Finanzen

Sprit, Porto, Heizöl, Mieten: Hier steigen die Preise

Ob Benzin, Porto oder Miete: In elementaren Lebensbereichen steigen weiterhin die Preise – und damit die Lebenshaltungskosten. Besonders dramatisch ist die Lage am Wohnungsmarkt. BBX gibt einen Überblick

Sprit, Porto, Heizöl, Mieten: Hier steigen die Preise

©Andreas Steidlinger / iStock

Dass die Preise bestimmter Güter des täglichen Bedarfs Schwankungen unterliegen ist normal. Auch, dass sie langfristig leicht steigen. Nur sehr wenige Produkte werden dauerhaft günstiger. Meist ist das kein Problem – zumindest solange die Lohnentwicklung mithalten kann.

Das ist allerdings in Deutschland nicht so. Lange Zeit stagnierten die Löhne, was dazu führte, das Preissteigerungen etwa bei Energie und Miete, aber auch bei Lebensmitteln, für die Verbraucher deutlich zu spüren waren. Je weniger man verdient, desto größer sind die Probleme, die Teuerungen verursachen.

Post erhöht Porto für Büchersendungen

Eine gute Nachricht gibt es allerdings, daher sei sie vorab vermerkt: Die Preise für Trinkwasser explodieren keineswegs. Zwar hatten das zahlreiche Medien im Mai mit Berufung auf eine Mitteilung der Grünen berichtet. Doch die Berechnung, nach der Trinkwasser seit 2005 um 25 Prozent teurer geworden sein soll, ist nicht korrekt. Darauf wies das Statistische Bundesamt hin. Tatsächlich sind es nur rund siebzehn Prozent – und das ist bei einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren absolut im Rahmen. Es muss also niemand fürchten, sich Wasser aus der Leitung nicht mehr leisten zu können.

Das Porto der Deutschen Post wird hingegen wieder mal teurer. Während die Preise für Briefe vorerst stabil bleiben, erhöhen sie sich bei Bücher- und Warensendungen. Für Büchersendungen werden ab Juli 1,20 Euro fällig, für Warensendungen sogar 1,30. Das sind Erhöhungen um fast 44 Prozent – heftig!

Bücher- und Warensendungen sind generell günstiger als andere Sendungen. Voraussetzung ist, dass man die Umschläge nicht zuklebt. Allerdings sind sie auch spürbar länger unterwegs. Während der Großteil normaler Sendungen bereits am nächsten Werktag ausgeliefert wird, kann es bei Bücher- und Warensendungen vier Tage dauern. Allerdings: Wer solche Sendungen öfter verschickt weiß, dass das von der Post sehr optimistisch angegeben ist. Denn tatsächlich dauert es öfter mal eine Woche oder gar noch länger. Auch vor diesem Hintergrund sind die Preissteigerungen ärgerlich.

Preise für Sprit und Heizöl steigen wieder

Auch Benzin und Heizöl werden erneut teurer. Dafür sorgt vor allem die internationale Politik. Dass US-Präsident Donald Trump einseitig das Atom-Abkommen mit Iran gekündigt hat, macht die Märkte nervös und könnte auch bei weiteren Produkten noch zu Teuerungen führen. Außerdem hat die OPEC 2016 ein Förderlimit durchgesetzt, was sich ebenfalls auf die Ölpreise auswirkt. Allerdings war Öl jahrelang sehr billig gewesen – und könnte es erneut werden, je nachdem wie die weltpolitische Lage sich entwickelt.

Verbraucher sollten darauf achten, Öl und Benzin möglichst abends zu kaufen, weil dann die Preise leicht sinken. Sinnvoll ist es auch, das Auto noch vor dem Ferienbeginn vollzutanken und einige Kanister zusätzlich zu kaufen – denn zum Ferienstart erhöhen die Tankstellen die Preise zusätzlich. Diese Regel lässt sich von Jahr zu Jahr wieder beobachten.

Am heftigsten sind die Preissteigerungen weiterhin bei den Mieten und insbesondere in den Großstädten. Trotz Mietpreisbremse ist der Trend ungebrochen und dürfte auf absehbare Zeit so weitergehen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Für Teuerungen sorgen einerseits Sanierungen, die verpflichtend sind und die Energieeffizienz erhöhen sollen. Diese Kosten werden zumindest teilweise auf die Mieter umgelegt. Aufgrund der enormen Nachfrage und des Zuzugs kommt es in Großstädten immer mehr zu einer Wohnraumknappheit, und auch das treibt die Preise. Ein weiterer Grund sind Vermieter, die das Angebot bewusst weiter verknappen, indem sie Wohnungen leer stehen lassen und so die Preise explodieren lassen. Die Politik hat bislang keine funktionierenden Pläne, um gegenzusteuern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .