Unfallversicherung

Gefahrengruppen: Einteilung durch die Unfallversicherung

Die Höhe des monatlich zu zahlenden Beitrags hängt nicht nur von den vereinbarten Leistungen und der Vertragsart, sondern auch von der Risiko- bzw. Gefahrengruppe ab, in die der Versicherer den Versicherungsnehmer einstuft.

Die berufliche Tätigkeit und die ausgeübten Hobbys des Versicherten bestimmen die Höhe des Beitrags. Die Einteilung in verschiedene Risikogruppen bildet hier die Grundlage.

Gefahrengruppen A und B

Dabei bestimmt das Risiko und/oder der Grad der körperlichen Anstrengung bei der beruflichen Tätigkeit, in welche Risiko- bzw. Gefahrengruppe man eingestuft wird. In die Gefahrengruppe A werden in der Regel alle verwaltenden, kaufmännischen und akademischen Berufe eingeordnet. Die meisten Versicherungen ordnen zudem auch Frauen grundsätzlich in die Gefahrengruppe A ein.

Im Gegensatz dazu gehören Tätigkeiten mit körperlicher Belastung, sowie Tätigkeiten, bei denen man mit gefährlichen Stoffen zu tun hat (z.B. mit explosiven oder giftigen Materialien) in die Gefahrengruppe B. Mitglieder der Gefahrengruppe B haben einen höheren Beitrag zu entrichten, als Mitglieder der Gefahrengruppe A.

Da diese an der beruflichen Tätigkeit ausgerichtete Einteilung für Kinder unbrauchbar ist, gibt es für Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr eine eigene Gruppe, die Gefahrengruppe K. Diese Gruppe verfügt ebenfalls über einen eigenen Tarif.

Beiträge orientiert an Gefahrengruppen

Generell halten sich die Versicherungsanbieter an diese Gefahrengruppen-Einteilung und bemessen danach die Höhe der monatlich fälligen Beiträge. Allerdings gestaltet sich eine klare Abgrenzung und eindeutige Einordnung in eine der beiden Gruppen oft schwierig. Ist eine eindeutige Einteilung nicht möglich, wird der Versicherungsnehmer meistens in die höhere Risikogruppe eingeordnet, die höhere Beiträge mit sich bringt.

Dringend zu beachten ist auch, dass Extremsportarten wie beispielsweise Fallschirmspringen oder Höhlentauchen in aller Regel in keiner der Gefahrengruppen zu finden und somit vom Versicherungsschutz ausgenommen sind.

Autor
Johanna Schödel
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung