Berufsunfähigkeit

Leistungsausschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung bei fahrlässigen Verstößen

Vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man prüfen, wann ein Leistungsausschluss durch fahrlässige Verstöße erfolgt.

Leistungsausschluss bedeutet, dass die private Berufsunfähigkeitsversicherung keinen finanziellen Ausgleich zahlt. Der Versicherungsschutz ist somit nicht gewährleistet. Die Versicherungsgesellschaft verweigert die Zahlung der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente aufgrund von vertraglich vereinbarten Klauseln, die das Eintreten einer Leistungsverweigerung definieren.

Durch eine solche Leistungsverweigerung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gerät der Versicherungsnehmer durch seine Berufsunfähigkeit schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Er kann seinen Lebensstandard nicht mehr aufrechterhalten und kommt unter Umständen in existentielle Nöte.

Was sind fahrlässige Verstöße?

Wer fahrlässig handelt, gefährdet seinen Versicherungsschutz der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Vertragsklauseln beziehen sich in aller Regel auf Delikte im Straßenverkehr. Fahrlässige Verstöße kommen zustande, wenn ein Teilnehmer die allgemein erforderliche Sorgfalt im Verkehrsgeschehen vermissen lässt.

Geschwindigkeitsüberschreitungen, unerlaubtes Entfernen von einer Unfallstelle, leichtsinniges Überholen oder das Ignorieren einer roten Ampel gelten als fahrlässige Verstöße.

Wann führen fahrlässige Verstöße zu einem Leistungsausschluss?

Grobe und leichte Fahrlässigkeit führen bei den meisten Versicherungsunternehmen nicht zum Leistungsausschluss. Wurde die Berufsunfähigkeit beispielsweise durch Trunkenheit am Steuer und einen anschließenden Unfall verursacht, gilt das als grobe Fahrlässigkeit, die keinen Leistungsausschluss bedingt.

Dagegen ist die Leistung bei Vorsatz und einem versuchten Verbrechen oder Vergehen bei fast allen privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen ausgeschlossen.

Wichtig ist jedoch die Formulierung im Versicherungsvertrag. Führen fahrlässige Verstöße zu Personenschäden und einer anschließenden Strafanzeige, muss ein Gericht entscheiden, ob es sich dabei um Vorsatz oder Fahrlässigkeit gehandelt hat. Deshalb ist die günstigste Vertragsvereinbarung, wenn sowohl vorsätzliche als auch fahrlässige Verstöße versichert sind. Das ist der bestmögliche Versicherungsschutz, den eine private Berufsunfähigkeitsversicherung dann bieten kann.


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Autor
Susanne Herrenbrück
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