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Facebook sicher nutzen: So geht’s

Das Soziale Netzwerk Facebook ist längst ein zentrales Kommunikationsmittel geworden. Aber bei der Nutzung kann man viele Fehler machen, die man später bereut. Beim Team von Mimikama (Facebook-Seite „Zuerst denken – dann klicken“, ZDDK) haben wir uns Tipps geholt, wie man Facebook sicher nutzen kann und was man beachten sollte.

Wenn man zum ersten Mal ein Facebook-Profil anlegt, sind die Voreinstellungen nicht gerade zum Vorteil des Nutzers. Facebook sorgt dafür, dass so viel wie möglich an Informationen des Nutzers auf „öffentlich“ steht. Dabei will man bestimmte Dinge vielleicht nur mit dem engsten Freundeskreis teilen.

Auch zukünftige Arbeitgeber werfen bei der Bewerbung gern mal einen Blick ins Facebook-Profil des Jobanwärters. Das kann schnell zum Nachteil werden.

Diese Einstellungen sollten von jedem Nutzer jedoch angepasst werden. Hier gibt es mehrere Einstellungen, ob nun zum Schutz der Bilder, der persönlichen Angaben oder der eigenen Freunde. (Andre, Mimikama/ZDDK)

Mit dem Mimikama-Leitfaden kann man sein Profil in fünf Minuten absichern.

Keine Kinderfotos auf Facebook 

Doch die Profileinstellungen sind nicht alles. Man sollte sich auch darüber bewusst sein, dass sich vieles, das einmal im Internet kursiert, später nicht mehr gelöscht werden kann. Wenn die ersten „Freunde“ anfangen, Informationen zu „teilen“, kann es schon zu spät sein. Nicht nur Kinder gehen oft unbedacht mit dem um, was sie posten, berichtet Andre sondern auch Erwachsene. Viele sind sich nicht bewusst, dass Kommentare, die sie auf öffentlichen Seiten hinterlassen, auch für Jedermann öffentlich einsehbar sind.

„Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Veröffentlichen von Fotos der eigenen Kinder. Dies ist in Unmengen von Facebook-Profilen der Fall“, so Andre. „Wir geben immer zu Bedenken, dass Kinder im Internet schutzlos dastehen und nicht entscheiden können, ob ihre Fotos online landen. Darüber hinaus haben sie auch keinen Schutz davor, wenn die Fotos von ihnen missbräuchlich kopiert werden. Ich persönlich gehe sogar so weit und vertrete die Aussage, dass Fotos von Kindern generell nichts auf Facebook (oder ähnlichen Medien) zu suchen haben.“

Abofallen und Virengefahr

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Die Statistik zeigt wie viele persönliche Daten Jugendliche in Social Networks preisgeben.

Aber nicht nur das, was man selbst postet, sondern auch das, worauf man klickt, birgt Risiken. Immer wieder gibt es Spammer, die User in Abofallen oder auf virenverseuchte Seiten locken wollen. Das versuchen sie zum Beispiel, indem sie Nutzer animieren, auf aufsehenerregende Videos zu klicken oder an ominösen Gewinnspielen teilzunehmen. Das diese nicht seriös sind kann man eigentlich auf den ersten Blick erkennen. Niemand verlost Einkaufsgutscheine über hunderte Euro oder hat eine ganze Wagenladung Smartphones zu verschenken.

Dennoch fallen täglich tausende Nutzer auf derartige Maschen rein. Da kann man das Motto von Mimikama ruhig wörtlich nehmen: Zuerst denken – dann klicken. Und im Zweifelsfall lieber nicht klicken. Man muss nicht alles mitmachen oder liken. Manchmal ist Zurückhaltung angebracht.

Illegal: private Fahndungsaufrufe

Ein weiteres Problem, das Andre beklagt, sind private Fahndungsaufrufe oder regelrechte Hetzjagden. Er stellt klar: „Zur Fahnung aufrufen darf nur die Polizei. Deren Aufrufe darf man teilen.“ Private Fahndungsaufrufe hingegen sind Selbstjustiz und damit strafbar.

Als besonderes Problem sieht man bei ZDDK, dass immer öfter Bilder oder Videos gepostet werden, die verstörend sind und brutale Gewalt zeigen. Da Facebook selbst hierauf kaum reagiert, hat das ZDDK-Team dazu aufgerufen, auf die Verbreitung solchen Materials zu verzichten.

Kindesmisshandlungen, Tierfolter, enthauptete Personen und Leichen – dieses und ähnlich verachtendes Material findet seinen Weg regelmäßig in die Nachrichtenkanäle von Facebook.

Man hofft nun, dass auch Facebook selbst reagieren wird.

Wer Facebook also mit offenen Augen nutzt und sich einem Augenblick Bedenkzeit nimmt, bevor er etwas postet, kommentiert, liked, teilt oder klickt, der ist auf der sicheren Seite.

Auf der Facebookseite von Mimikama/ZDDK erhält man zudem täglich wichtige Infos, Tipps und Warnungen rund um diese und ähnliche Themen.

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Leserkommentare
27. Oktober 2014 10:33 Uhr
Facebook, Google+ & Co – Social Networks im Vergleich

[…] von Mark Zuckerberg als Uni internes Netzwerk gegründet, ist Facebook heute mit weltweit 1,3 Milliarden Mitgliedern der unangefochtene König der Social Networks. Es ist […]

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