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Werkstudenten Krankenversicherung: Regelungen und Optionen
Auch als Werkstudent musst du dich krankenversichern. Das geht aus der in Deutschland geltenden Versicherungspflicht in der Krankenversicherung hervor. Als Werkstudent bist du vermutlich sehr daran interessiert, nicht zu viel Geld für die Krankenversicherung zu bezahlen, denn dein Einkommen ist anfangs noch recht überschaubar. Welche Möglichkeiten Werkstudenten haben und welche Alternativen besonders günstig sind, erfährst du hier
von Laura Hoffmann
Werkstudenten Krankenversicherung. Krankenversicherung
© YakobchukOlena / iStock

Werkstudenten Krankenversicherung: Verschiedene Optionen

Werkstudenten haben drei verschiedene Möglichkeiten, eine Krankenversicherung abzuschließen. Zum einen gibt es die Familienversicherung über die Eltern, in manchen Fällen musst du dich über eine studentische Krankenversicherung versichern. Auch der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist möglich. Welche Option für dich am besten geeignet ist und sich finanziell anbietet, sollte immer im Einzelfall betrachtet werden.

Dass du als Werkstudent von der Krankenversicherung befreit bist bedeutet, dass du für dein Gehalt nicht den regulären Versicherungsbeitrag in der Krankenversicherung zahlen musst. Deshalb spricht man bei Werkstudenten auch davon, dass sie im Hinblick auf die Sozialversicherung bevorzugt behandelt werden. Der Grund für die Bevorzugung ist der, dass du als Werkstudent noch kein volles Einkommen beziehst.

Wie funktioniert die Familienversicherung für Studenten?

Die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung greift für Studenten bis zu ihrem 25. Lebensjahr. Das gilt auch für Werkstudenten. Die Familienversicherung ist für dich kostenfrei. Sind deine Eltern gesetzlich krankenversichert, warst du auch als Schüler oder Auszubildender in der Regel schon durch die Familienversicherung abgesichert. Für die Familienversicherung zahlen lediglich deine Eltern ihre Beiträge. Sofern du vor dem Studium einen Wehr-, Zivil- oder Entwicklungsdienst abgeleistet hast, ist es möglich, den Zeitraum der Mitversicherung bei den Eltern um den entsprechenden Zeitraum zu verlängern.

Werkstudenten, die bereits verheiratet sind, können sich auch über die gesetzliche Krankenversicherung des Ehepartners versichern. Auch in diesem Fall gilt die kostenlose Familienversicherung der Krankenkassen.

Damit die kostenlose Familienversicherung greift, darfst du als Werkstudent pro Monat nicht mehr als 445 Euro verdienen. Wenn dein Einkommen darüber liegt, ist eine kostenlose Familienversicherung auch dann nicht mehr möglich, wenn du noch unter 25 bist. Unter Umständen lohnt es sich also, einen geringeren Verdienst als Werkstudent zu akzeptieren, um dafür kostenfrei in der Familienversicherung der Eltern zu bleiben.

Werkstudenten Krankenversicherung – Die Pflichtversicherung

Sofern du älter bist als 25 Jahre, bist du in der Regel in der studentischen Pflichtversicherung versichert. Hier zahlst du günstigere Beiträge. Um in den Genuss dieser Vergünstigung zu kommen, musst du allerdings die Voraussetzungen für Werkstudenten einhalten. Das bedeutet, dass du die Arbeitszeiten einhalten und nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten darfst und das Studium klar in den Vordergrund stellst. Von der 20-Stunden-Grenze gibt es einige Ausnahmen, die von Kasse zu Kasse leicht variieren können. Während der Semesterferien darfst du die 20 Stunden in der Woche auch überschreiten, ohne deinen Werkstudentenstatus zu verlieren.

Die studentische Pflichtversicherung kostet im Monat zwischen 90 und 100 Euro. Du kannst jedoch nicht länger als bis zum Abschluss des 14. Semesters oder bis zum 30 Lebensjahr in der studentischen Versicherung bleiben.

Wann müssen Werkstudenten sich freiwillig versichern?

Die freiwillige Versicherung kann privat oder gesetzlich abgeschlossen werden. Wenn du älter als 30 Jahre alt bist und das 14. Fachsemester bereits überschritten hast, musst du dich freiwillig versichern. Der Beitrag liegt bei den gesetzlichen Krankenkassen im Monat mindestens bei 120 Euro, er kann aber auch höher sein.

Du kannst dich auch während des Studiums bereits privat versichern. Die Beiträge für eine private Krankenversicherung steigen mit dem Alter. Das bedeutet, dass du dich in jungen Jahren sehr günstig versichern kannst. Wenn du also voraussichtlich auch nach dem Abschluss des Studiums privat versichert sein möchtest, ist ein frühzeitiger Wechsel in die PKV sinnvoll.

Fazit: Werkstudenten sollten das Thema Krankenversicherung genau beleuchten

Auch als Werkstudent musst du dich krankenversichern – ob über die Familienversicherung oder die studentische Versicherung. In der kostenlosen Familienversicherung kannst du nur so lange versichert bleiben, bis du 25 Jahre alt bist oder über 445 Euro im Monat verdienst. Danach bist du dazu verpflichtet, dich als Werkstudent zu versichern. Auch hier sparst du gegenüber einem normalen Arbeitnehmer hohe Kosten.

Aufgrund des Höchstverdienstes lohnt es sich, dein Einkommen im Vorhinein sehr genau zu prüfen und dich bei Bedarf beraten zu lassen. Unter Umständen lohnt es sich nämlich nicht, mehr zu arbeiten; zum Beispiel wenn der Mehrverdienst knapp über der 445 Euro Grenze liegt. In diesem Fall musst du nämlich so viel für die Krankenkasse abgeben, dass sich der Zeitaufwand finanziell nicht lohnt.

von Laura Hoffmann
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