Energie

Wie entwickeln sich die Energiepreise 2018?

Die Strompreise kennen seit Jahren nur einen Trend: Aufwärts. Auch 2018 ist bislang nicht nennenswert mit Preissenkungen zu rechnen. Schwankungen gibt es hingegen bei den Heizkosten. BBX erklärt, was auf die Verbraucher zukommt.

Wie entwickeln sich die Energiepreise 2018?

©johan63 / iStock

In den letzten fünfzehn Jahren haben sich die Strompreise für Endverbraucher nahezu verdoppelt. Grund dafür ist zum einen die aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) resultierende Subvention von Ökostrom, dessen Anteil am nationalen Strommix beständig wächst. Inzwischen ist es rund ein Drittel. Zum anderen geben die Versorger teils sinkende Einkaufspreise an den Strombörsen konsequent nicht an ihre Kunden weiter. Es ist anzunehmen, dass sich daran auch im Jahr 2018 nichts ändert.

Manche Anbieter senken die Energiepreise

Im Schnitt 28,2 Cent kostet derzeit die Kilowattstunde Strom. Laut dem Vergleichsportal Verivox soll der Preis im Laufe des Jahres 2018 erneut leicht steigen – wenn der Trend so weitergeht, ist zu befürchten, dass im Laufe des Jahres 2019 vielleicht sogar die Marke von 29 Cent geknackt wird. Bei den Durchschnittspreisen ist allerdings zu beachten, dass Kunden je nach Anbieter und Region auch weniger oder sogar noch deutlich mehr zahlen müssen.

Für die Verbraucher gibt es aber Optionen. Zwar erhöhen auch im neuen Jahr viele Versorger ihre Preise. Laut Verivox gibt es aber auch 78 Versorger, die ihre Preise senken. Allerdings nur minimal: Im Schnitt um 2,2 Prozent. Das dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass die EEG-Umlage leicht um 0,9 Cent zum Jahreswechsel gesunken ist.

Warmer Winter sorgt für sinkende Heizkosten

Da muss jeder für sich entscheiden, ob sich ein Wechsel lohnt. Zudem ist nicht jeder Versorger auch in jeder Region verfügbar. Es kann also sein, dass man gar keine Sparoption hat – und die Neukundenboni lohnen sich nicht unbedingt, da die meisten Anbieter ihre Preise im zweiten, spätestens aber im dritten Jahr anheben, so dass real kaum eine Ersparnis bleibt. Beim Anbieterwechsel sollten Verbraucher außerdem unbedingt die Ablauftermine und Kündigungsfristen ihres aktuellen Vertrages beachten. Ist dieser weit vom nächsten Kündigungstermin entfernt, klappt der Wechsel nicht. Der ganze Prozess sorgt dann nur für viel Frust, aber nicht für geringere Kosten.

Bei den Heizkosten sieht es anders aus. Je nachdem, womit man heizt, sinken oder steigen die Kosten jeweils kräftig. So wurde Gas im Jahr 2017 deutlich billiger: Bis zu 10 Prozent konnten Gaskunden laut Verivox im Schnitt einsparen – während es bei Heizöl in die andere Richtung ging: Dort verteuerten sich die Preise um durchschnittlich mehr als 16 Prozent. Hinzu kommt, dass in vielen Regionen Deutschlands aufgrund des sehr warmen Winters aktuell vergleichsweise wenig geheizt werden muss. Viele Heizkunden dürfen sich also im Jahresverlauf über Erstattungen auf ihrer Jahresabrechnung freuen. Sollte dennoch eine Nachzahlung ins Haus flattern, gilt es, die Abrechnung genau zu überprüfen. Noch immer, so warnen Verbraucherschützer, sind viele Abrechnungen fehlerhaft.

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