Finanzen

Steuererklärung 2018: So kann man hunderte Euro sparen

Bald ist es wieder soweit: Die Steuererklärung steht an. Auch wenn viele Arbeitnehmer nicht verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, sollte man es trotzdem tun. Denn man kann sich viel Geld vom Finanzamt zurückholen. Die Steuererstattung ist das inoffizielle 14. Gehalt.

Steuererklärung 2018: So kann man hunderte Euro sparen

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Die Steuererklärung gilt den meisten Deutschen als alljährliches lästiges Übel. Das hiesige Steuerrecht mit seinen unzähligen Ausnahmen ist kompliziert und unübersichtlich. Doch was auf den ersten Blick wie ein Nachteil erscheint, kann der Steuerpflichtige zu seinem eigenen Vorteil nutzen. Die Möglichkeiten, Kosten von der Steuer abzusetzen und bares Geld zu sparen, sind vielfältig.

Am einfachsten und effektivsten lässt sich der Papierkram mit einem Steuerprogramm für den Computer erledigen. Die Programme gibt es sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbständige und sind deshalb so nützlich, weil man sie auch ohne große Vorkenntnisse verwenden kann. Digitale Assistenten leiten den Nutzer Schritt für Schritt durch den Steuerdschungel und führen ihn mit gezielten Fragen zur Lösung seiner Probleme.

Für die Steuererklärung 2018 müssen keine Belege eingereicht werden

Belege müssen ab diesem Jahr nicht mehr beim Finanzamt eingereicht werden. Denn in Zukunft wird der Großteil der Steuererklärungen digital per Computer verarbeitet. Das soll die Abläufe in den Finanzämtern beschleunigen und den lästigen Papierkram reduzieren. Genaue Prüfungen durch Finanzbeamte finden in Form von Stichproben statt. Wichtig für den Verbraucher: Er muss seine Belege trotzdem ein Jahr lang aufheben, um sie im Falle einer Überprüfung dem Finanzamt vorlegen zu können.

Arbeitnehmer können mit der Steuererklärung viel Geld Jahr für Jahr vom Finanzamt zurückerhalten. Es lohnt sich also, die Steuererklärung 2018 anzufertigen, auch wenn man vor dem Aufwand zurückschreckt. Viele Hundert Euro kann man auf diesem Weg sparen. Und wer schenkt schon gerne dem Finanzamt sein hart verdientes Geld, wenn er nicht muss?

Es gibt zahlreiche Posten, die Arbeitnehmer von der Steuer absetzen und mit denen sie ihre Steuerlast minimieren können. Grundsätzlich rechnet das Finanzamt jedem Arbeitnehmer eine Werbekostenpauschale in Höhe von 1000 Euro pro Jahr an. Mit jedem Euro, der diese Pauschale übersteigt, senkt man seine Steuerlast. Und das geht schneller als man denkt.

Das alles kann von der Steuer abgesetzt werden

Allein mit der Pendlerpauschale können viele Arbeitnehmer schon mehr als 1000 Euro rausholen. Dabei ist es egal, ob man mit dem Auto zur Arbeit fährt oder mit Bus und Bahn. Auch wenn man zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt, kann man die Pendlerpauschale beanspruchen: Volle 30 Cent pro Kilometer gibt es. Einzige Bedingung: Man muss den objektiv kürzesten Weg angeben. Umwegen akzeptiert das Finanzamt nicht. Wer also unterwegs noch die Kinder zur Schule bringt, kann diesen Schlenker nicht steuerlich geltend machen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen können ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden. Das betrifft nicht nur Handwerkerkosten oder den Lohn der Putzhilfe, sondern auch alle haushaltsnahen Dienstleistungen, die in den Mietnebenkosten enthalten sind. Dazu zählt der Hausmeister ebenso wie der Gärtner, die Gebäudereinigung oder der Schornsteinfeger. Und über eine Senkung der Warmmiete mit Hilfe des Finanzamts freut sich jeder.

Spenden an gemeinnützige Organisationen sind auch steuerlich abzugsfähig. Egal ob NGO, Verein oder zivile Initiative: Die einzige Voraussetzung ist, dass der Empfänger als gemeinnützig anerkannt ist. Für das Finanzamt muss man die Spendenquittung aufbewahren. Auch Aufwendungen für die Altersvorsorge sind steuerlich absetzbar. Wer also zusätzlich zu den Abgaben an die gesetzliche Rentenkasse eine private Zusatzvorsorge wie zum Beispiel die Riester-Rente bezahlt, kann die anfallenden Kosten nutzen um seine Steuern zu senken.

Absetzen kann man außerdem sämtliche anfallenden Kosten, die direkt mit der Arbeit zu tun haben. Dazu gehört die Berufskleidung, Arbeitsmaterialien, Kosten für Fortbildungen oder auch anteilig die Telefonrechnung, wenn das private Telefon auch beruflich genutzt wird.

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