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Immobilienpreise steigen 2014 weiter an
Wer in München, Berlin oder Freiburg eine Wohnung mieten oder kaufen möchte, muss dafür ganz schön tief in den Geldbeutel greifen. Und wird künftig noch mehr zahlen müssen. Denn auch für 2014 erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin wachsende Immobilienpreise.
von Susanne Herrenbrück
© thinkstock

Bis ins Jahr 2010 stagnierte der deutsche Immobilienmarkt, danach soll es zu einer Phase des Booms gekommen sein wie die Studienautoren Konstanin A. Kholodilin (DIW Berlin) und Boriss Siliverstoy (KOF Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETH) in ihrer Untersuchung darlegen. Für ihre Studie nahmen Kholodilin und Siliverstoy insgesamt 71 Großstädte hinsichtlich der Entwicklung der lokalen Immobilienpreise unter die Lupe.

Metropolen liegen vorne

Besonders in Berlin stiegen die Mieten in den letzten Jahren sprunghaft an. Hier sollen die Preise gar um durchschnittlich rund 8 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen sein. In Hamburg und München gestaltete sich die Mietpreissteigerung mit durchschnittlichen 4,5 % im Jahr dagegen beinahe niedrig. Laut Studie sind die Mieten in 43 von 71 Städten sogar schneller angestiegen als die Verbraucherpreise. Die Untersuchung zeigt darüber hinaus, dass die Mieten in Metropolen (also in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern) und Großstädten um 2,4 % mehr angestiegen sind als in kleineren Städten und ländlichen Regionen.

Die Tabelle zeigt die tatsächlichen und prognostizierten Miet- und Kaufpreisveränderungen. © DIW Berlin

Während beispielsweise in Freiburg, Ulm und Wolfsburg die Mieten einen beachtlichen Preissprung verzeichnen, gibt es aber auch Städte, in denen die Mieten sogar günstiger geworden sind. Dazu zählen unter anderem Duisburg, Bottrop und Gelsenkirchen.

Anstieg bei Kaufimmobilien noch höher

Im Vergleich zu den Kaufpreisen ist der Anstieg der Mieten aber noch einigermaßen harmlos. Vom ersten Quartal 2010 bis zum dritten Quartal 2013 ist der Preis für Kaufimmobilien in Großstädten um im Schnitt 7,4 % angestiegen (im direkten Vergleich mit dem Vorjahresquartal). Berlin und München haben dabei die höchsten Wachstumsraten verzeichnet.

Der Grund für die rasante Preisanhebung liegt in der wachsenden Kluft zwischen Angebot und Nachfrage. Wenn die Bevölkerungszahl in Großstädten um 1,3 % steigt, kann man nicht erwarten, dass dies mit einem Wachstum des Wohnungsbestandes um gerade einmal 0,6 % aufzufangen ist.

Trend setzt sich fort

Wie die Autoren der Studie festgestellt haben, setzt sich dieser Trend fort. Vor allem Mieter und Käufer in den Metropolen werden das zu spüren bekommen. In München beispielsweise sollen der Prognose zufolge die Mieten im dritten Quartal 2014 um 8 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Bisher waren es „nur“ 4,5 %. Auch in Stuttgart, Hamburg und Frankfurt/Main wird ein ähnlicher Anstieg erwartet.

Mietpreisbremse wird negativ gesehen

DIW-Ökonom Kholodilin sieht hinsichtlich dieses andauernden Trends die geplante Mietpreisbremse der Großen Koalition eher kritisch, da dadurch der Anreiz, neue Mietwohnungen zu bauen ziemlich gering sein dürfte. Darüber hinaus würden einkommensschwache Mieter benachteiligt werden.

von Susanne Herrenbrück

2 Kommentare

  1. "Die Mietpreisbremse ist sehr umstritten"
    31. Juli 2014, 09:13

    […] Aus diesem Grund soll ja nun die Mietpreisbremse kommen. Aber ist es nicht so, dass sich diese horrenden Preisanstiege von bis zu 40 % bei Wiedervermietung nicht lediglich auf die Szeneviertel und die beliebten Viertel […]

  2. Es ist schwierig fürs Alter zu sparen | Timschäfermedia
    5. November 2014, 05:44

    […] Denken Sie an die steigenden Lebenshaltungskosten. Die Mietpreise gehen seit Jahren in Innenstadtlagen durch die Decke. […]

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