Motorradversicherung

Motorradversicherung - ein Vergleich kann sich lohnen

Motorradfahrer müssen ihr Bike versichern. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Haftpflichtversicherung, ansonsten dürfte das Motorrad auf öffentlichen Straßen weder gefahren noch abgestellt werden. Darüber hinaus haben sie die Wahl, den Kaskoschutz und auch einen Schutzbrief abzuschließen.

Motorradversicherung im Vergleich

Wie bei der Autoversicherung gibt es auch bei der Motorradversicherung zahllose Angebote, die Suche nach einer passenden Police kann mühsam sein. Sie betrifft Motorräder, Roller, Leichtkrafträder und Quads mit mehr als 50 cm³ Hubraum, all diese Fahrzeuge fallen unter die Motorradversicherung. Pflicht ist in jedem Fall die Haftpflichtversicherung. Sie schützt den Halter vor den finanziellen Folgen eines Schadens, den er anderen Personen, Sachen oder der Umwelt zugefügt hat. Der Teilkaskoschutz schützt den Fahrer bei Schäden etwa durch Tiere, Unwetter, Schmorbrand, Raub und Diebstahl oder Explosion, der Vollkaskoschutz bei Vandalismus und selbst verursachten Schäden am eigenen Motorrad.

Steuerliche Aspekte einer Motorradversicherung

Eine Motorradhaftpflichtversicherung können die Halter ebenso wie die Autoversicherung von der Steuer absetzen. Sie wird im Mantelbogen der Steuererklärung eingetragen (Zeilen 41 – 48), wenn das Motorrad für den Arbeitsweg nötig ist. Allerdings darf die Fahrt nicht schon in anderen Pauschalen (Pendlerpauschale, Kilometerpauschalen für Selbstständige) enthalten sein. Die private Nutzung ist anteilig zu berechnen (§ 10 EStG), eine komplexere Regelung für die doppelte Haushaltsführung beschreibt der § 9 EStG. Bei doppelter Haushaltsführung kann der Halter die volle Haftpflichtversicherung absetzen, sie fällt unter Sonderausgaben. Die steuerliche Würdigung von Fahrtkosten ist ein sehr komplexes und zudem ein umstrittenes Thema. Sie sollten sich hierzu steuerlich beraten lassen.

Motorradversicherung: Vergleich und Wechsel

Bei einem Vergleich Ihrer aktuellen Motorradversicherung mit neuen Angeboten werden Sie so gut wie jährlich feststellen, dass sich ein Wechsel lohnen würde. Dieser ist zum Ende Ihrer Vertragslaufzeit möglich, ebenso aber bei einer Beitragserhöhung Ihres Anbieters, die nicht durch äußeren Zwang (Gesetzesänderungen), ein neues Bike oder Ihren Umzug (Änderung der Typ- oder Regionalklasse) begründet ist, drittens auch nach einer Schadensregulierung. Ein Wechsel Ihrer Motorradversicherung kann zu hohen Ersparnissen führen. Mit dem Motorradversicherungsvergleich finden Sie blitzschnell ein besseres Angebot mit hohen Leistungen. Der Wechsel ist auch nicht kompliziert, wenn Sie regulär kündigen. Für die Haftpflichtversicherung sollten Sie die von den meisten Versicherern angebotene Pauschaldeckung bis 100 Millionen Euro wählen, sie muss nicht teuer sein. Teil- und Vollkasko können sich zumindest bei jüngeren Bikes auch sehr lohnen, gegebenenfalls wählen Sie eine angemessene Selbstbeteiligung. Die Vollkaskoversicherung wird Bikern sogar noch eher empfohlen als Pkw-Fahrern, denn die Gefahr von Vandalismus ist bei einem Motorrad ungleich höher.

Welche Faktoren bestimmen die Beitragshöhe?

Wie bei jeder Kfz-Versicherung hängt die Beitragshöhe von Ihrer Schadenfreiheitsklasse (die Sie bei vielen Versicherern wenigstens teilweise vom Auto übernehmen können), des Weiteren von der Typ- und Regionalklasse, vom Abstellort des Bikes, Ihrem Beruf und Familienstand sowie der Dauer Ihres Führerscheinbesitzes ab. Auch Faktoren wie die Mitgliedschaft in einem Automobilklub oder die Nutzung einer BahnCard können den Tarif beeinflussen.

Autor
Bernd Schröder
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