Riester-Rente

Wer ist mittelbar förderberechtigt?

Wer keine unmittelbare Riester-Förderberechtigung hat, kann auch über die mittelbare (indirekte) Förderberechtigung einen Riester-Vertrag abschließen. 

Das ist möglich, wenn der Ehepartner zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis zählt und einen Riester-Vertrag  abgeschlossen hat.

Der Höchstbeitrag von 2.100,- € kann allerdings nur einmal steuerlich abgezogen werden, auch wenn zwei Riester-Verträge bestehen. Es besteht aber die Möglichkeit, die Steuerersparnis abzüglich der den beiden Ehepartnern zustehenden Zulagen zu teilen.

Für LebensgefährtInnen oder eingetragene Lebenspartnerschaften gilt die mittelbare Förderberechtigung der Riester-Rente allerdings nicht.

Wer zahlt was?

Ist nur ein Ehepartner unmittelbar förderberechtigt, muss auch nur dieser den Mindesteigenbeitrag in Höhe von 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens einzahlen, abzüglich der gemeinsamen staatlichen Zulagen, also auch der Grundzulage für den Partner und die Kinderzulage.

Ein großer Vorteil und der einzige Unterschied zur unmittelbaren Förderberechtigung: Der mittelbar förderberechtigte Ehepartner muss keinen Eigenbeitrag einzahlen und erhält die Grund-, sowie gegebenenfalls auch die Kinderzulage trotzdem.

Abgesehen von der Zahlung beziehungsweise der Nicht-Zahlung des Mindesteigenbeitrags, besteht kein Unterschied, ob eine Riester-Rente als unmittelbar oder mittelbar Förderberechtigter abgeschlossen wird.

Auch wer nur mittelbar förderberechtigt ist, erhält die gleichen staatlichen Zulagen wie jemand, der eine unmittelbare Förderberechtigung hat. Genauso besteht die Wahl zwischen den verschiedenen geförderten Produkten. Konkret bleiben also die Bedingungen der Riester-Rente gleich, unabhängig vom Status der Förderberechtigung.

Autor
Charlotte Bodinek
Erste Veröffentlichung
Letzte Aktualisierung