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Energie, Rente, Finanzen: Was ändert sich 2018 für Verbraucher?

Strom bleibt teuer, das Arbeitslosengeld II steigt und wird im Supermarkt ausgezahlt, es gibt Änderungen bei der Rente und vieles mehr: Zum Jahreswechsel 2018 kommen auf Verbraucher diverse kleine und große Änderungen zu. Der BBX-Check zum Jahreswechsel.

Energie, Rente, Finanzen: Was ändert sich 2018 für Verbraucher?

©tortoon / iStock

Der 1. Januar ist für Verbraucher in Deutschland meist ein wichtiges Datum. Denn zum Jahreswechsel treten zahlreiche im Vorjahr beschlossene Änderungen in Kraft. Außerdem lässt sich oft jetzt schon absehen, wie sich bestimmte Dinge entwickeln werden – zum Beispiel die Energiepreise. Diese, das sei vorweggenommen, bleiben hoch und könnten sogar noch weiter steigen. Dafür gibt es minimale Einsparungen bei der Rente. Was ändert sich 2018 für die Verbraucher? Hier unser BBX-Check im Detail:

Energie

Strom und Heizung werden auch 2018 teuer bleiben. Zwar konnten die Stromversorger 2017 von gesunkenen Einkaufspreisen an den Strombörsen profitieren, doch wie schon in den Vorjahren hat keiner der Anbieter nennenswerte Preissenkungen angekündigt. Trotz der Abgabenlast müsste der Strompreis eigentlich seit Jahren sinken. Stattdessen gehen Experten davon aus, dass er im Laufe des Jahres erneut leicht steigen könnte. Auch bei den Heizkosten ist kein Abwärtstrend in Sicht. In Puncto Energiekosten ändert sich also vorerst nichts. Verbraucher haben aber jederzeit die Möglichkeit, ihren Anbieter zu wechseln und zumindest im ersten Jahr von Neukundenboni zu profitieren.

Arbeitslosengeld II

Das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) steigt zum Jahreswechsel leicht von 409 auf 416 Euro monatlich. Bei Bedarfsgemeinschaften steigt der Regelsatz von heute 368 Euro auf 374 Euro im Monat. Im zweiten Quartal kommt auf Bezieher von ALG II eine weitere, tiefgreifende Änderung zu. Die Behörden wollen die Auszahlung der Gelder auslagern, da diese intern zu teuer ist. Betroffene sollen ihr Geld künftig an der Supermarktkasse ausgezahlt bekommen. Kritiker sehen darin eine weitere Stigmatisierung von Transferleistungs-Empfängern. Die Möglichkeit, das Geld per Überweisung zu erhalten, soll aber bestehen bleiben. Die Abwicklung in den Supermärkten soll ein großer Zahlungsdienstleister übernehmen. In NRW will die Schwarz-Gelbe Landesregierung außerdem die finanziellen Zuschüsse für das Sozialticket in Höhe von 40 Millionen Euro jährlich streichen. Derzeit wird das vergünstigte Monatsticket von rund 300.000 Bedürftigen in Anspruch genommen. Spätestens 2020 könnte damit Schluss sein.

Rente

Der Beitrag zur Rentenversicherung sinkt zum Jahreswechsel minimal um 0,1 Prozentpunkte von aktuell 18,7 auf dann 18,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Wer im Monat 2000 Euro brutto verdient, spart also kaum einen Euro, bezieht man den Arbeitgeberanteil mit ein, sind es knapp 2 Euro. Die Senkung wird an den Beitragszahlern also ohne jeden Effekt vorbeigehen. Die bessere Nachricht: Zum 1. Juni könnten die Renten um 3 Prozentpunkte anwachsen. Final beschlossen wird das aber erst im Frühjahr.

Finanzen

Bei bargeldlosen Zahlungen werden die Verbraucher entlastet. So dürfen Händler für Buchungen mit der EC-Karte und sehr gängigen Kreditkarten keine Zusatzgebühren mehr verlangen. Dasselbe gilt für Lastschriften, SEPA-Überweisungen und Co. Je nachdem, wie häufig man mit Karte zahlt, dürfte ich das spürbar auswirken. Außerdem wird die Haftungsgrenze für Verbraucher gesenkt: Wird die Kreditkarte, EC-Karte oder TAN missbräuchlich verwendet, haftet man nur noch bis zu einer Höhe von 50 statt bislang 150 Euro. Und: Für die Steuererklärung kann man sich künftig etwas mehr Zeit lassen. Die Abgabefrist endet ab 2018 erst Ende Juni, nicht mehr Ende Mai.

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