Berufsunfähigkeit

Ursachen einer Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit bedeutet, dass man seiner Arbeit aufgrund körperlicher oder geistiger Krankheiten nicht mehr nachgeben kann, die in direktem Zusammenhang mit dem jeweiligen Beruf stehen. Etwa ein Viertel aller Angestellten in Deutschland werden im Laufe ihres Arbeitslebens berufsunfähig.

Von der Berufsunfähigkeit deutlich abzugrenzen ist die Erwerbsunfähigkeit, bei der man keinem Beruf mehr nachgehen kann. Häufige Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind Erkrankungen des Herzens und Gefäßsystems, des Bewegungs- und Skelettapparates, Krebs, Nervenleiden und Unfälle.

Das Tückische an Krankheiten, aus denen eine Berufsunfähigkeit resultiert, ist deren schleichendes Eintreten. Oftmals entwickelt sich eine Krankheit, die letztlich zur Berufsunfähigkeit führt, über Jahre hinweg.

Das Gefährliche an der Berufsunfähigkeit ist die Tatsache, dass viele Menschen deren Konsequenzen und Risiken nicht richtig einschätzen: Durch eine Berufsunfähigkeit erhält der Betroffene kein regelmäßiges Einkommen mehr, finanzielle Not bis hin zum sozialen Abstieg können die Folge sein.

Körperliche Ursachen der Berufsunfähigkeit

Der Berufsunfähigkeit liegt eine ärztlich zu  attestierende Krankheit zugrunde. Diese entwickelt sich in aller Regel durch eine bestimmte Tätigkeit, der man im Beruf nachgeht. Wer ständig schwere Lasten zu tragen hat, kann sich z. B. einen Bandscheibenvorfall zuziehen oder eine andere Krankheit, die mit der Wirbelsäule zusammenhängt. Es gibt aber auch durchaus Fälle, in denen die Krankheit unerkannt bereits vorher vorhanden war und erst im Verlauf durch die Ausübung des jeweiligen Berufs schleichend zur Berufsunfähigkeit führt. Die Folgen jedoch sind drastisch.

Psychische Ursachen der Berufsunfähigkeit

Mit Berufsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen haben insbesondere Menschen zu tun, die erhöhtem Stress ausgesetzt sind und diesem nicht aus dem Weg gehen können. Dazu zählen beispielsweise Manager und Pflegekräfte. Auch Freiberufler und Selbständige setzen sich hier einem erhöhten Risiko aus, da sie täglich mit Unsicherheiten und Unwägbarkeiten umgehen müssen. Depressionen beispielsweise gelten als die „Volkskrankheit Nummer eins“. Dies ist nicht weiter verwunderlich – leben wir doch in einer hochmodernen, schnelllebigen Technologie- und Kommunikationsgesellschaft, die sich dem Motto „Zeit ist Geld“ verschrieben hat. Es sind gerade psychische Erkrankungen, die bei schleppender Behandlung oder gar Nichtbeachtung zur Berufsunfähigkeit oder in letzter Instanz sogar zur Erwerbsunfähigkeit führen können.

Nicht zu unterschätzen: Burnout-Syndrom!

In Deutschland erkranken zunehmend jüngere Angestellte immer häufiger am sogenannten Burnout-Syndrom. Unter dem Begriff Burnout ist ein andauernder Zustand völliger psychischer Überlastung in Verbindung mit totaler körperlicher Erschöpfung  zu verstehen. Häufig tritt das Burnout-Syndrom nach Depressionen auf. Typische Anzeichen eines Burnouts sind Lethargie, Niedergeschlagenheit, starke Trauer, Konzentrationsunfähigkeit, Reizbarkeit und chronische Müdigkeit. Vorherige psychische Erkrankungen spielen hierbei keine Rolle; der Kollaps kommt oft völlig unvermittelt, und die nicht selten resultierende Berufsunfähigkeit durch Burnout ist eine der tückischsten Situationen.

Der Berufsunfähigkeit vorbeugen

Lassen Sie es nicht so weit kommen: Achten Sie auf entsprechende Vorzeichen und zeigen Sie heftigem Stress die rote Karte! Lassen Sie sich regelmäßig vom Arzt untersuchen. Ein Arztbesuch ist vorbeugend, die Berufsunfähigkeit endgültig.

Autor
Susanne Herrenbrück
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