Berufsunfähigkeit

Was bedeutet teilweise Erwerbsminderung?

Wer krank wird und seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, erhält unter Umständen eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Wer berechtigt ist, die Rente vom Staat zu beziehen, hängt von der Einzahlungsdauer der betroffenen Person in die gesetzliche Rentenversicherung und ihrem Restarbeitsvermögen ab.

Vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit muss man mindestens fünf Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben und fortan nicht mehr in der Lage sein, mindestens 6 Stunden täglich einen Beruf auszuüben – und hierbei spielt keine Rolle, um welchen Beruf es sich handelt. Wichtig ist nur die Frage, ob man generell in der Lage ist, eine Arbeit zu verrichten. Trifft das zu, erhält man prozentual am letzten Netto-Gehalt bemessen eine monatliche Erwerbsminderungsrente.

Allerdings variiert die Höhe der Auszahlung mit dem Restleistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – das heißt, wie viele Stunden täglich man trotz Beschwerden noch arbeiten könnte. Entweder hat man also Anspruch auf die volle gesetzliche Erwerbsminderungsrente wegen voller Erwerbsminderung oder man bekommt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bei teilweiser Erwerbsminderung nur anteilig ausgezahlt.

Volle oder teilweise Erwerbsminderung?

Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhält man bei einem Restarbeitsvermögen von unter 3 Stunden täglich. Bei der Möglichkeit, zwischen 3 und 6 Stunden täglich zu arbeiten, tritt die teilweise Erwerbsminderung in Kraft. Das heißt: lediglich die halbe Rente bei teilweiser Erwerbsminderung.

In Zahlen ausgedrückt würde das bedeuten: Hatte man einen Netto-Lohn von 1.500,- € im Monat, würde die volle Rente etwa 30 % betragen – das wären gerade einmal 500,- €. Die teilweise Erwerbsminderung würde sogar  lediglich zu einer Auszahlung von 250,- € führen. In der Regel ist dieser gesetzlich gewährte Betrag viel zu knapp bemessen.

Man sollte sich daher rechtzeitig um weitere finanzielle Hilfe für den Fall einer (teilweisen) Erwerbsminderung bemühen. Hierfür käme die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) in Betracht, zu empfehlen ist allerdings eher die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), da diese gleichzeitig auch das Risiko einer Berufsunfähigkeit inkludiert und umfassenderen Schutz bietet.

Finanzielle Hilfe durch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Die geringe monatliche Rentenauszahlung bei der teilweisen Erwerbsminderung verursacht zumeist eine enorme Versorgungslücke. Daher sollte man rechtzeitig auf zusätzliche finanzielle Hilfe bauen und beispielsweise eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) tritt in Leistung, wenn man nicht mehr arbeiten können – genauso wie die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Allerdings erhält man hier die komplette Berufsunfähigkeitsrente bereits bei einer 50%igen Erwerbsunfähigkeit ausgezahlt. Zudem bestimmt man die Höhe der monatlichen Zahlung von der Berufsunfähigkeitsversicherung selbst. Auf diese Weise kann diese Versicherung eine notwendige und wichtige finanzielle Hilfe auch bei der teilweisen Erwerbsminderung darstellen.


Notice: Undefined variable: image_attributes in /data/bbx-v2/wp-content/themes/bbx/page.php on line 145

Notice: Undefined variable: image_attributes in /data/bbx-v2/wp-content/themes/bbx/page.php on line 146

Notice: Undefined variable: image_attributes in /data/bbx-v2/wp-content/themes/bbx/page.php on line 147
Autor
Susanne Herrenbrück
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung: