Wohn-Riester

Wohn-Riester: Wofür einsetzen?

Wenn man den Wohn-Riester nutzen möchte, dann muss man auch den strikten Bestimmungen bezüglich des Einsatzes des Geldes daraus Folge leisten. Da es sich nämlich um ein staatlich gefördertes Produkt handelt, ist der Handlungsrahmen, in dem man das Geld aus dem Wohn-Riester einsetzen darf, klar abgesteckt. Immerhin soll es sich um eine Altersvorsorge handeln.

Mit Wohn-Riester den Traum vom Eigenheim wahr werden lassen

Das Geld vom Wohn-Riester muss in die Anschaffung oder den Bau einer Wohnung oder eines Hauses investiert werden, das als Hauptwohnsitz dienen soll (ein Eigenheim ist nämlich eine spezielle Art von Altersvorsorge). Das bedeutet, dass man einen Wohn-Riester nicht für Renovierungsarbeiten, Sanierungen, Energiesparmaßnahmen oder Möbelkauf verwenden darf. Somit ist auch ein altersgerechter Umbau davon ausgeschlossen.

Außerdem darf die Wohnung oder das Haus nicht dauerhaft an andere vermietet werden, um daraus Mieteinnahmen zu schöpfen. Denn dann wäre es ja nicht mehr für die eigene Altersvorsorge gut. Es ist lediglich eine zeitlich begrenzte Vermietung der Immobilie möglich, wenn man nachweisen kann, dass man nach Ablauf der Frist wieder selbst dauerhaft diesen Wohnsitz in Anspruch nehmen wird.

Immerhin besteht die Möglichkeit, dass man sich in eine Seniorenanlage einkaufen kann. Doch dies wird näher unter der Rubrik Planänderungen erläutert. Wird der Wohn-Riester nicht den Bestimmungen entsprechend verwendet, so muss man die staatlichen Geldzulagen wieder  zurückzahlen.

Wohn-Riester kann in ganz Europa genutzt werden

Immerhin wurde die Beschränkung des Wohn-Riesters, dass der dauerhafte Wohnsitz innerhalb Deutschlands liegen muss, inzwischen vom Europäischen Gerichtshof aufgehoben, weil diese Bestimmung EU-rechtswidrig war.

Deshalb darf der Wohnsitz überall innerhalb Europas liegen – doch die Grundbedingung des Wohn-Riesters bleibt, dass dies dann tatsächlich auch der Lebensmittelpunkt sein muss, da die Immobilie sonst ja nicht mehr als Altersvorsorge gilt. Außerdem muss die betreffende Person weiterhin in die deutsche Rentenversicherung einzahlen.

Autor
Charlotte Bodinek
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung