Berufsunfähigkeit

Nachweis der Berufsunfähigkeit

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt ihre Leistungen beim Nachweis der Berufsunfähigkeit aus. Hierbei besteht eine Mitwirkungspflicht des Versicherungskunden, der Fragen der Versicherung ehrlich beantworten und sich untersuchen lassen, sowie geforderte Nachweise rechtzeitig vorlegen muss.

Die Mitwirkung des Versicherten ist erforderlich, damit die private Berufsunfähigkeit das tatsächliche Vorliegen einer Berufsunfähigkeit und damit des Versicherungsfalles prüfen kann und so die Pflicht zur Leistung per privater Berufsunfähigkeitsrente gegeben ist.

Erst der Nachweis, dann die Leistung

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn der Kunde den Nachweis der Berufsunfähigkeit erbracht hat. Dafür ist erforderlich, dass ein Arzt bescheinigt, dass der Versicherungskunde seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen während eines vertraglich vereinbarten Prognosezeitraums nicht ausüben kann.

Dieser Prognosezeitraum unterscheidet sich je nach Vertrag der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich, er kann zwischen sechs Monaten und drei Jahren betragen. Allerdings werden die vereinbarten Leistungen der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung als vorübergehende Berufsunfähigkeitsrente dann auch fällig, wenn der Versicherungskunde seit mehr als sechs Monaten berufsunfähig ist und der Arzt keine Prognose über die Dauer der Berufsunfähigkeit vornehmen kann.

Mitwirkungspflicht des Versicherungsnehmers

Die meisten Verträge der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sehen vor, dass der Versicherte auf Aufforderung der Versicherung einen von dieser bestimmten Arzt aufsucht. In diesem Fall hebt die Mitwirkungspflicht des Versicherten sein Recht auf freie Arztwahl auf.

Der Versicherungsnehmer einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung hat auch während der Vertragslaufzeit vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit mehrere Mitwirkungspflichten. Er muss die Versicherung informieren, wenn er einen anderen Beruf ergreift und sich hieraus eine Veränderung des Versicherungsrisikos ergibt.

Eine Risikoänderung nehmen private Berufsunfähigkeitsversicherungen bei jeder Tätigkeitsänderung an, da sich das Risiko der späteren Berufsunfähigkeit je nach Beruf deutlich unterscheidet – bestimmte Risiko-Berufe können gar eine immense Beitragssteigerung bedeuten.

Eine solche Änderungsmeldung kann auch telefonisch erfolgen, als Nachweis über die Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht und der Anzeigepflicht bei relevanten Änderungen empfiehlt sich aber die Schriftform.


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Autor
Susanne Herrenbrück
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