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Briefporto soll auf 60 Cent steigen

Erst im Januar dieses Jahres wurde das Porto eines Standardbriefes von 55 auf 58 Cent angehoben. Jetzt steht wieder eine Preiserhöhung an. Und auch bei anderen Produkten sollen sich die Preise 2014 ändern.

Jedes Jahr reicht die Deutsche Post einen Antrag zur Genehmigung der Briefpreise für das kommende Jahr ein. Was allerdings überraschend kommt ist der Umstand, dass 2014 das Porto für Standardbriefe im Inland auf 60 ct angehoben werden soll. Und das, obwohl bereits 2013 das Porto von 55 auf 58 ct angestiegen ist – was übrigens die erste Erhöhung seit 15 Jahren war. Darüber hinaus soll auch das nationale Einwurf-Einschreiben um 20 ct teurer werden. Alle anderen nationalen Briefformate sollen nicht teurer werden.

Auch international kommen Änderungen auf die Postkunden zu. Bei Maxi-Briefen, die zwischen 1 kg und 2 kg wiegen, steigt das Porto von 16,90 € auf 17,- € an. Zudem werden die Kosten für Einschreiben und für die Leistung Wert International um jeweils 10 ct angehoben.

Geplante Preisänderungen der Deutschen Post

Die Abbildung zeigt die geplanten Preisänderungen der Post für 2014. © Deutsche Post

Gründe für erneute Anhebung

Die Deutsche Post hat es nicht leicht, sich neben E-Mail und Co. zu behaupten. Die Zahl der Sendungen ist in den letzten Jahren sehr viel geringer geworden. Daher sieht sich die Deutsche Post gezwungen, die Preise anzupassen, „um das hohe Qualitätsniveau der postalischen Dienstleistungen in Deutschland zu erhalten“, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung der Deutschen Post hervorgeht.

Nachdem die Kunden im vergangenen Jahr sich die 3-Cent-Ergänzungsmarken besorgt haben, bietet die Deutsche Post mit der erneuten Preiserhöhung nun 2-Cent-Ergänzungsmarken an. Diese sollen rechtzeitig vor Inkrafttreten der Preisänderung in Filialen und im Internet erhältlich sein. Und die Briefmarkenautomaten geben ja bekanntlich auch Briefmarken mit dem jeweils gewünschten Wert aus.

Weitere Änderungen

Wer umzieht, sollte sich überlegen, ob er statt eines 6-monatigen Nachsendeantrags gleich einen für ein ganzes Jahr stellt. Viel teurer ist letzterer voraussichtlich nicht mehr. Denn der für 6 Monate soll künftig 19,90 € kosten, der Service mit 12-monatiger Laufzeit wird hingegen auf 24,90 € abgesenkt.

Auch die Preise für Päckchen und Pakete im nationalen Postverkehr werden angepasst. 9 ct sollen diese teurer werden. Einzige Ausnahme: Päckchen, die über Postfilialen eingeliefert werden. Diese sollen auch künftig 4,10 € kosten. Auch international sollen sich die Preise für Päckchen und Pakete ändern.  In diesem Fall begründet die Deutsche Post die Anhebung mit gestiegenen Personal-und Transportkosten.

Die Bundesnetzagentur muss innerhalb der nächsten zwei Wochen über den Antrag der Deutschen Post entscheiden. Doch es ist ziemlich sicher, dass die Änderungen angenommen werden. Das Gute daran: Weihnachtsbriefe und –päckchen kann man noch zu den alten Preisen verschicken.

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Leserkommentare
28. November 2014 08:18 Uhr
Das ändert sich für die Deutschen 2015

[…] Deutsche Post hat eine Preiserhöhung angekündigt, die dritte in Folge zum Jahresbeginn. Demnach wird mit Beginn des neuen Jahres das Entgelt für einen Standardbrief bis […]

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