Fonds

Was sind Fonds?

Fonds bündeln generell das Kapital von Anlegern und verteilen die Investition auf mehrere Werte, damit die Anlage diversifiziert (also gestreut, bzw. verteilt) wird. Das senkt das Risiko und bürgt für eine bessere Performance des jeweiligen Fonds.

Dieses Grundprinzip kann auf verschiedenste Weisen ausgestaltet werden, wodurch jede Anlage den Bedürfnissen bestimmter Investorengruppen entgegenkommt.

Unterschiedliche Varianten von Fonds

Man unterscheidet hinsichtlich des rechtlichen Konstruktionsprinzips zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Die Anteile offener Fonds werden börsentäglich gehandelt, während bei geschlossenen Fonds in der Zeichnungsphase das Kapital der Anleger eingesammelt wird. Dann wird der Fonds zu einem vorab festgelegten Zeitpunkt geschlossen. Während seiner Laufzeit kann er Dividende ausschütten, seine Anteile selbst werden aber nicht mehr an der Börse gehandelt. Es hat sich hierfür allerdings ein Zweitmarkt über Agenturen etabliert. Inzwischen ist die Anlage in geschlossene Fonds sehr beliebt.

Neben dieser rechtlichen, handelstechnischen Unterscheidung von Fonds sind diese auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Art der Anlage zu unterscheiden. Es gibt reine Aktienfonds, aber auch Rohstofffonds, Rentenfonds, Schiffsfonds, Flugzeugfonds, Infrastrukturfonds und einige weitere Spezialisierungen auf bestimmte Assets (Anlageklassen).

Auch regional sind viele Fondsgesellschaften fokussiert. So ist es möglich, dass ein Fonds ausschließlich in die Rohstoffe afrikanischer Länder investiert, ein anderer ausschließlich in europäische oder asiatisch-pazifische Industrieunternehmen.

Regelmäßige Anlage über den Fondssparplan

Normalerweise werden Fondsanteile in Stückelungen ab 10.000,- € gehandelt, was für die meisten Kleinanleger zu viel Kapital für eine einzelne Anlage darstellt. Daher bieten Banken einen Fondssparplan an, bei dem geringe monatliche Summen – oft schon ab 50,- € – eingezahlt werden. Diese können in einen Aktienfonds investiert werden.

Sehr beliebt bei Kleinanlegern sind Garantiefonds. Diese zahlen zum Ende der Vertragslaufzeit zum Beispiel mindestens die eingezahlte Summe aus. Es können auch 95 % davon oder auch zwischenzeitlich erreichte Höchststände garantiert werden. Der Vorteil des Systems ist bestechend. Als nachteilig kann höchstens gelten, dass auf Superrenditen zugunsten einer höheren Sicherheit verzichtet wird. Auch ist das Kapital während der Laufzeit eines Garantiefonds gebunden und kann nicht abgezogen werden. Für die nachhaltige, performanceorientierte Vorsorge kann dies dennoch der beste Weg sein.

Autor
Susanne Herrenbrück
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