthaben verzinst. So kann die Kreditkarte im Prinzip wie ein Tagesgeldkonto genutzt werden.

Was gibt es für Kreditkarten?

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte, es gibt unterschiedliche Kartentypen

Credit-, Charge- oder Prepaidkarte? Es gibt unterschiedliche Kartentypen

Es gibt fünf verschiedene Kreditkartentypen. Doch obwohl sie bei uns als „Kreditkarte“ bezeichnet werden, funktionieren sie nach sehr unterschiedlichen Prinzipien: Längst nicht jede räumt ihrem Besitzer tatsächlich auch einen Kredit ein. Ein weiterer Unterschied liegt auch in der Abrechnungsart der Karte.

Credit Card

Die Credit Card wird auch als Revolving Card bezeichnet. Bei dieser klassischen Kreditkarte wird dem Kartenbesitzer ein Kreditrahmen eingeräumt. Monatlich wird eine Abrechnung aller erworbenen Waren und Dienstleistungen vorgenommen und der Kartenbesitzer muss den ihm gewährten Kredit ausgleichen. Bei einer Credit Card haben Kartenbesitzer die Option einer Teilrückzahlung bzw. Ratenzahlung. Unabhängig von der Art der Rückzahlung kann die Karte im Folgemonat wieder innerhalb des persönlichen Verfügungsrahmens belastet werden.

Chargekarten

Bei Chargekarten verfügen die Karteninhaber über einen Kreditrahmen und zahlen ihre Einkäufe (genau wie bei einer Credit Card) zunächst einmal auf Pump. Die Abrechnung bei einer Chargekarte läuft über monatliche Abbuchungen vom Konto des Karteninhabers, die automatisch vorgenommen wird. Manche Kartenanbieter stellen allerdings auch Rechnungen aus, die innerhalb einer gesetzten Frist beglichen werden müssen. Je nach Zeitpunkt des Kaufs variiert so die Dauer des zinslosen Kredits. Chargekarten sind der Kartentyp, der in Deutschland am häufigsten ist. Bei manchen Kredit- oder Chargekarten gibt es die Option einer Teilrückzahlung, bei dem der ausstehende Betrag in Raten zurückgezahlt wird. Bei der Teilrückzahlung müssen Kunden allerdings vorsichtig sein, denn häufig fallen bei dieser Variante Zinsen an.

Debitkarten

Bei Debitkarten handelt es sich nicht um Kreditkarten im eigentlichen Sinne. Das liegt daran, dass das Konto des Kreditkarteninhabers nach der Zahlung direkt belastet wird. Der Inhaber nutzt daher zu keinem Zeitpunkt einen Kredit. Auf diese Weise kann der Kartenbesitzer auch nur über den Betrag verfügen, den er tatsächlich auf seinem Konto hat oder der ihm im Rahmen eines Dispokredits eingeräumt wird. Debitkarten genießen im deutschen Einzelhandel eine hohe Akzeptanz und beinahe überall kann man mit ihnen einkaufen. Im Ausland tut man sich mit einer Debitkarte unter Umständen schwerer. Allerdings verknüpfen inzwischen viele deutsche Banken ihre Karten mit den Systemen international bekannter und anerkannter Finanzdienstleister wie Visa  oder Mastercard, wodurch auch im Ausland eine gute Akzeptanz erreicht wird.

Daily-Charge-Karten

Relativ neu ist das System Daily-Charge, das eine Mischform aus Charge- und Debitkarte darstellt. Die Abrechnung der Daily-Charge-Karte läuft über ein technisches Kartenkonto, das als Guthabenkonto dient und das jederzeit mit Guthaben gefüllt werden kann. Zusätzlich verfügt der Karteninhaber über einen festen Kreditrahmen. Auch hier findet die Abrechnung monatlich statt und die Soll-Beträge werden direkt vom Konto des Kunden abgebucht. Durch diese Kombination aus aktiver Aufladung des Kreditkartenkontos und eingeräumten Kredit geht die Daily-Charge-Karte über die Möglichkeiten einer reinen Prepaid-Karte hinaus.

Prepaid-Karte

Auch Prepaid-Karten sind keine Kreditkarten im klassischen Sinne, da sie auf Guthabenbasis funktionieren. Prepaid-Karten müssen vor der Nutzung mit einem Guthaben aufgeladen werden. Werden sie zur Zahlung genutzt, wird der entsprechende Betrag von der Karte abgebucht. Da bei einer Prepaid-Karte kein Kredit gegeben wird, kann man eine solche Karte ohne Schufa-Abfrage bekommen. Vor allem für Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen oder schlechtem Schufa-Score ist eine Prepaid-Kreditkarte eine sinnvolle Alternative zu einer herkömmlichen Kreditkarte. Allerdings muss man bedenken, dass Prepaid-Kreditkarten leider noch keine so große Akzeptanz genießen, wie herkömmliche Kreditkarten.

Kreditkartenanbieter

Es gibt vier große Kreditkartenanbieter

MasterCard, VISA und American Express – die großen unter den Kreditkartenanbietern

Vier große Gesellschaften sind führend auf dem Kreditkartenmarkt:

In Europa haben sich besonders die ersten drei durchgesetzt. Vor allem mit einer VISA- oder MasterCard kann man hierzulande inzwischen so gut wie überall bargeldlos bezahlen.

VISA- und MasterCard werden in über 200 Ländern akzeptiert, wobei VISA rund 46 Millionen Akzeptanzstellen hat, während es für MasterCard mit 36 Millionen etwas weniger sind. Aber mit beiden Karten kann man weltweit an rund zwei Millionen Geldautomaten Bargeld abheben. American Express gilt hierzulande noch eher als ein Statussymbol und tut sich in Deutschland in Puncto Akzeptanz immer wieder schwer.

Sowohl international als auch in Deutschland sind MasterCard und VISA mit den meisten Akzeptanzstellen vertreten, wobei VISA in diesem Vergleich geringfügig besser aufgestellt ist. Karten von American Express und Diners Club hingegen stoßen in Deutschland immer wieder an ihre Grenzen und werden vielerorts nicht akzeptiert.

Während American Express und Diners Club ihre Karten direkt vertreiben, bieten MasterCard und VISA ihre Karten über Dritte, bzw. Bankinstitute an. Je nachdem, über welchen Anbieter man die Karte bezieht, unterscheiden sich die Konditionen. Daher ist es durchaus sinnvoll, einen Kreditkartenvergleich vorzunehmen, ehe man sich für eine Kreditkarte entscheidet.

Karten haben unterschiedliche Standards

Es gibt unterschiedliche Standards bei Kreditkarten

Statussymbol Goldene Kreditkarte

Kreditkarten beschränken sich inzwischen nicht mehr auf den reinen Zahlungsverkehr. Durch Standards von Classic bis Platin kann das Leistungsspektrum der Karte deutlich erhöht werden. Besonders die Karten mit (hohen) Jahresgebühren verfügen über zusätzliche Funktionen wie Bonusprogramme, Rabatte bei Kooperationspartnern, Reiseversicherungen oder VIP-Services. Zusätzlich erhöht sich mit dem Standard der Karte in der Regel auch der Kreditrahmen, der dem Kunden eingeräumt wird.

Lohnen sich Kreditkarten mit Bonusleistungen?

Viele Kreditkarten bieten Bonusleistungen, die sich oft besonders für Auslandsaufenthalte rentieren. Je hochwertiger die Karte, umso umfangreicher ist auch meist das Angebot an Zusatzleistungen. Die Angebote gehen von Versicherungspakten, wie Reiserücktrittsversicherungen, Gepäckversicherung, etc. über Cashbackprogramme, mit denen man beispielsweise bei Buchungen von Hotels und Mietwagen oder beim Tanken Punkte sammeln kann und damit zum Teil saftige Rabatte einfahren kann bis hin zu Concierge Service und Zugang zu Airport-Lounges.

Kreditkarten mit hohen Jahresgebühren

Abhängig davon, wie man die Kreditkarte nutzt und wofür man sie besonders einsetzt, können solche Bonusleistungen auch tatsächlich Vorteile bringen. Bedenken muss man natürlich jedoch, dass solche Leistungen in der Regel mit einer höheren Jahresgebühr einhergehen. Daher ist es nicht selten ein Rechenspiel, ob die Ersparnis, die man durch die Kreditkarte erhält, den Zusatzkosten der Karte überwiegt.

Versicherungspakete – gut versichert mit der Kreditkarte?

Auch die Versicherungspakete sind auf den ersten Blick verlockende Angebote, die oft sogar günstiger sind, als wenn man die Versicherung selbst abschließt. Allerdings gehört hier unbedingt eine Prüfung des Versicherungsumfangs dazu. Nicht selten ist der – vor allem bei den günstigeren Varianten – nämlich zu gering, um einen wirklichen bzw. umfassenden Schutz dazustellen. In solchen Fällen ist es dann unerlässlich noch einen zusätzlichen Schutz abzuschließen und bei einer solchen Doppel-Versicherung zahlen Sie in aller Regel drauf.

 

Autor
Charlotte Bodinek
Erste Veröffentlichung
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