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Einkäufe sicher und sorgenfrei im Internet erledigen

Das Internet verändert unser Leben in vielen Bereichen rasant. Auch die Bedeutung für den Konsum nimmt beständig zu. Immer mehr Produkte werden vorwiegend online gekauft, was dem stationären Handel zu schaffen macht, der mit den Preisen der Onliner oft nicht konkurrieren kann. Aber es gibt auch enttäuschte Kunden – die sich abgezockt fühlen oder den Waren aus dem World Wide Web nicht trauen. Diese Ängste sind nicht ganz unbegründet. BBX erklärt, worauf es beim sorgenfreien Onlineshopping ankommt.

Heutzutage durchaus ueblich: Den Einkauf bequem vom Sofa aus erledigen.

Es sind vor allem Waren wie Bücher, Musik, Elektronik, Telekommunikation / Handys und Spielwaren, die heute öfter online als offline eingekauft werden. Andere Produktgruppen wie Kosmetik, Kleidung, Medikamente, Möbel oder gar Schmuck holen auf. Lebensmittel hingegen gehen bislang eher selten den Postweg. Dabei gibt es zwar eine unglaubliche Vielfalt an Anbietern im Netz, der Markt wird aber von wenigen Platzhirschen beherrscht, wie beispielsweise Amazon, die regelmäßig dafür kritisiert werden, dass sie ihre Marktmacht zum Nachteil der Mitbewerber ausnutzen.

Doch Vielfalt nützt den Kunden – also uns allen. Wir selbst haben es in der Hand, auch mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen und kleinere Anbieter zu unterstützen (die in der Regel einen Service bieten, der den Großen ebenbürtig ist), damit diese Vielfalt erhalten bleibt. Viele verzichten aus Bequemlichkeit darauf. Andere, weil sie unsicher sind, welcher Shop seriös ist und zum Teil aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit. Dieses Risiko lässt sich minimieren, wenn man folgende Punkte beachtet.

1. Online-Shops

Es gibt reine Online-Shops und solche, die auch stationär vertreten sind. Letztere bieten oft die Option, online zu bestellen und die Ware in der nächstgelegenen Filiale abzuholen. Will man mal einen neuen Shop ausprobieren und ist sich unsicher, hilft ein Blick ins Impressum: Gibt es eine Adresse in Deutschland? Gibt es Mailadressen und Telefonnummern, mit denen man im Zweifelsfall einen Ansprechpartner erreichen kann? Gibt es eine Service-Hotline? Gibt es Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und eine Widerrufsbelehrung? Gibt es mehrere Zahlungsoptionen (Überweisung, Lastschrift, PayPal etc.)? Wenn all das zutrifft, ist man bereits relativ weit auf der sicheren Seite. Zweifelt man trotzdem noch, kann es helfen, sich über Suchmaschinen zu informieren: Was für Erfahrungen haben andere Kunden mit dem Shop gemacht? Und: Wie lange gibt es den Shop schon? Findet sich hingegen im Netz wenig, fehlt ein Impressum oder Kontaktdaten oder ist eine Adresse im Ausland angegeben, dann sollten die Alarmglocken läuten.

2. Online-Auktionen und Privatanbieter

Bei Online-Auktionshäusern und auch in großen Shops wie Amazon können nicht nur gewerbliche Händler ihre Waren feilbieten, sondern auch Privatleute Gebrauchtes verkaufen. Das ist einerseits praktisch, weil man auf Schnäppchenjagd gehen kann. Andererseits birgt es ein Risiko. Denn immer wieder passiert es, dass Waren nicht verschickt oder schlecht verpackt werden oder dass die Zustandsbeschreibung mangelhaft ist. Einen Hinweis können die Bewertungen des Händlers durch andere Nutzer geben: Hat der Händler sehr viele Bewertungen, die überwiegend positiv sind, dann macht man mit dem Kauf nicht viel falsch. Ist er hingegen Neuling oder überwiegen negative Kommentare, sollte man die Finger davon lassen und sich lieber nach Alternativen umsehen.

3. Rückgaberecht

Beim Kauf im Ladengeschäft ist man auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen, wenn man einen Artikel umtauschen oder zurückgeben möchte. Im Netz hingegen gilt das Fernabsatzgesetz. Es besagt, dass man grundsätzlich ein 14-tägiges Rückgaberecht hat. Dies gilt allerdings nur bei gewerblichen Neukäufen. Privathändler mit Gebrauchtwaren können ein Rückgaberecht ausschließen. Hierauf muss man achten. Einerseits ist das ein Vorteil, denn man kann – wie im Laden – die Ware in Augenschein nehmen, bevor man sich final zum Kauf entscheidet. Leider wird diese Option von vielen Konsumenten ausgenutzt. Statistisch werden rund 50 % aller online bestellten Waren zurückgeschickt. Für die Händler bedeutet das einen enormen Zusatzaufwand, und nicht selten können sie einmal benutzte Waren nicht mehr als neu verkaufen und müssen den Wertverlust tragen. Was bei großen Händlern eingepreist ist, kann kleinere in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.

Seien Sie also fair – das erwarten Sie umgekehrt vom Händler schließlich auch.

Statistik: Würden Sie die folgenden Produkte lieber im Online- und Versandhandel oder lieber im klassischen Einzelhandel kaufen? | Statista
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